So ist das Ganze angedacht:
Realistisch lag der Radstand bei den meisten Dreiachsern damals bei 3.600 mm oder ca. 25 Noppen (dargestellt mit lila Liftarmen). Lieferbar war alles zwischen 3.000 mm (21 Noppen) und 4.100 mm (28 Noppen), es gibt also noch ein bisschen Spielraum, wenn es knapp werden sollte.
Einen Zwischenstand des Getriebes in Aktion kann man sich hier anschauen:
Nach dem Test habe ich die Übersetzungen wie folgt geändert:
Mit Differential und Primärübersetzung reduziert sich es insgesamt noch etwas, z.B. im 2. Gang von 1:1,67 auf 1:1,48 oder 0,67:1. Um den Überblick nicht zu verlieren, musste ich mir das selber mit der Farbe der Zahnräder aufmalen, wobei Gelb die relativ neuen Zahnräder vom Ferrari Daytona sind:
Die Schaltreihenfolge ist nicht progressiv, es gibt quasi zwei Fahrgänge ( 1. und 3.) und zwei Arbeitsgänge (2. und 4.). Dabei kann man vom 1. und vom 3. Gang hoch- oder runter in den 2. oder 4. Gang schalten, aber nicht direkt vom 1. in den 3. Gang. Das entspricht am ehesten einem Lastschaltgetriebe wie bei alten Traktoren: Von jedem Gang kann man zwischen "High" und "Low" wechseln, somit verdoppelt sich die Anzahl der Gänge. Ein Unterschied ist, dass man in der Realität auch direkt vom 1. in den 3. Gang wechseln kann, nur eben mit Zugkraftunterbrechung.
Prinzipiell ist es also eher ein 2-Gang Split-Range-Getriebe mit den Gängen 1 High, 1 Low, 2 High und 2 Low statt 1,2,3, und 4. So ähnlich funktioniert auch das echte Getriebe beim SK, nur das es vier Grundgänge gibt und zusätzlich einen Splitter, mit dem man jeden Gang nochmal "halbieren" kann. Mit 1L1, 1L2, 1H1 und 1H2 sind es dann bis zu 16 Gänge.
Auch beim Arcos steckt unter der Haube noch die gleiche Technik wie beim alten SK, nur dass Range, Split und Kupplung automatisch vom Steuergerät erledigt werden. Lieferbar sind je nach Version und Motorisierung und 8, 12 und 16 Gänge in der Power- oder Offroad-Version.
Der Fahrer kann nur noch über die Wahl des Fahrprogramms Einfluss nehmen: In "Eco" werden die hohen Gänge bevorzugt und in "Offroad" die niedrigen Gänge. In "Manuell" wird der aktuelle Gang z.B. 3H1 fixiert und mit hoch- oder runterschalten gelangt man dann in 4H1 oder 2H1. Die Automatik wechselt dagegen von 3H1 zu 3L2 oder 4L2 und überspringt im Extremfall auch mehrere Stufen und wechselt z.B. direkt zu 1L2
Fazit: Es war zwar nicht so geplant, das Ergebnis passt aber ganz gut zum Vorbild. Fehlt nur noch der Praxistest, dazu muss ich noch an der Vorderachse tüfteln. Aus Platzgründen werde ich wohl auf die Stoßdämpfer verzichten, und eine simple Pendelachse einbauen.