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[WIP] ZAGRO Zweiwegefahrzeug Unimog U423

s4scha

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Ich tüftle gerade an einem Unimog mit Zweiwegefahrwerk.

Das Original ist hier ganz gut in Aktion zu sehen:


Und hier mal mein Zwischenstand:

20251218_102638099_iOS.png

20251218_102649435_iOS.png

Die Spurbreite der Technic Eisenbahn hat ziemlich große Auswirkungen auf das Fahrwerk. Die Achsen haben nur ein Breite (Außenmaß) von 15 Studs. Das geht in Verbindung mit den Planetenhubs nur (zumindest kenne ich noch keine andere Lösung), wenn man auf das Differential in den Achsen verzichtet. Ich habe zuerst versucht auf 17 Studs zu gehen, aber dann rutscht der Unimog in Kurven zu leicht vom Gleis. Die Panetenhubs hätte ich gerne drin, damit der Unimög später schön sanft anfahren kann, auch wenn Waggons dran hängen.

Man darf sich von den Fotos nicht täuschen lassen. Das Fahrzeug ist ziemlich kurz und durch die schmalen Achsen könnte man fast denken, ich hätte Probleme mit dem Maßstab :giggle:

Die Schienenführung vorn und hinten wird per Aktuator hoch- und heruntergefahren - nach dem gleichen Prinzip wie Thomas das bei seinem Bagger gelöst hat -> Klick Bei mir heben die Aktuatoren das Chassis komplett aus den Federn aber ohne, dass die Reifen den Kontakt verlieren. Ob das auch noch so ist, wenn das Modell fertig ist, bleibt zu hoffen.
Das Original hat am Heck eine hochfahrbare Kupplung zum Anhängen der Waggons. Die Ausrichtung löse ich ebenfalls per Aktuator. Für die Kupplung kommt auf jeden Fall noch Pneumatik zum Einsatz, damit man per Fernbedienung kuppeln kann :biggrin:Ich muss mal ausprobieren, ob es funktioniert, die Kupplung mit zwei Gummibändern genau in der Mitte zu halten, damit sie da hinten nicht so rumwabbelt.

So weit so gut. Als nächstes wollte ich mal mit der Kabine anfangen. Auf jeden Fall soll der Unimog am Ende gelb werden - ich finde die Farbe steht dem Fahrzeug sehr gut.
 
Zuletzt bearbeitet:

schremm

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Sehr schönes Projekt, Sascha, bin gespannt, wie es weitergeht

Das Fahrzeug MUSS gelb -RAL 1004, goldgelb, um genau zu sein- werden, so sind die Vorschriften bei der Bahn.
 

Blechtaler

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diese Felgen haben doch ziemlich genau 4 Studs Felgeninnendurchmesser?
passt da irgend ein Kegel oder so rein, um die extremen Einpresstiefen zu simulieren?
79850.png
(Teil 79850, hat sogar Kreuzloch innen)
 

s4scha

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Auf Youtube gibt es glücklicherweise eine ganze Menge Videos, wo man das Fahrzeug mal von allen Seiten begutachten kann.

@schremm Hier und hier ist er in orange und weiß zu sehen. Daher war mir gar nicht in den Sinn gekommen, dass es da eine Vorgabe geben könnte. Ich weiß auch nicht, ob es die Lego Technic Eisenbahnbehörde da so genau nimmt :biggrin: Aber da ich ihn ja eh in gelb haben will, passt das ja super.

@Blechtaler Ich hatte überlegt, vielleicht zwei bis drei 4185 Pulleys zu nehmen.

1766315121331.png

Das Teil hat auf jeden Fall seinen Charme. Aber sehe ich das richtig, dass man auf der Unterseite nur einen halben Stud "Kontakt" zwischen Stein und Achse hat? Ich habe davon leider keinen da. Auf den Bildern hier sieht das nämlich so aus und dann ist die Frage, wie man das zum halten bekommt. Ich glaube, bei der nächsten Bestellung muss ich mal ein paar Testobjekte kaufen und ausprobieren.

Ich habe auch mal mit der Hütte und dem Aufbau begonnen:

20251221_104548773_iOS.png

20251221_104600539_iOS.png

Ich glaube, dass die Proportionen schon ganz gut passen. Mit der Schnauze vorne bin ich noch nicht ganz zufrieden. Etwas Besseres wollte mir aber bisher noch nicht einfallen. Eric Trax hat ja ein C-Modell in Form des Unimogs entworfen. Da sieht die Haube meines Erachtens etwas besser aus - der Maßstab ist aber auch ein ganz anderer.
 

Krolli

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Sehr schönes Projekt, Sascha, bin gespannt, wie es weitergeht

Das Fahrzeug MUSS gelb -RAL 1004, goldgelb, um genau zu sein- werden, so sind die Vorschriften bei der Bahn.
Genau das liebe ich an diesem Hobby!

Schauen, wie man das Original bestmöglich nachgebaut bekommt. Dazu gehört nun auch mal die Farbe.
 

Bausteinschmiede

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Eric Trax hat ja ein C-Modell in Form des Unimogs entworfen. Da sieht die Haube meines Erachtens etwas besser aus - der Maßstab ist aber auch ein ganz anderer.
Das Modell von thirdwigg kennst du?


Der ist vom Maßstab her zwar etwas kleiner, aber wie deine Achsen 15 Noppen breit. Real hat die Kabine 2,20 m, also ebenfalls etwas weniger, als die bei mittleren LKW üblichen 2,30 m. Die Gesamtbreite hängt dann von Bereifung und Motorisierung ab. Spielt für dein Modell keine Rolle, daher nur als Info am Rande: Ab dem U 527 mit 200 kW/270 PS sind 10 cm Spurverbreiterung verbaut und die Breite liegt bei mind. 2,30 m, mit Halbtiefbettfelgen 9x22,5“ sind es 2,40 m und mit Felgen 13x24“ und MPT-Reifen 405/70 R24 2,50 m.
 

s4scha

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Mir ist aufgefallen, dass ich schon länger nichts mehr zum Unimog geschrieben habe. Jetzt, wo ich Gleise, eine Weiche und Waggons habe, konnte ich den Antrieb finalisieren.

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Das Chassis habe ich nochmal deutlich anpassen müssen. Bei meinen Tests haben die Federung und das Mitteldifferential immer Probleme gemacht. Sobald das Fahrzeug mit Last oder in Kurven unterwegs war, haben die Reifen den Kontakt zu den Gleisen verloren und dann ging nichts mehr. Also hat der Unimog nun beides nicht mehr. In Kurven wirken auch nicht unerhebliche Kräfte auf die Führungsräder. Da werde ich noch Verstärkungen verbauen, damit sie sich in den Kurven nicht so leicht wegdrücken lassen.

1788886319592.png

Auf dem Bild sieht man ganz gut, dass der Unimog in Kurven nurnoch mit der Kante des Reifens Kontakt hat. Auf gerader Strecke liegt der Reifen schön mittig auf. Ohne Federung und mit permanentem Allrad wird der Unimog auf der "Straße" vielleicht nicht so toll zu fahren sein aber auf den Gleisen fährt er super.

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Die Proportionen und die Front gefallen mir schon ganz gut und mit Waggon macht er auch schon eine gute Figur. Jetzt kommen noch ein paar Details runderherum und ich brauche ne Menge Steine in gelb :biggrin:

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Die Kupplung ist über einen Micro Motor hochfahrbar. Die Führungsräder lassen sich über zwei N20 Motoren steuern. Die Gummiringe halten die Kupplung schön mittig (egal ob hoch- oder runtergefahren) und dank der Pneumatik ist die Kupplung dann komplett fernsteuerbar. Auch das hat bei meinen Tests bisher gut funktioniert.
 

s4scha

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Ich habe weitergebaut und so werde ich ihn nur Bricking Bavaria mitnehmen. Natürlich bekommt er vorher noch die restlichen Teile in den richtigen Farben spendiert ;)
Jetzt setze ich mich erstmal an die Motorisierung und Elektronik.

Da wir ja was Eisenbahnen angeht, einige belesene Leute hier haben:
Gehe ich richtig in der Annahme, dass man die Fahrbeleuchtung bei solch einem Fahrzeug zwischen Straßen- und Gleisbetrieb "umschaltet"? Also ausschließlich weiß in Fahrtrichtung und rot "hinten", wenn der Unimog auf den Gleisen unterwegs ist. Und nur auf der Straße dann z.B. die Bremsleuchten?
 

Bausteinschmiede

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Gehe ich richtig in der Annahme, dass man die Fahrbeleuchtung bei solch einem Fahrzeug zwischen Straßen- und Gleisbetrieb "umschaltet"? Also ausschließlich weiß in Fahrtrichtung und rot "hinten", wenn der Unimog auf den Gleisen unterwegs ist. Und nur auf der Straße dann z.B. die Bremsleuchten?
Bei modernen Fahrzeugen geht das automatisch: Sobald die Schienenführung abgesenkt und verriegelt wird, sperrt die Software das Signal von Lichtschalter, Bremspedal, Blinkerhebel und Rückfahrscheinwerfer. Dafür sind Dreilichtsignal und Schlusssignal ständig an. Bei älteren Fahrzeugen hat man das einfach mit zwei Stromkreisen gelöst.

In Rückwärtsfahrt wechseln die LED vorne die Farbe oder es gehen zwei rote Zusatzleuchten an. Die Rückleuchten sitzen beim Unimog nach Eisenbahn-Betriebsordnung (EBO) sowieso zu hoch, es gibt daher zwei weiße Zusatzleuchten etwa auf Höhe der Kupplung plus eine dritte Leuchte auf dem Dach.

Die Sonderfälle sind etwas komplizierter:

Bei Baustellen wird das Gleis gesperrt (rotes Signal). Da hier kein Zug unterwegs sein darf und eventuell gar keine Schienen mehr vorhanden sind, kann ein Fahrzeug theoretisch auch völlig unbeleuchtet rumstehen. Bei Arbeiten neben dem Gleis warnt ein blaues Signal vor Bauarbeiten. In dem Fall müssen Baufahrzeuge gut erkennbar sein, können aber auch Straßenbeleuchtung oder eine Rundumleuchte haben.

Auf der Schiene dürfen zusätzliche Leuchten auch während der Fahrt brennen. Aus dem gleichen Grund ist aber eine funktionelle Trennung vorgeschrieben: Das zusätzliche Spitzensignal hinten darf also nicht gleichzeitig ein Arbeitsscheinwerfer sein. Häufig sieht man daher eine ganze Batterie von sechs bis zehn Leuchten auf dem Dach (Arbeitsscheinwerfer vorne, hinten und seitlich sowie ein Spitzensignal vorne und hinten).

Auf dem Weg zu einer Baustelle ist das Rangiersignal vorne zwei weiße Lichter und hinten ein weißes Licht unten rechts. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt dann bei 25 km/h. Fährt ein Fahrzeug gar nicht oder nur vorwärts schneller, kann eine oder beide Signalleuchten auf dem Dach entfallen. Der 2-Wege-Unimog hat allerdings 8 Rückwärtsgänge und schafft vorwärts wie rückwärts bis zu 50 km/h. :)

Als Warnsignal dienen auf der Schiene drei rote Leuchten vorne und hinten. Sofern die Dachleuchten also nicht die Farbe wechseln können, braucht es jeweils noch eine zusätzliche, rote Leuchte. Zusätzlich braucht man auch noch ein Warnsignal für Bauarbeiten auf einem Bahnübergang oder auf S-Bahn-Gleisen neben einer Straße. In der Regel gibt es dafür ein zusätzliches Bedienpanel für die Beleuchtung, zusätzliche Schalter im Hauptbedienpanel für den Schienenbetrieb oder zusätzliche Schalter im Bereich des Dachs, ähnlich wie bei Einsatzfahrzeugen. Einer der Schalter aktiviert dann Warnblinkanlage oder Seitenmarkierungsleuchten im Schienenbetrieb. Meistens kann man auch alle anderen Funktionen wie Fernlicht oder Nebelschlussleuchte manuell wieder einschalten.

Stichwort Einsatzfahrzeuge: 2-Wege-Fahrzeuge benötigen zusätzlich ein extrem lautstarkes, druckluftbetriebenes Makrofon. Das sitzt wie bei der Feuerwehr auf dem Dach, ist aber eher noch etwas größer, dafür aber nur ein einzelnes Signalhorn. Irgendwo sitzt dann auch ein zusätzlicher Druckluftbehälter dafür. Beim Unimog ist das meistens ein großer Kessel auf der Ladefläche, da für bis zu 1.000 Tonnen Anhängelast sowieso zusätzliche Druckluft für die Bremsen benötigt wird. Um den Kessel zu füllen gibt es außerdem einen Kompressor.

Das gleiche Spiel hat man bei der Hydraulik zum Absenken und Anheben der Schienenführung. Dafür braucht es einen weiteren Tank sowie eine Pumpe. Die ist etwa so groß und so schwer wie ein Bierkasten. Die Leistung liegt um die 75 ccm. Das bedeutet, bei 1.000 U/min werden pro Minute 75.000 ccm oder 75 Liter gefördert. Der Druck liegt bei ca. 200 bar.

Nach EBO ist außerdem eine zusätzliche Handpumpe Pflicht. Die liegt so bei 10 bis 20 Litern pro Hub und ist etwa so groß wie ein Sixpack, mit einem langen Handhebel, der demontierbar ist, aber auch irgendwo in einem Werkzeugfach untergebracht werden muss. Eine Fahrradpumpe liegt zum Vergleich bei 1-2 Litern und schafft maximal etwa 10 Bar. Flüssigkeiten lassen sich nicht komprimieren, man benötig bei gleichem Druck also weniger Krafteinsatz, der Druck ist aber konstant. Grob kann man sich vorstellen, dass es etwa zehnmal so anstrengend ist oder hundertmal so lange dauert, wie einen Rennradreifen aufzupumpen. Alternativ geht es heutzutage aber auch mit einem Akkuschrauber und entsprechend kann man das alles auch schick verkleiden, da reicht eine kleine Öffnung in der Verkleidung.

PS: Ich besitze aktuell vier Unimog-Modelle und bei meinem U 406 stört mich, dass der Schneepflug die hübsche Front verdeckt. Außerdem ist bisher keiner RC. Ich möchte also die Anbaugeräten tauschen und dafür vielleicht einen 2-Wege-Unimog bauen, bei dem die Technik noch offen liegt, wenn er aus den 70er oder 80ern stammt. Nur falls sich jemand wundert. ;)
 

Mirco

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Ich liebe es, wenn jemand sich so sehr reingefuchst hat, dass er so viel geballtes Wissen raushauen kann :D sehr interessant!
 

s4scha

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In der Tat, vielen Dank für die ausführliche Antwort. Auch wenn ich glaube ich nicht alles komplett verstanden habe ;)

Da muss man ja doch schon so einiges beachten, wenn man die Lichter korrekt setzen will. Auf jeden Fall interessant, dass dann auch Sonderfälle so im Detail abgedeckt sind. Aus der Schifffahrt kenne ich das Thema Licherführung schon und das hört sich auch immer leichter an, als es dann bei stockdusterer Nacht wirklich ist.

Ich werde es bei normaler KFZ-Beleuchtung + gelbes Blitzlicht sowie Dreilichtsignal+Rückleuchten belassen. Das tut dann dem Anwendungsfall genüge und sollte mich nicht überfordern :biggrin:
 

Alexander

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Als Warnsignal dienen auf der Schiene drei rote Leuchten vorne und hinten. Sofern die Dachleuchten also nicht die Farbe wechseln können, braucht es jeweils noch eine zusätzliche, rote Leuchte. Zusätzlich braucht man auch noch ein Warnsignal für Bauarbeiten auf einem Bahnübergang oder auf S-Bahn-Gleisen neben einer Straße. In der Regel gibt es dafür ein zusätzliches Bedienpanel für die Beleuchtung, zusätzliche Schalter im Hauptbedienpanel für den Schienenbetrieb oder zusätzliche Schalter im Bereich des Dachs, ähnlich wie bei Einsatzfahrzeugen. Einer der Schalter aktiviert dann Warnblinkanlage oder Seitenmarkierungsleuchten im Schienenbetrieb. Meistens kann man auch alle anderen Funktionen wie Fernlicht oder Nebelschlussleuchte manuell wieder einschalten.
Wo Steht das es 3 Rote als Warnsignal sein Soll Bitte

Ok habe wa gefunden aber das ist nicht in Deutschland
 

Alexander

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Bei modernen Fahrzeugen geht das automatisch: Sobald die Schienenführung abgesenkt und verriegelt wird, sperrt die Software das Signal von Lichtschalter, Bremspedal, Blinkerhebel und Rückfahrscheinwerfer. Dafür sind Dreilichtsignal und Schlusssignal ständig an. Bei älteren Fahrzeugen hat man das einfach mit zwei Stromkreisen gelöst.

In Rückwärtsfahrt wechseln die LED vorne die Farbe oder es gehen zwei rote Zusatzleuchten an. Die Rückleuchten sitzen beim Unimog nach Eisenbahn-Betriebsordnung (EBO) sowieso zu hoch, es gibt daher zwei weiße Zusatzleuchten etwa auf Höhe der Kupplung plus eine dritte Leuchte auf dem Dach.

Die Sonderfälle sind etwas komplizierter:

Bei Baustellen wird das Gleis gesperrt (rotes Signal). Da hier kein Zug unterwegs sein darf und eventuell gar keine Schienen mehr vorhanden sind, kann ein Fahrzeug theoretisch auch völlig unbeleuchtet rumstehen. Bei Arbeiten neben dem Gleis warnt ein blaues Signal vor Bauarbeiten. In dem Fall müssen Baufahrzeuge gut erkennbar sein, können aber auch Straßenbeleuchtung oder eine Rundumleuchte haben.

Auf der Schiene dürfen zusätzliche Leuchten auch während der Fahrt brennen. Aus dem gleichen Grund ist aber eine funktionelle Trennung vorgeschrieben: Das zusätzliche Spitzensignal hinten darf also nicht gleichzeitig ein Arbeitsscheinwerfer sein. Häufig sieht man daher eine ganze Batterie von sechs bis zehn Leuchten auf dem Dach (Arbeitsscheinwerfer vorne, hinten und seitlich sowie ein Spitzensignal vorne und hinten).

Auf dem Weg zu einer Baustelle ist das Rangiersignal vorne zwei weiße Lichter und hinten ein weißes Licht unten rechts. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt dann bei 25 km/h. Fährt ein Fahrzeug gar nicht oder nur vorwärts schneller, kann eine oder beide Signalleuchten auf dem Dach entfallen. Der 2-Wege-Unimog hat allerdings 8 Rückwärtsgänge und schafft vorwärts wie rückwärts bis zu 50 km/h. :)

Als Warnsignal dienen auf der Schiene drei rote Leuchten vorne und hinten. Sofern die Dachleuchten also nicht die Farbe wechseln können, braucht es jeweils noch eine zusätzliche, rote Leuchte. Zusätzlich braucht man auch noch ein Warnsignal für Bauarbeiten auf einem Bahnübergang oder auf S-Bahn-Gleisen neben einer Straße. In der Regel gibt es dafür ein zusätzliches Bedienpanel für die Beleuchtung, zusätzliche Schalter im Hauptbedienpanel für den Schienenbetrieb oder zusätzliche Schalter im Bereich des Dachs, ähnlich wie bei Einsatzfahrzeugen. Einer der Schalter aktiviert dann Warnblinkanlage oder Seitenmarkierungsleuchten im Schienenbetrieb. Meistens kann man auch alle anderen Funktionen wie Fernlicht oder Nebelschlussleuchte manuell wieder einschalten.

Stichwort Einsatzfahrzeuge: 2-Wege-Fahrzeuge benötigen zusätzlich ein extrem lautstarkes, druckluftbetriebenes Makrofon. Das sitzt wie bei der Feuerwehr auf dem Dach, ist aber eher noch etwas größer, dafür aber nur ein einzelnes Signalhorn. Irgendwo sitzt dann auch ein zusätzlicher Druckluftbehälter dafür. Beim Unimog ist das meistens ein großer Kessel auf der Ladefläche, da für bis zu 1.000 Tonnen Anhängelast sowieso zusätzliche Druckluft für die Bremsen benötigt wird. Um den Kessel zu füllen gibt es außerdem einen Kompressor.

Das gleiche Spiel hat man bei der Hydraulik zum Absenken und Anheben der Schienenführung. Dafür braucht es einen weiteren Tank sowie eine Pumpe. Die ist etwa so groß und so schwer wie ein Bierkasten. Die Leistung liegt um die 75 ccm. Das bedeutet, bei 1.000 U/min werden pro Minute 75.000 ccm oder 75 Liter gefördert. Der Druck liegt bei ca. 200 bar.

Nach EBO ist außerdem eine zusätzliche Handpumpe Pflicht. Die liegt so bei 10 bis 20 Litern pro Hub und ist etwa so groß wie ein Sixpack, mit einem langen Handhebel, der demontierbar ist, aber auch irgendwo in einem Werkzeugfach untergebracht werden muss. Eine Fahrradpumpe liegt zum Vergleich bei 1-2 Litern und schafft maximal etwa 10 Bar. Flüssigkeiten lassen sich nicht komprimieren, man benötig bei gleichem Druck also weniger Krafteinsatz, der Druck ist aber konstant. Grob kann man sich vorstellen, dass es etwa zehnmal so anstrengend ist oder hundertmal so lange dauert, wie einen Rennradreifen aufzupumpen. Alternativ geht es heutzutage aber auch mit einem Akkuschrauber und entsprechend kann man das alles auch schick verkleiden, da reicht eine kleine Öffnung in der Verkleidung.

PS: Ich besitze aktuell vier Unimog-Modelle und bei meinem U 406 stört mich, dass der Schneepflug die hübsche Front verdeckt. Außerdem ist bisher keiner RC. Ich möchte also die Anbaugeräten tauschen und dafür vielleicht einen 2-Wege-Unimog bauen, bei dem die Technik noch offen liegt, wenn er aus den 70er oder 80ern stammt. Nur falls sich jemand wundert. ;)
@Bausteinschmiede
So Habe Mal für dich was Rausgesucht ist zwar Kein Unimog aber ne Lok 189 da wo man genau das licht sehen kann welchen Land auch deine 3 Roten Lampen ;)
 

s4scha

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Hast du eigentlich schon mal propiert über eine Weiche von HUWI zu fahren?
Ja, das habe ich schon ausprobiert. Mit der gedruckten Variante funktioniert es tadellos. Ob es auch mit der neuen, gebauten Variante funktioniert, weiß ich noch nicht, da ich sie mangels Studio Datei noch nicht nachbauen konnte.
 

HUWI

Papa Schlumpf
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Bochum
Ja, das habe ich schon ausprobiert. Mit der gedruckten Variante funktioniert es tadellos. Ob es auch mit der neuen, gebauten Variante funktioniert, weiß ich noch nicht, da ich sie mangels Studio Datei noch nicht nachbauen konnte.
Mir fehlen noch die neuen Herzstücke, Peter war im Urlaub.

Wenn das funzt digitalisiere ich die Weiche mit den Änderungen.

Ich muss sie auch noch bauen, hab erst zwei umgebaut.
 
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