Mick, konstruktive Kritik ist immer herzlich willkommen! Ich habe die Eurodual wie im Rausch entworfen. Ich habe Donnerstagvormittag angefangen und Sonntagvormittag nach 72 h die Bestellung des Materials abgeschlossen. Das habe ich so auch noch nie durchgezogen. Ob das so schlau war, weiß ich nicht...
Die Front ist schwierig. Die Winkel des Originals sind mit Lego eigentlich gar nicht umsetzbar. Auch meine Lösung des "Kühlergrills" mutet etwas "minecraft"-mäßig an...

Ich muss sagen, das ich die "Kühlergrill"-Designs moderner Güterzuglokomotiven, z.B. Vectron, eigentlich gar nicht mag. Für mich gehört an die Schnauze einer Lok halt ein Lätzchen... fertig!

Vielleicht war ich deshalb auch etwas unmotiviert, die Idee noch weiter zu entwickeln und zu verfeinern.
Hinsichtlich des "Dachgartes" und des Abstandes zwischen Drehgestellen und Lokkasten habe ich mich insbesondere an dieser Schemazeichnung orientiert...
https://www.bahntasie.de/produkt/su...dual-hybrid-lok-159-240-1-db-cargo-epoche-vi/
Auch in den Videos im Netz ist zu erkennen, dass der Abstand zwischen Drehgestellen und Lokkasten gar nicht so gering ist und tatsächlich einen sehr guten Einblick unter die Lok bzw. auf die Drehgestelle bietet. Hier sehe ich eher die Möglichkeit, sogar noch mehr Details der Drehgestelle, z.B. wie die Fahrmotoren anzudeuten. Ich denke, dass der Abstand aber auf jeden Fall größer als 1 plate gewählt werden sollte. Vielleicht liegt die Wahrheit am Ende auch bei 1 1/2 plates. Ich schätze ja viele Distanzen und skaliere nicht. Bei diesem Modell habe ich auch nur anfangs die ungefähre Länge bei einem Maßstab von 1:40 ermittelt. In der Beziehung bin ich dann doch noch eher Lego- als Modellbauer.
Der Legobauer hatte dann am Ende sicherlich auch die Oberhand bei der Gestaltung des Dachgartens. Die absolute Höhe der Aufbauten überragt aber auch beim Vorbild sogar die Höhe der Außenkanten der Front. Diese sind in der Seitansicht nur leicht durch die Oberkante der Seitenwände verdeckt. Ein Überragen der Oberkante der Seitenwände habe ich nicht realisier, obwohl ich durchaus mit dem Gedanken gespielt hab. Dann wäre das Modell aber deutlich instabiler geworden. Hier habe ich eine bewusste Entscheidung zugunsten eines eher robusten Modells getroffen, das auf einer Messe oder Präsentation vom Kunden auch mal in die Hand genommen werden kann. Aus diesem Grund viel auch sehr früh die Entscheidung zugunsten dieser Lösung der Seitenwände der Führerstände. Am Anfang habe ich mit Slopes rumgedaddelt, die über curved Bricks mittels einer flexiblen Hose fixiert wurden. Eine solche Lösung taugt aber nur für die Vitrine oder gehört im Fahrbetrieb in die Hände von "leidgeprüften LEGO-Profis".
Am Ende war ich heilfroh, dass mir eine erste Umsetzung in dieser Farbe gelungen ist. Diese Version ist als Displaymodell ohne Antrieb und Beleuchtung konzipiert. Die Räder sind zusammengesetzt aus Disks und Dishes. Sollte ich eine vollfunktionsfähige Version planen, würde ich wahrscheinlich auf tief gesetzte M-Räder aus dem 3d-Drucker wechseln. Dann würde im Resultat auch ein etwas gedrungener Eindruck entstehen.
Ich hoffe, dass ich schon im Verlauf der Woche mit dem Bau beginnen kann... Dann folgen natürlich erste Fotos!
Ganz viele Grüße und vielen Dank, Simon!