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Bausteinschmiede

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Beim nächsten Modell wurde das Chassis wurde verstärkt und mit dem Fake-Motor verheiratet, letzterer musste aus Platzgründen allerdings etwas vereinfacht werden. Dahinter kommt der Batteriekasten - beim Original sitzt hier je nach Version eine weitere Seilwinde. Einen Arbeitsplatz gibt es auch schon, er entspricht allerdings nicht ganz dem "Трудовой кодекс СССР“ (Arbeitsgesetzbuch der UdSSR), da hier durch die Kabel für die Beleuchtung und die Welle für das mitlenkende Lenkrad doch erhebliche Verletzungsgefahr besteht:

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Blaue Sitze gibt es übrigens auch bei Vorbild, das war also kein Scherz, man hat sich wirklich schon vor 50 Jahren und nicht nur in Deutschland mit der Arbeitsplatzgestaltung beschäftigt:

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Es fehlen noch 10 Teile um das Endergebnis zu präsentieren, aber wenn man sich auskennt oder die Bildersuche benutzt, ist es nicht mehr schwer zu erraten, was es wird.
 
Wird das ein MAZ-537?
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(hab ich als Spintires/Snowrunner-Spieler direkt in verbindung gebracht, gibts in beiden Spielen)
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Gut geraten, auch wenn es nicht so viele LKW mit Panzermotor gibt (ich glaube drei und alle vom gleichen Hersteller). Es soll also tatsächlich eine schwere Zugmaschine aus sowjetischer Produktion sein (meine ist allerdings etwas bunter):

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Die Motorverkleidung lässt sich im Stück abnehmen:
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Die Typenbezeichnung setzt sich zusammen aus dem Herstellerkürzel (MAZ = Minski Awtomobilny Sawod = Minsker Automobilwerk). 500 ist die Serie moderner Frontlenker und die Modellnummer ist fortlaufend inklusive nicht-realisierter Entwürfe. PKW hat das „Automobilwerk“ zwar nie gebaut, typisch für die Planwirtschaft hat man aber Nummern für andere Serien freigehalten. Die 100er Serie z.B. bezeichnet Busse, tatsächlich wurde der erste Bus aber erst nach dem Fall der Sowjetunion 1993 in Lizenz gebaut.

Vom MAZ 537 entstanden dagegen zwischen 1960 und 1990 bis zu 400 Stück pro Jahr, insgesamt um die 5.000 Exemplare. Eine zivile Nutzung gab es in der UdSSR zwar nicht, sehr wohl aber eine Nutzung außerhalb des Militärs bei staatlichen Betrieben z.B. in der Bergbauindustrie. Die Auslieferung solcher LKW erfolgte dabei ab Werk ausschließlich in Olivgrün, Grau oder Hellblau und sofern eine andere Farbe erforderlich war –z.B. bei Baufahrzeugen aufgrund der besseren Erkennbarkeit - wurde das Fahrzeug nachträglich und oft provisorisch umlackiert. Hier dazu eine Übersicht:

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Das Modell basiert auf einer älteren Bauanleitung angelehnt an das Chassis von Madocas Avtoros Shaman 8x8, das Fahrerhaus ähnelt dem von TSmarf. Aktuell habe ich nur eine Verwendung für die Reifen aus einem 42160-Teilespender gesucht, den ich ohne Motoren für 50 € statt 170 € UVP bekommen habe. Real sind es 18.00 R 24 mit ca. 60 Zoll oder 1.520 mm Durchmesser und maßstäblich wären das ca. 85 x 25 mm - da kommen die neuen 81.5 x 29 am nächsten.

Die Breite des Vorbilds beträgt 2.885 mm, im Modell mit 23 Noppen also eher 2 Noppen zu viel, was aber trotzdem gut passt, da auch mein Zetros (2.550 mm) oder mein HEMTT (2.590 mm) etwas breiter sind als z.B. ein Actros (2.480 mm) oder ein ISO-Container (2.440 mm). Relevant wird es sowieso nur mit Auflieger, wobei dann auch der Unterschied zwischen 25 oder 27 Noppen nicht wahrnehmbar ist, solange er insgesamt eben wie in der Realität mit 3,30 m oder 3,50 m breiter ist wie die Zugmaschine.

Formal wäre übrigens aufgrund der Breite im zivilen Einsatz eine Sondergenehmigung erforderlich. In der UdSSR wurde diese Tatsache zwar zumeist ignoriert, allerdings habe ich sowieso Lust ein kleines Begleitfahrzeug zu erstellen, damit man auch die Größenverhältnisse besser begreift. ;)
 
Gut geraten, auch wenn es nicht so viele LKW mit Panzermotor gibt (ich glaube drei und alle vom gleichen Hersteller). Es soll also tatsächlich eine schwere Zugmaschine aus sowjetischer Produktion sein (meine ist allerdings etwas bunter):
ich weiß, die modernere Variante MAZ 543/7310 gibt es auch in Spintires/Snowrunner...
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in Snowrunner sind beide auch bunt lackierbar und umrüstbar:
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man kann in SR auch auf Innenansicht wechseln, ist dann wie eins deiner Fotos oben:
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Bei den Spielen muss man aufpassen, die Aufbauten sind modular, und sehen daher bei allen LKW mehr oder weniger gleich aus. Den MAZ 543 gab es zwar tatsächlich als Autokran oder Tanker, nur eben ein "bisschen" größer:
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Eine Übersicht aller Varianten mit Foto gibt es z.B. hier:

Aber weiter mit dem nächsten Projekt:

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Ich weiß es geht manchmal ein bisschen durcheinander, aber das liegt auch daran, dass mir für die meisten Modelle nur 50 Teile fehlen, und dann ist günstiger gleich Teile für mehrere Modelle zu bestellen. Beim Arocs SLT waren es z.B. die halbrunden Liftarme 3x3 für die Stoßstange, davon werden 12 Stück benötigt. Jedenfalls sind das Chassis und auch die Front fertig, testweise sind auch die neuen Kotflügel vom Ford Bronco dran

Die 2. Achse musste ich etwas modifizieren, da der Lenkwinkel zu groß war, und es eine Kollision mit der 3. Achse gab. Der Abstand aller drei Hinterachsen sollte gleich sein, daher ist da nicht viel Luft dazwischen. Jetzt ist der Lenkhebel eine Noppe länger und gleichzeitig hat das Zahnrad nur 8 statt 12 Zähne. Dafür sitzt jetzt eine Zahnstange auf einer Platte 1x10.

Der erste Fahrtest lief auch sehr gut, ich hatte noch kein Modell, dass so geschmeidig läuft, und auch der Wendekreis ist mit ca. 90 cm relativ gering (meine 4x2 liegen bei ca. 75 cm, der Scania 6x4 mit gleichem Radstand aber nur einer Lenkachse bei ca. 100 cm). Die Übersetzung ist jetzt 1:1 bis zum Differential, d.h. die Geschwindigkeit ist ähnlich wie bei den anderen Modellen, das Drehmoment aber ca. 50 % höher.

Mit Auflieger kommt er auch gut klar, man merkt jedoch, wie das Modell nach einer Kurve etwa ein bis zwei Sekunden benötigt, um auf Höchstgeschwindigkeit zu beschleunigen. Für größere Lasten wäre also eine andere Übersetzung oder ein 2-Gang-Getriebe besser.
 
Zuletzt bearbeitet:
Fast fertig:
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Die Traktion ist jetzt selbst mit 8 Antriebsrädern relativ schlecht ist, durch das höhere Gewicht der Kabine auf der Vorderachse. Ich hoffe aber das gibt sich, wenn die Batteriebox ihren endgültigen Platz hat, und der Schwerpunkt etwas nach hinten wandert.

Mit Trailer lässt auch ab etwa 2 kg die Leistung spürbar nach, ich denke aber das liegt daran, dass durch die ganze Testerei die Batterien ziemlich platt sind: Zwei Motoren ziehen unter Volllast eben auch doppelt so viel Strom.

Trailer muss ich mir dann auch noch überlegen: Für Zugmaschinen mit drei oder vier Achsen muss der vordere Überhang größer sein. Üblicherweise liegt der so um die 1,80 m, bei kurzen Aufliegern können es auch 1,20 m sein, bei Schwerlastaufliegern ca. 2,20 m bis 2,70 m. Sind in Noppen eben auch drei verschiedene Maße, also entweder auch drei Trailer, oder ein Trailer, der nicht mit jeder Zugmaschine gleich gut funktioniert.
 
Die Schwerlastzugmaschine ist dann auch fertig:

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Sie sollte mehr Zugkraft haben als z.B. ein 4x2 oder 6x4. Das wird hier erreicht durch die Schwerlastdifferentiale vom Zetros sowie zwei L-Motoren statt einem L- oder einem XL-Motor. Die Übersetzung habe ich noch etwas angepasst, da es für mich widersinnig war, wenn sie mit dem höher drehenden L-Motoren am Ende langsamer ist, wie mit einem XL-Motor und den alten Differentialen. Sie liegt jetzt bei 1:1 bis zum Differential. Ursprünglich war außerdem ein Motor je Antriebsachse geplant war, was durch die zahlreichen Umlenkungen aber mehr Reibung als Nutzen gebracht hätte.

Jetzt war der Fahrwiderstand tatsächlich so gering, dass er nicht ermittelt werden konnte (berechnet habe ich eine Zeit von 2,56 Sekunden für einen Meter bei stehendem Start und gemessen habe ich 2,55 Sekunden)! Hierzu muss man erwähnen, dass die Motordaten nicht genau bekannt sind: Lego gibt für den L-Motor max. 380 U/min an, Sariel hat 272 U/min gemessen und Philohome 195 U/min. Ich rechne daher immer mit dem Mittelwert von ca. 280 U/Min, aber unter idealen Voraussetzungen sind eben auch höhere Drehzahlen möglich.

Man muss außerdem berücksichtigen, dass der Fahrwiderstand eine Kraft ist, die der Antriebskraft entgegenwirkt, und als solche ebenso in Newton gemessen wird. Wenn ein Modell mit zwei Motoren also die doppelte Antriebskraft hat, ändert sich der Fahrwiderstand in Newton nicht, prozentual sind es dann aber nur z.B. 5 % statt 10 %. Ein geringer Fahrwiderstand ist also durchaus möglich, ein kaum messbarer Wert von 1 - 2 % aber nur bei RC-Modellen mit Metallachsen und -zahnrädern mit Schmiermittel realistisch.
 
Abgeleitet vom Zetros kam mir die Idee für eine Zugmaschine mit Buggy-Motor und Planeten-Hubs ohne viel Schnickschnack wie Federung und drei oder vier Achsen. Mit weniger Fahrwiderstand soll die dann nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf dem Parkett eine tolle Perfomance abliefern, Gleichzeitig wollte ich schon länger eine zweite Variante von meinem SK und ich finde das passt sehr gut zu dem altmodischen Heulen des Buggy-Motors.

Vorne ist es mit einer Ackermann-Lenkung kombiniert, die in dem Fall einen recht großen Wendekreis hat, dadurch allerdings präzises rangieren auch ohne proportionale Fernsteuerung erlaubt.

So sieht das ganze bisher aus:

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Das Drehmoment liegt etwa 30 % über dem eines XL-Motors mit Differential und die Geschwindigkeit bei 0,70 m/s:

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1. Fahrtest ist auch schon erfolgt:

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Fast fertig:
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Es fehlen nur zehn Teile, wie insbesondere zwei Plates 4x6 für die Kühlermaske. Da ich fast nur Technic baue, muss ich solche Teile bestellen.
 
Die Teile sind angekommen und der digitale Nachbau ist auch fertig:

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Ich habe noch ein paar Sachen wie z.B. den Windabweiser auf dem Dach und die Farbgebung verändert, die ich erstmal zurück übertragen möchte, bevor ich Bilder vom Modell mache. Damit es nicht überhand nimmt, bestelle ich nur einmal pro Monat Teile, das dauert also bis Januar und fertig ist es dann vielleicht im Februar oder März.

Ich plane außerdem eine Anleitung zu erstellen und baue das Modell dann zum Test noch ein zweites Mal in einer anderen Farbe. Am liebsten wäre mir ja Rot-Orange, aber da gibt es zu viele Teile wie z.B. auch das Panel 5 x 11 noch nicht.
 
In Gelb gibt es zwei Teile nicht (hier pink dargestellt):

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Statt dem Pin Connector 3L kann man aber auch den 2L plus Liftarm 1L nehmen. Und den Windabweiser kann man auch ganz weglassen.
Ansonsten gibt es alle exotischen Teile außer in Rot nur noch in Schwarz, Dunkelgrau, Hellgrau, oder Weiß:

MöFaKo.png

Die Tabelle der exotischen Teile habe ich manuell erstellt und leider hat das seine Nachteile, da es z.B. das gebogene Panel 3x11 auch nicht In Dunkelgrau und Hellgrau gibt... Aber so bin ich immerhin gleich auf zwei Möglichkeiten gekommen, um relativ schnell herauszufinden, welche Farben möglich sind:

1. Man erstellt ein Submodel für alle farbigen Karosserieteile und färbt das um

2. Man wählt alle Teile aus, färbt sie um und klickt im Color Validator auf Auto-fix:

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Variante 1 ist mehr Aufwand, dafür sehen die gerenderten Bildern natürlich schöner aus. Und die Tabelle ist auch nicht komplett unnütz, da man es auf die Art im Vorfeld zumindest auf 5 -10 Farben einschränken kann. Ein bisschen manuelle Arbeit ist außerdem immer gefragt, da z.B. dieses Teil in Rot zwar erhältlich ist, aber relativ teuer sein kann:

Screenshot 2025-12-08 141846.png Fun Fact am Rande: In Azurblau z.B. ist das Teil noch wesentlich exotischer, aber da kaum Nachfrage dafür besteht, kostet es im Schnitt trotzdem nur ein paar Cent.
 
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lassen sich manche Farbkombis bauen?
wenns zB nur Teile aus der Kabine nicht gibt, die dann komplett in einer anderen Farbe als Stoßstange/Windabweiser zu bauen...
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Beispiel: blaue Kabine - weiße Stoßstange und Dach
 
Den gibts bei Pick a brick für 7cent
Bei Bricklink sogar ab 4 Cent (oder halt für 12,22 €). Die Teile günstig zu finden ist ja nicht das Problem, es geht darum exotische Teile möglichst zu vermeiden, damit man nicht groß nachdenken muss bei der Bestellung, oder idealerweise schon 95 % der Teile daheim hat. In dem Fall kosten die Teile in Rot und Gelb ungefähr das gleiche (jeweils inkl. Räder, ohne Power Functions), aber ich kann jetzt nicht auf die Schnelle jede Farbe überprüfen.

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lassen sich manche Farbkombis bauen?
wenns zB nur Teile aus der Kabine nicht gibt, die dann komplett in einer anderen Farbe als Stoßstange/Windabweiser zu bauen...
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Beispiel: blaue Kabine - weiße Stoßstange und Dach
In Weiß gibt es alle Teile, in Blau nur die Teile für den Dachabweiser nicht, also ja.
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Allerdings sind die Fahrzeuge von Felbermayr eher Azurblau:

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Sieht zwar nicht unbedingt so aus, fährt aber mühelos durch Tundra und Taiga:

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Klein wirkt er nur aus heutiger Sicht, als er gebaut wurde (Mitte/Ende der 60er) war er aber ca. 20 cm breiter als ein VV T2 und mit einem zulässigen Gesamtgewicht von fast 3 t auch etwa 700 kg schwerer. Auch die Reifen sind ein gutes Stück größer und liegen etwa zwischen einem Mercedes 240 GD von 1979 und einem aktuellen Mercedes Atego mit bis zu 15 t zulässigem Gesamtgewicht. Im Modell hat das "Kastenbrot" ("Buchanka") 29 x 13 x 14 Noppen und rollt auf Rädern der Dimension 43.2 x 14, das entspricht im Mittel einem Maßstab von 1:17,8.

Die Basis stammt von paave:


Er hat einen Notfall-Einsatzwagen der Gaswerke dargestellt, ich wollte jedoch etwas passenderes zu meinen anderen Modellen, und hab mich daher für eine Polizeivariante entschieden, die z.B. einen Schwertransport begleiten könnte.

Für den Antrieb sorgt ein XL-Motor und zusammen mit Allrad und Federung fährt er zwar langsam und schwankend, aber auch über kleinere Unebenheiten bis etwa einer Noppe. Größere Hindernissen scheitern an den kleinen Zahnrädchen.
 
Bilder vom fertigen SK:

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Für mich haben die Noppen bei Scheinwerfern oder Radblenden etwas Altmodisches, deshalb habe ich auch ein paar Euro für Chromteile in die Hand genommen, um diesen Charme zu betonen. Die Türen lassen sich öffnen und um an die Batteriebox zu kommen lässt sich das Dach wegklappen.

Gebaut habe ich diesmal wieder überwiegend ohne Computer-Unterstützung, was den Vorteil hat, dass man Stabilitätsprobleme besser in den Griff bekommt. Der Nachteil ist, dass sich Fehler nicht so leicht korrigieren lassen. Ihr seht daher eigentlich auch die zweite Variante - die erste Variante hatte noch schwarze Anbauteile.

Gerade um z.B. verschiedene Farben auszuprobieren habe ich das virtuelle Modell nachträglich erstellt. Leider hat sich dabei herausgestellt, dass grelle Farben - wie in den 80ern und 90ern üblich - abgesehen von Rot, Gelb und Orange - mit LEGO kaum möglich sind. Es war aber nicht viel Aufwand wieder eine Bauanleitung zu erstellen, und das zweite Modell ist so vor allem auch zum Testen derselbigen entstanden.

Denkbar wären aber beispielsweise eine auf den Baustelleneinsatz zugeschnittene Version ohne umfangreiche Zusatzausstattung oder eine Hochdachvariante für den Fernverkehr. Auch Modelle mit drei oder vier Achsen könnten folgen. Was hier gezeigt wird ist eine Version für den überregionalen Güterverkehr mit L-Fahrerhaus und aerodynamischer Verkleidung.

Die Leistung mit dem Buggy-Motor liegt knapp 20 % unter den berechneten Werten, was mit Sicherheit an den Wheel-Hubs liegt. Das Herauszufinden war ja auch der Sinn der Sache und ich denke man kann sich jetzt ganz gut vorstellen, wie das mit vier, sechs oder acht angetrieben Achsen aussehen würde.
 
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Für Modelle mit etwas mehr Platz zwischen den Achsen habe Ich mich auch mal an einem Getriebe versucht:


Es sind vier Gänge, die über einen M- Motor geschaltet werden. Das Ganze sequentiell ohne Begrenzung, d.h. vom 4. Gang geht es sowohl direkt in den 1. Gang, als auch wieder zurück in den 3. Gang.

Gekoppelt ist es Im Video mit einem L-Motor, der auf Stufe 1 von 7 der Eisenbahn Fernbedienung läuft. Die Schaltung läuft auf höchster Stufe.
 
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So ist das Ganze angedacht:

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Realistisch lag der Radstand bei den meisten Dreiachsern damals bei 3.600 mm oder ca. 25 Noppen (dargestellt mit lila Liftarmen). Lieferbar war alles zwischen 3.000 mm (21 Noppen) und 4.100 mm (28 Noppen), es gibt also noch ein bisschen Spielraum, wenn es knapp werden sollte.

Einen Zwischenstand des Getriebes in Aktion kann man sich hier anschauen:


Nach dem Test habe ich die Übersetzungen wie folgt geändert:

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Mit Differential und Primärübersetzung reduziert sich es insgesamt noch etwas, z.B. im 2. Gang von 1:1,67 auf 1:1,48 oder 0,67:1. Um den Überblick nicht zu verlieren, musste ich mir das selber mit der Farbe der Zahnräder aufmalen, wobei Gelb die relativ neuen Zahnräder vom Ferrari Daytona sind:

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Die Schaltreihenfolge ist nicht progressiv, es gibt quasi zwei Fahrgänge ( 1. und 3.) und zwei Arbeitsgänge (2. und 4.). Dabei kann man vom 1. und vom 3. Gang hoch- oder runter in den 2. oder 4. Gang schalten, aber nicht direkt vom 1. in den 3. Gang. Das entspricht am ehesten einem Lastschaltgetriebe wie bei alten Traktoren: Von jedem Gang kann man zwischen "High" und "Low" wechseln, somit verdoppelt sich die Anzahl der Gänge. Ein Unterschied ist, dass man in der Realität auch direkt vom 1. in den 3. Gang wechseln kann, nur eben mit Zugkraftunterbrechung.

Prinzipiell ist es also eher ein 2-Gang Split-Range-Getriebe mit den Gängen 1 High, 1 Low, 2 High und 2 Low statt 1,2,3, und 4. So ähnlich funktioniert auch das echte Getriebe beim SK, nur das es vier Grundgänge gibt und zusätzlich einen Splitter, mit dem man jeden Gang nochmal "halbieren" kann. Mit 1L1, 1L2, 1H1 und 1H2 sind es dann bis zu 16 Gänge.

Auch beim Arcos steckt unter der Haube noch die gleiche Technik wie beim alten SK, nur dass Range, Split und Kupplung automatisch vom Steuergerät erledigt werden. Lieferbar sind je nach Version und Motorisierung und 8, 12 und 16 Gänge in der Power- oder Offroad-Version.
Der Fahrer kann nur noch über die Wahl des Fahrprogramms Einfluss nehmen: In "Eco" werden die hohen Gänge bevorzugt und in "Offroad" die niedrigen Gänge. In "Manuell" wird der aktuelle Gang z.B. 3H1 fixiert und mit hoch- oder runterschalten gelangt man dann in 4H1 oder 2H1. Die Automatik wechselt dagegen von 3H1 zu 3L2 oder 4L2 und überspringt im Extremfall auch mehrere Stufen und wechselt z.B. direkt zu 1L2

Fazit: Es war zwar nicht so geplant, das Ergebnis passt aber ganz gut zum Vorbild. Fehlt nur noch der Praxistest, dazu muss ich noch an der Vorderachse tüfteln. Aus Platzgründen werde ich wohl auf die Stoßdämpfer verzichten, und eine simple Pendelachse einbauen.
 
Real gebaut sieht es aktuell so aus:
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Zwischen Vorder- und Hinterrädern ist die dunkelgraue Aufhängung der Vorderachse zu erkennen, viel weiter zusammenschieben lässt sich das also nicht mehr. Die Herausforderung besteht nun darin, das Getriebe in diesem Bereich unterzubringen, ohne dass der Radstand wesentlich stärker wächst, als die Länge des Getriebes von 13 Noppen. Ansonsten könnte man ohne Federung relativ leicht zwei bis drei Noppen einsparen.
 
27 Noppen sind es geworden, das entspricht etwa einem Radstand von 3,90 m, also auch noch im Rahmen:

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Von unten in Action sieht es so aus, lässt sich wie man sieht ohne Zugkraftunterbrechung schalten und hat dabei auch noch einen ziemlich genialen Sound:

 
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