Jetzt ist auch die weiße „Waschmaschine“ fertig, es ist allerdings doch ein Lowliner geworden und damit eigentlich keine 0815-Zugmaschine, zumal der Stoßfänger lackiert ist, der Spitzname ist aber hängen geblieben:

Beim Original ist der Rahmen 100 mm niedriger, dazu kommen 32 mm Differenz beim Reifenradius und 20 mm durch eine etwas flachere Sattelplatte. Im Modell wurde der XL- durch einen flacheren L-Motor ersetzt und auch der Tank ist z.B. ist eine Noppe niedriger. Dazu kommen die kleineren Reifen mit 49,5 x 14 mm, die sehr gut den 295/55 R 22,5 vom Vorbild entsprechen (exakt umgerechnet wären es 49,8 x 16,4 mm).
Das Ganze war etwas aufwändiger als gedacht, damit die kleineren Felgen passen, musste z.B. auch die Hinterachse von 11 auf 9 Noppen Breite verkleinert werden. Ansonsten erkennt man größere Unterschiede bei der Karosserie im Wesentlichen an der Kühlermaske, die eine Nummer größer ausfällt. Hier zusammen mit dem roten Vorgänger, der zwischendurch auch eine schwarze Kühlermaske spendiert bekommen hat:

Schematisch sieht das so aus:
Das Fahrerhaus (grün) ändert sich nicht, wenn der Rahmen (blau) niedriger ist, würde es also mehr Platz für den Motor (rot) geben. Stattdessen entfällt das niedrigste Fahrerhaus und schon das kleinste Modell mit 7,7 l Hubraum und 230 PS lässt sich nur mit dem mittelhohen Fahrerhaus kombinieren. Zu erkennen ist das an der Kühlermaske mit vier statt drei Rippen (gelb). Das größte Fahrerhaus mit ebenem Boden und fünf Rippen ist schon ab 10,7 l Hubraum und 326 PS erhältlich. Die größten Motoren mit 15,6 l Hubraum und 578 PS oder 630 PS werden gar nicht angeboten – es macht für großes Volumen/wenig Gewicht nicht viel Sinn, man müsste aber auch eigens eine noch größere Verkleidung mit sechs Rippen entwickeln.
Im Modell hat man ein ähnliches Thema, da es die abgerundeten Paneele am Fahrerhaus von Lego nur mit sieben Noppen gibt, deren Höhe also ebenfalls gleichbleibt. Nur darunter ist mehr Platz und um das zu verdeutlichen habe ich auch die Variante mit fünf Rippen im Kühlergrill gewählt. Insgesamt ist das Modell allerdings eine halbe Noppe höher, da der größere Kühler etwas mehr Platz benötigt, als eingespart werden konnte.
Passenderweise könnte das z.B. ein 1842 sein, der 12,8 l Hubraum hat, aber nur 421 PS, denn auch bei den Fahrleistungen gibt es einen deutlichen Unterschied: Der XL-Motor hat etwa doppelt so viel Drehmoment, der L-Motor dafür aber zusammen mit den kleineren Rädern fast die doppelte Drehzahl und daher eine etwa 50 % höhere Geschwindigkeit. Damit kann er zwar nur auch das halbe Gewicht ziehen, da der Rote aber um die 8 kg packt, ist das immer noch mehr als ausreichend.
In Zahlen ausgedrückt benötigt er 2,1 Sekunden bei stehendem Start für einen Meter und 2,8 Sekunden mit 3 kg Trailer für die gleiche Übung. Damit ist er sogar beladen schneller als der Rote ohne Trailer, wobei dessen Hauptproblem aufgrund des höheren Drehmoments die Traktion ist, auch mit Gewicht auf der Antriebsachse. Das liegt einfach an fehlender Stabilität, mit dem weißen Modell konnte man anfangs sogar driften, allerdings nur, bis zusätzliche Verstärkungen eingebaut wurden. Jetzt wird mehr Kraft benötigt, um den Rahmen zu verformen, wie um das Modell in Bewegung zu setzen.