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Wie haltet Ihr es mit Affiliate-Links?

Patrick

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Was sind Affiliate-Links? Wie funktionieren sie?

Zahlreiche Webseiten stellen Direktlinks zu Online-Shops oder einzelnen Produkten bereit (häufig, um auf rabattierte Sonderangebote aufmerksam zu machen). Wenn man über diese Links etwas kauft, dann bekommt die Webseite eine Vermittlungsprovision von einigen Prozent des Kaufpreises. Es handelt sich um sogenannte "Affiliate-Links" oder "Affiliate-Programme". Um die Provisionen richtig zuzuordnen, werden kleine temporäre Dateien verwendet, die "Cookies".

Der Betrieb einer Webseite kostet Geld. Viele Betreiber sind froh, wenn über die Affiliate-Links ein bisschen was reinkommt, um die Kosten zu dämpfen (auch "Doctor Brick"). Das finde ich gut und nachvollziehbar! Ich persönlich störe mich aber daran, wenn ich den Eindruck habe, dass "Affiliate" zu einem reinen Geschäftsmodell wird.

Es gibt sogar Webseiten, die Angebote verlinken, die gar keine sind (häufig sogenannte "Couponing-Seiten". Dort wird zum Beispiel großspurig beworben "Kostenloser Versand im Lego-Onlineshop --> Code anzeigen". Wenn man da draufklickt erscheint die Meldung "Kein Code erforderlich, ab 55,- EUR immer versandkostenfrei". In dem Moment wurde der Cookie allerdings schon gesetzt und man wird zum Lego-Onlineshop weitergeleitet. Wenn man dann etwas dort bestellt, verdient der "Vermittler" mit - obwohl er keinerlei echte Leistung erbracht hat).

Intransparenz und Verschleierung

Was mich am meisten an den Affiliate-Links stört, ist deren Intransparenz. Viele Webseiten weisen erfreulicherweise offen darauf hin, dass sie an den Links etwas verdienen. Andere verzichten leider auf diesen Hinweis (oder verstecken ihn irgendwo im "Kleingedruckten", wo ihn keiner liest).

Um die Höhe der Provisionen wird allerdings praktisch überall ein Geheimnis gemacht - und die ist teilweise sehr ordentlich! Amazon bezahlt für "Spielzeug" (also zum Beispiel Lego) 6-7 % Provision (vom Nettopreis). Wenn ein großer Lego-Blog beispielsweise verlinkt, dass der Lamborghini 42115 bei Amazon für 289,- EUR im Angebot ist (statt 399,- EUR), dann verdient er 17,- EUR mit, wenn über den Link bestellt wird - an jedem Lamborghini.

Aber damit nicht genug. Wenn man zusammen mit dem Lamborghini noch andere Lego-Sets bestellt (wohlgemerkt nicht über Direktlinks, sondern durch eigenes Stöbern bei Amazon) dann bekommt der "Vermittler" (der ja dann gar nichts mehr vermittelt hat) auch eine Provision. Das gilt sogar dann, wenn es sich um völlig andere Artikel handelt. Der Lego-Blogger verdient also auch an Kleidung, Büchern, Elektronik und allen anderen Produktgruppen mit (in der Regel allerdings eine geringere Provision, als bei der "ursprünglichen Produktgruppe", also Spielzeug).

Und auch das ist noch nicht alles. Die Affiliate-Cookies sind in der Regel mindestens 24 Stunden aktiv. Wenn man am nächsten Tag also nochmal - völlig unabhängig von dem Link des Vortages - etwas beim selben Online-Shop bestellt, verdient der Affiliate-Partner auch daran. Die meisten Cookies sind aber 30 Tage aktiv, manche können sogar bis zu 90 Tage gültig sein! Im Extremfall verdient also irgendein "Vermittler" eine Provision an dem Hundefutter, das Ihr heute bestellt, bloß weil Ihr vor 12 Wochen mal über einen seiner Links ein Lego-Set bestellt habt!

Beispiele für weitere Affiliate-Provisionen:

Alternate: bis zu 3 %
Galeria: 4 %
Mytoys: 4 bis 8 %
Amazon: bis zu 12 % / Amazon Games sogar 20 %
Thalia: 4 bis 12 %
Disneystore: 6 bis 8 %
Lego-Shop: 5 %
...

Konkurrenz zu Cashback-Programmen

Es gibt zahlreiche sogenannter "Cashback-Programme", wo man einen Teil des Kaufpreises wieder erstattet bekommt (zum Beispiel Payback, Shoop, iGraal, Getmore, usw.). Die funktionieren exakt nach dem Affiliate-Prinzip - mit dem Unterschied, dass der Anbieter nicht die gesamte Provision einstreicht, sondern ein Teil davon zum Käufer zurückfließt.
Aber die Online-Shops bezahlen natürlich nur 1 x Provision - entweder für Affiliate oder für Cashback. Beides zusammen funktioniert nicht. Somit kann ein Klick auf Affiliate-Links verhindern, dass Ihr Euer Cashback gutgeschrieben bekommt.

Wer kein Affiliate-Programm hat, findet nicht statt

Viele Blogs und Angebots-Webseiten vermitteln den Eindruck, völlig unabhängig alle einschlägigen Angebote zu posten. Tatsächlich unterschlagen sie aber auch viele! Ein Beispiel für uns Lego-Fans ist "Smyth's Toys". Die haben kein Affiliate-Programm und bezahlen keine Provisionen - und deshalb werden Sonderangebote von Smyth's auf den einschlägigen Webseiten nicht veröffentlicht! In etwa so, wie bei einem "unabhängigen" Versicherungsmakler, der an keine Versicherung gebunden ist, aber dann bloß diejenigen vermittelt, wo er eine ordentliche Provision bekommt.

Wie halte ich es persönlich mit Affiliate-Links?

Ich bin nicht generell gegen Affiliate-Links - aber ich will gerne wissen, wer an meinen Einkäufen was mitverdient. Ich würde mir wünschen, dass bei Online-Bestellungen ein verpflichtender Hinweis in der Art erscheint: "Wenn Sie auf 'Kaufen' klicken, erhält yxz.de eine Vermittlungsprovision in Höhe von 11,67 EUR".

Ich habe meinen Browser am Computer und am Handy (nicht nur aus diesem Grund) so eingestellt, dass alle Cookies am Ende jeder Sitzung gelöscht werden.

Klar, diese reinen "Couponing-/Weiterleitungsseiten", die ohne Gegenleistung bloß Provisionen abgreifen, nutze ich ohnehin gar nicht (und wenn ich doch mal aus Neugierde auf einen Link klicke, dann lösche ich gezielt die Cookies, damit die nicht mitkassieren).

Und ich will ganz ehrlich sein: Wenn ein Online-Shop Cashback anbietet, dann nutze ich das in der Regel für mich (ich nutze "Shoop"). Da ist mir Hemd näher als Hose. In Sachen Lego sind das meistens der Lego-Onlineshop (2 % Cashback über Shoop, an Aktionstagen auch mal 6 %) und Mytoys (4 % Cashback), aber auch mal andere.

Wenn ein Shop kein Cashback anbietet (z. B. Amazon, Alternate, Galeria, und viele mehr), dann wäge ich ganz bewusst ab. Mir ist klar, dass hinter vielen Angebots-Links auch eine Menge Arbeit steckt! Und wenn man die einschlägigen Lego-Blogs nimmt (z. B. Stonewars oder die hiesige Partnerseite Promobricks), dann bieten diese ja nicht bloß Angebots-Links, sondern auch jede Menge sonstige interessante und redaktionell aufbereitete Inhalte! Das weiß ich zu schätzen und unterstütze es auch gerne gelegentlich.

Eine reine Angebots-Webseite (z. B. Brickmerge oder Brick-Tracker) bietet hingegen keine redaktionellen Inhalte, sondern ausschließlich Affiliate-Links. Dennoch habe ich von deren Mühe schon das eine oder andere Mal durch einen Rabatt profitiert, also nutze ich auch dort gelegentlich ganz bewusst einen Affiliate-Link.

In beiden Fällen tue ich das aber auch ganz bewusst nicht jedes Mal. Klar könnte man sagen: Die Provision tut mir ja nicht weh, ich bezahle dadurch nicht mehr. Aber wie zuvor gesagt: Wenn das Ganze zum Geschäftsmodell wird, wird es mir unsympathisch. Deshalb möchte ich das zumindest für mich persönlich ein bisschen dosieren.
Außerdem habe ich häufig den Eindruck, dass hinter so manchem geposteten Angebot eben doch gar keine große Recherche und Mühe steckt, sondern eher, dass einserseits "einer vom anderen abschreibt" (und so versucht, auch ein Stück vom Kuchen abzukriegen, den andere gebacken haben) und andererseits - nach anfänglicher Mühe - irgendwann "der Bot" die ganze Arbeit macht (auch wenn der sicherlich Pflege braucht!).

Und was ist mit "Doctor Brick"?

So wie im Jubiläums-Thread bereits geschrieben, weiß ich Doctor Brick sehr zu schätzen! Ich bin regelmäßig hier und würde das Forum gerne auch finanziell unterstützen. Der einzige Affiliate-Partner ist allerdings der Lego-Store. Und wie zuvor angemerkt, habe ich dort bislang lieber das Cashback über Shoop selber mitgenommen. Übrigens ganz ohne böse Absicht, sondern aus Gewohnheit. Und letztendlich war genau der Umstand, dass mir das dieser Tage bewusst wurde der Anlass, diesen umfangreichen Beitrag zu schreiben. Ich gelobe jedenfalls, dass ich meine nächste Bestellung bei Lego über den Affiliate-Link von DB durchführen werde! Wenn Ihr jedoch eine Alternative bei einem anderen Shop anbieten würdet, der dem Endkunden ohnehin kein Cashback auszahlt, dann würde ich das sogar noch regelmäßiger tun.
 
Zuletzt bearbeitet:

Carrera124

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Ich hab die noch nie benutzt, weil ich schlicht vergesse, dass dieses Affiliate-System überhaupt existiert.

Mir ist auch nicht klar, wie das in der Praxis funktioniert.
Angenommen, ich klicke hier bei DB auf den Affiliate-Link, derzeit zeigt das Bild den 10497 Raumgleiter.
Danach lande ich auf der Startseite des Lego-Shops.
Anschließend suche ich hin und her, lege was in den Warenkorb, nehme wieder was raus etc.
Zwischenzeitlich mache ich vielleicht noch 3 weitere Browser-Tabs auf, schon sind 30 Minuten vergangen bis ich zur Bestellung im Legoshop zurückkehre und diese abschließe.
Wie lange gilt diese Affiliate-Verknüpfung? Solange bis der Browser bzw. die Session geschlossen wird?
 

Gimmick

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Wenn es Affiliate-Links sind, die sich anbieten, von Seiten, die ich auch regelmäßig nutze (gibt Foren, da bin ich schon ~20 Jahre unterwegs ;)), dann nehme ich die auch mal - wenn ich dran denke.
Schadet mir ja nicht und von irgendwas müssen die Leute ja auch leben.

@Carrera124
Das wird unterschiedlich sein, denke auch, dass bis zum verlassen der Domain oder schließen der Session wohl üblich sein wird. Was man nebenher noch macht, ist für das Tracking/cookie egal. Heißt aber auch, dass das nicht geht, wenn man sowieso alles blockt :D.

Ob auch spätere Einkäufe auf den Affilitate-Partner geschoben werden müsste eigentlich davon abhängen wie man zu der Shop-Seite gelangt, den Affiliate-Link als normalen Zugang speichern, müsste auch gehen, die Links auf den Seiten sind ja auch statisch. Heißt aber auch, dass der Link-Vorschlag im Browser, der ja auf der Chronik basiert, ebenfalls der Affiliate-Link sein kann ;).
 

5zu6

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Wenn es Affiliate-Links sind, die sich anbieten, von Seiten, die ich auch regelmäßig nutze (gibt Foren, da bin ich schon ~20 Jahre unterwegs ;)), dann nehme ich die auch mal - wenn ich dran denke.
Schadet mir ja nicht und von irgendwas müssen die Leute ja auch leben.
So halte ich es auch. Auf Seiten die ich gerne aufsuche nutze ich die Affiliate-Links wenn ich ohnehin etwas kaufen möchte.
Wer kein Affiliate-Programm hat, findet nicht statt

Viele Blogs und Angebots-Webseiten vermitteln den Eindruck, völlig unabhängig alle einschlägigen Angebote zu posten. Tatsächlich unterschlagen sie aber auch viele! Ein Beispiel für uns Lego-Fans ist "Smyth's Toys". Die haben kein Affiliate-Programm und bezahlen keine Provisionen - und deshalb werden Sonderangebote von Smyth's auf den einschlägigen Webseiten nicht veröffentlicht!
Da bin ich mir nicht sicher. Ursache wird eher sein, dass die Angebote, da es keine API (Entwicklerschnittstelle) für Preissuchmaschinen gibt, nur durch Zufall, Newsletter oder Mundpropaganda gefunden werden.

Ich vermute, dass Smyth gemerkt hat, dass die Kundschaft die über Preissuchmaschinen in den Shop kommt zu einem relativ großen Teil eben nur gezeielt die Sonderangebote kauft und sich nicht zu weiteren Käufen animieren lässt. Eine solche Kundschaft bringt eben nur über eine ganz große Masse Profit. Smyth scheint in ruhigeren Fahrwassern angelangt zu sein, als es der Vorgänger TRU war. Insofern scheint dieser Schritt nicht verkehrt gewesen zu sein. Auch wenn ich alsgezielter Schnäppchenjäger seither weder auf der Smyth Website, noch in einem Ladengeschäft war. Anders als zuvor.
 

Briqui

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Als alter Geist kaufe ich das (vermeintlich) Erforderliche ganz altmodisch im stationären Handel, nur in Ausnahmefällen über die Ferne – sei es nun online oder per Katalog – oder eben auch gar nicht, so daß mir jegliche Monetarisierungskonstrukte herzlich gleichgültig sind.
 

schamallahund

Dorfkind
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Und das ärgert mich persönlich so an Tante/Onkel Google
Man möchte etwas über ein Teil erfahren … und schon steht da ganz oben z.Bspl.
Suche „Wie funktioniert YXZ und schon erscheint XYZ … kaufen
Geht man dann mal auf einen Link wo es sein könnte das dies erklärt wird ist in den
Zwischenspaltenen eine Tabelle aufgeführt mir Anbietern wie Amazon eBay und diversen Verkäufern
Das ist auch so etwas was mich unheimlich nervt :mad:

Hans der sich jetzt hinsetzt und sich über die eben eingetroffene Strom/Gas Abschlussrechnung
und die angekündigte doppelte Abschlagzahlungen ärgert :devil:
 

Baumel83

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Die Affiliate-Cookies sind in der Regel mindestens 24 Stunden aktiv.
Da stimmt zumindest bei Amazon nicht: Sobald ein Besucher ein Produkt bestellt hat, gibt es auch kein Entgelt mehr für weitere Bestellungen, das kann also schon nach ein oder zwei Minuten der Fall sein! Ebenso wird der Zähler auf Null gesetzt, wenn auf eine andere Anzeige geklickt wird, hier z.B. auf „Basierend auf Ihren letzten Aufrufen“:

amzafl.png

Es gibt zwar auch ein Entgelt, wenn man ein oder mehrere Produkte innerhalb von 24 Stunden in den Warenkorb legt, und diese bis zu 30 Tage später bestellt, aber das dürfte wohl eher theoretisch sein, da man kaum so lange stöbern kann, ohne irgendwo über eine Anzeige zu stolpern. Selbst wenn, gibt es eben nur Entgelt für die Produkte, die schon im Warenkorb waren, und nicht für diejenigen, die nach 24 h neu dazugekommen sind. Der Seitenbetreiber kommt man also nicht mehr Geld

Umgekehrt ist es eher relevant, also wenn jemand z.B. den Lamborghini schon 24 h im Warenkorb hatte, und erst zum Prime Day über einen Link mit großem Rabatt kauft, bekommt der Betreiber keinen Cent. Und wenn man eine Angebotsseite nutzt, nacheinander auf mehrere Links klickt, und so mehrere Sets in den Warenkorb legt, dann gibt es Entgelt nur für das letzte davon. Logischerweise wird man mit dem teuersten Set anfangen, wenn man also auf die Art z.B. den Lamborghini, das Imperial Shuttle und den Speed Champion bestellt, dann wären es bei fast 400 € Umsatz gerademal 0,90 € oder 0,002 % Provision. Könnte aber schlimmer sein, denn überlegt man es sich anders, und entfernt den Speed Champion wieder, weil der Rabatt zwar groß ist, aber man das Set nicht wirklich braucht, dann sind es 0,00 €.

Zu erwähnen wäre auch noch, dass das Entgelt bis 2015 auf 10 € gedeckelt war, und es nur 5% auf Spielzeug gab, bedeutet bei 400 € hätte man nur 2,5 % € erhalten. Heute wären es 6 % oder 24 €, dafür bekommt man eben bei vier Artikel für je 100 € häufig nur 6 € oder gar nichts.

Die Seite, von der ich die Infos habe, hat übrigens durchschnittlich etwa 200.000 Besucher im Monat. Über Amazon-Links gab es im Schnitt ca. 600 € Provision oder 5% bei 12.000 € Umsatz bzw. etwas über 2 € pro Produkt oder je 800 Besucher bei 300 Produkten insgesamt. Heißt für 20.000 € Umsatz und die etwas höhere Provision von 7 % auf Spielzeug bräuchte man etwa 30.000 Besucher im Monat. Von Amazon kann man dann mit etwa 80 € rechnen und darauf würde dann beim mehr als 800 € Gewinn im Jahr auch noch Steuer fällig.

Dass die Zahlen eher niedrig sind, könnte daran liegen, dass Besucher nicht unbedingt verschiedene Personen sein müssen, und eben nicht jede Bestellung auch Einnahmen generiert. AFOLs sind meistens auch gut informiert und besitzen viele Sets bereits, also dürfte es weniger zu Spontankäufen kommen. Und wenn sich jemand tatsächlich durch einen hohen Rabatt anlocken lässt, wird er natürlich erst recht vergleichen, ob es das Set nicht woanders noch günstiger gibt. Ich kann natürlich auch nicht ausschließen, dass der Seitenbetreiber bewusst falsche Angaben gemacht hat, um mehr Unterstützung bei seinem „Hobby“ zu erfahren, obwohl er damit tatsächlich viel mehr verdient, als er zugibt. Lohnen dürfte es sich aber so oder so, da er nur die Einnahmen von Amazon veröffentlich hat, aber auch Links zu anderen Shops z.B. von Lego oder Galeria hat plus Werbung z.B. von Google oder Ebay.

Fazit:

1. Viele von uns würden wohl gerne mit Lego und ohne viel Arbeit jede Menge Geld verdienen, aber so einfach ist das auch mit Affiliate-Links nicht.

2. Entsprechend ist mir relativ egal, wen ich damit unterstütze: Bei hobbymäßig betriebenen Seiten helfen ein paar Euro auch nicht viel weiter und bei großen Seiten bezahl man so für die professionellere Qualität, ohne die es ja auch nicht hunderttausende Aufrufe geben würde.

3. Das würde eventuell anders aussehen, wenn die Links nicht zu Amazon oder Lego führen würden, sondern zu einem stationären Laden mit einem kleinen Online-Shop, der gerade so über die Runden kommt.

Ich meine aber auch, dass dann bei Werbung z.B. hier im Forum und entsprechend mehr Kunden, diese was davon haben sollten. Finanziell kann man das z.B. mit einem 5 € Gutschein kaum attraktiv gestalten, aber eine exklusiv bedruckte Minifigur oder Tasse könnte für den einen oder anderen interessant sein.
 

Patrick

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Da stimmt zumindest bei Amazon nicht [...]
[...]
Die Seite, von der ich die Infos habe [...]
Vielen Dank für die Infos!
Wenn das alles so stimmt, dann wäre "Affiliate" ein viel weniger umfangreiches "Geschäft", als ich angenommen hatte.

Im Fall des größten deutschen Lego-Blogs "Stonewars" ist es meines Wissens so, dass mindestens der Seitenbetreiber - aber soweit ich weiß sogar mehrere Beteiligte* - inzwischen hauptberuflich von den Affiliate-Einnahmen leben (dafür bieten sie auch die meiner Meinung nach beste inhaltliche Qualität der redaktionellen Beiträge - es sei ihnen also gegönnt!).

Magst Du uns verraten, welche Seite das ist, von der Du die Infos hast?


*ich glaube, wer regelmäßig in deren Podcast reinhört, kann hierzu mehr sagen. Vor einigen Jahren habe ich das getan, aber inzwischen höre ich ihn nicht mehr - zu wenig Zeit, zu viele andere Podcasts, die mir wichtiger sind :)
 

Baumel83

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Im Fall des größten deutschen Lego-Blogs "Stonewars" ist es meines Wissens so, dass mindestens der Seitenbetreiber - aber soweit ich weiß sogar mehrere Beteiligte* - inzwischen hauptberuflich von den Affiliate-Einnahmen leben
Stonewars hat schätzungsweise sogar nur 50.000 Besucher im Monat. Da zählen Smartphones allerdings nicht mit, es können also auch doppelt so viele sein. Bei Facebook, Twitter oder Instagramm gibt es ebenfalls Seiten mit mehr Followern wie z.B. Promobricks oder Zusammengebaut, bei im Mittel jeweils 10 Beiträgen im Monat und 3.000 Lesern käme man aber ebenfalls auf 100.000 oder in Summe dann 200.000 Besucher.

Dazu kommt dann noch der Podcast bei Youtube, iTunes oder Spotify. 171 Folgen auf drei verschiedenen Plattformen bei jeweils 400 Zuhörern wären auch 200.000, allerdings in etwas über drei Jahren. Das ist also zu vernachlässigen, es gibt allerdings ein paar Euro extra durch dort geschaltete Werbung.

Stonewars hat aber auch wesentlich mehr Händler als Partner, und zwar in Summe 18 Stück plus Lego-Shop in zehn und Amazon in fünf weiteren Ländern. Wenn es da jeweils 600 € gibt, wären das in Summe schon knapp 20.000 € im Monat, davon könnten dann zwei oder drei Leute abzüglich Steuern und Kosten vielleicht einigermaßen gut leben.

Es ist aber einfach durch die schiere Menge der Partner anzunehmen, dass einige mehr Entgelt zahlen. Nehmen wir nochmal das Beispiel Lamborghini/ Imperial Shuttle/Speed Champion für 400 € und gehen davon aus, dass es irgendwo 10 % Provision gibt, auch wenn der Besucher zwischendurch noch andere Dinge gemacht hat, dann sind es halt mal eben 40 € statt 0,90 €. Und wenn es die Sets irgendwo mit weniger Rabatt gibt als bei Amazon, erhält man vielleicht sogar 45 oder 50 €. Und auch wenn es nur 3 % gibt, wären es immerhin noch 12 - 15 €. Das ist natürlich ein Extrembeispiel und nicht die Regel, wenn man aber bei vier oder fünf Partnern die doppelten oder dreifachen Einnahmen annimmt, könnten es so auch 25.000 oder 30.000 € sein.

Außerdem findet man aber auch direkt auf der Startseite gleich mehrere bebilderte Angebote und wie gesagt gibt es häufig 0,00 €, wenn man einen Besucher einfach nur zu Amazon schickt, und dieser dort auf eigene Faust weiter stöbert. Sieht man aber direkt ein neues Set wie z.B. den 75574 Toruk Makto mit 20%, dann wird das vielleicht eher direkt gekauft, und 13 € fließen an den Seitenbetreiber, was dann in Summe auch schnell fünf- oder zehntausend Euro ausmachen könnte.

Wie du gesagt hast kommt man ohne gute Inhalte aber auch nicht auf diese Zahlen, und man darf auch nicht vergessen, dass die Händler immer weniger Entgelt zahlen, je mehr solcher Seiten aus dem Boden schießen. Wenn man jetzt eine Seite neu aufbaut, dann rechnet sich das wahrscheinlich schon nicht mehr, bis man in fünf Jahren vielleicht mal größere Besucherzahlen erreicht.

Siehe z.B. Youtube, im Gegensatz zu früher gibt es dort unter 1.000 Abonnenten keinen Cent mehr für Werbung. Außerdem braucht der Kanal 4.000 Stunden oder 240.000 Minuten Wiedergabezeit, d.h. jeder dieser 1.000 Abonnenten müsste zwei Videos im Monat mit 10 Minuten Laufzeit ansehen. In Summe hätte man dann 24.000 Aufrufe oder Einnahmen von etwa 24 € oder 1 € pro Video, wobei es im Bereich Spielzeug eher weniger oder auch mal gar nichts gibt, wenn man z.B. ein Set wie einen Panzer reviewt oder ein böses Wort fallen lässt.
 

Patrick

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... Wenn man jetzt eine Seite neu aufbaut, dann rechnet sich das wahrscheinlich schon nicht mehr, bis man in fünf Jahren vielleicht mal größere Besucherzahlen erreicht.
Nur falls das missverstanden worden sein sollte: Ich persönlich habe keinerlei Ansinnen, selber Affiliate-Links anzubieten und damit Geld zu verdienen! Ich möchte nur gerne wissen, welche Dritten wie viel mitverdienen, wenn ich selber über einen solchen Link etwas bestelle.

... Die Seite, von der ich die Infos habe ...

Wärst Du so nett, diese Quelle noch nachzureichen? Ich habe ehrlich gesagt meine Zweifel an deren Angaben, und würde dort gerne mal selber nachlesen um die Glaubwürdigkeit / Quellenlage einzuschätzen.
 

RR76

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Wärst Du so nett, diese Quelle noch nachzureichen? Ich habe ehrlich gesagt meine Zweifel an deren Angaben, und würde dort gerne mal selber nachlesen um die Glaubwürdigkeit / Quellenlage einzuschätzen.
Gute Idee.
Deine Quelle für mindestens 24 Stunden und 30 bzw 90 Tage würde mich auch interessieren.
 

gatewalker

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Stonewars hat schätzungsweise sogar nur 50.000 Besucher im Monat. Da zählen Smartphones allerdings nicht mit, es können also auch doppelt so viele sein. Bei Facebook, Twitter oder Instagramm gibt es ebenfalls Seiten mit mehr Followern wie z.B. Promobricks oder Zusammengebaut, bei im Mittel jeweils 10 Beiträgen im Monat und 3.000 Lesern käme man aber ebenfalls auf 100.000 oder in Summe dann 200.000 Besucher.

Dazu kommt dann noch der Podcast bei Youtube, iTunes oder Spotify. 171 Folgen auf drei verschiedenen Plattformen bei jeweils 400 Zuhörern wären auch 200.000, allerdings in etwas über drei Jahren. Das ist also zu vernachlässigen, es gibt allerdings ein paar Euro extra durch dort geschaltete Werbung.

Stonewars hat aber auch wesentlich mehr Händler als Partner, und zwar in Summe 18 Stück plus Lego-Shop in zehn und Amazon in fünf weiteren Ländern. Wenn es da jeweils 600 € gibt, wären das in Summe schon knapp 20.000 € im Monat, davon könnten dann zwei oder drei Leute abzüglich Steuern und Kosten vielleicht einigermaßen gut leben.

Es ist aber einfach durch die schiere Menge der Partner anzunehmen, dass einige mehr Entgelt zahlen. Nehmen wir nochmal das Beispiel Lamborghini/ Imperial Shuttle/Speed Champion für 400 € und gehen davon aus, dass es irgendwo 10 % Provision gibt, auch wenn der Besucher zwischendurch noch andere Dinge gemacht hat, dann sind es halt mal eben 40 € statt 0,90 €. Und wenn es die Sets irgendwo mit weniger Rabatt gibt als bei Amazon, erhält man vielleicht sogar 45 oder 50 €. Und auch wenn es nur 3 % gibt, wären es immerhin noch 12 - 15 €. Das ist natürlich ein Extrembeispiel und nicht die Regel, wenn man aber bei vier oder fünf Partnern die doppelten oder dreifachen Einnahmen annimmt, könnten es so auch 25.000 oder 30.000 € sein.

Außerdem findet man aber auch direkt auf der Startseite gleich mehrere bebilderte Angebote und wie gesagt gibt es häufig 0,00 €, wenn man einen Besucher einfach nur zu Amazon schickt, und dieser dort auf eigene Faust weiter stöbert. Sieht man aber direkt ein neues Set wie z.B. den 75574 Toruk Makto mit 20%, dann wird das vielleicht eher direkt gekauft, und 13 € fließen an den Seitenbetreiber, was dann in Summe auch schnell fünf- oder zehntausend Euro ausmachen könnte.

Wie du gesagt hast kommt man ohne gute Inhalte aber auch nicht auf diese Zahlen, und man darf auch nicht vergessen, dass die Händler immer weniger Entgelt zahlen, je mehr solcher Seiten aus dem Boden schießen. Wenn man jetzt eine Seite neu aufbaut, dann rechnet sich das wahrscheinlich schon nicht mehr, bis man in fünf Jahren vielleicht mal größere Besucherzahlen erreicht.

Siehe z.B. Youtube, im Gegensatz zu früher gibt es dort unter 1.000 Abonnenten keinen Cent mehr für Werbung. Außerdem braucht der Kanal 4.000 Stunden oder 240.000 Minuten Wiedergabezeit, d.h. jeder dieser 1.000 Abonnenten müsste zwei Videos im Monat mit 10 Minuten Laufzeit ansehen. In Summe hätte man dann 24.000 Aufrufe oder Einnahmen von etwa 24 € oder 1 € pro Video, wobei es im Bereich Spielzeug eher weniger oder auch mal gar nichts gibt, wenn man z.B. ein Set wie einen Panzer reviewt oder ein böses Wort fallen lässt.
Ich kann mir noch immer vorstellen daß man damit viel verdienen kann weil ich selbst keine der links aktiv nutze.
In deinen Beträgen sprichst du immer nur von Schätzungen und Theorien die mir alle etwas hochgegriffen wirken. Hast du da Quellenangaben zu "harten" Fakten?
 

grawuli

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Ich habe bisher solche Links gemieden wie der Teufel das Weihwasser, denn es geht den Verkäufer nichts an, auf welchen Seiten ich mich bewege.

Und den Satz "Ihr müsst deshalb nicht mehr bezahlen" sehe ich jetzt auch etwas kritischer. Wessen Geld wird den aufgeteilt > Das der Käufer.

@Baumel83 > Quellenangabe wäre nicht schlecht
 

Patrick

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Gute Idee.
Deine Quelle für mindestens 24 Stunden und 30 bzw 90 Tage würde mich auch interessieren.

Ganz auf die Schnelle:

--> Allgemein <-- zum Thema Cookies.

--> Hier <-- ist zum Beispiel noch eine Anleitung, wie man die Gültigkeit der Cookies von 24 Stunden auf 90 Tage verlängern kann. Für mich ist das zwar bloß unverständliches Fachchinesisch, aber ich denke mein Punkt wird klar.

(Das sind übrigens beides Google-Treffer von Seite 1. Für die Behauptungen von @Baumel83 konnte ich aber auch nach längerer Online-Recherche keinen Beleg finden - deshalb habe ich wiederholt nach der Quelle gefragt).
 

RR76

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--> Hier <-- ist zum Beispiel noch eine Anleitung, wie man die Gültigkeit der Cookies von 24 Stunden auf 90 Tage verlängern kann. Für mich ist das zwar bloß unverständliches Fachchinesisch, aber ich denke mein Punkt wird klar.
Darin ist ganz klar beschrieben dass das kein normaler Affiliate Link mehr ist und dass der Nutzer das auch sofort erkennt und aktiv bestätigen muss.
 

Patrick

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Darin ist ganz klar beschrieben dass das kein normaler Affiliate Link mehr ist und dass der Nutzer das auch sofort erkennt und aktiv bestätigen muss.
Wie gesagt: Diese spezielle Anleitung ist für mich Fachchinesisch. Aber das ändert alles nichts an der generellen Fragestellung. Die grundsätzliche Wirkungsweise von Affiliate-Cookies ist hinreichend belegt. Oder stellst Du die 24 Stunden / 30 Tage auch in Frage? Oder worauf willst Du hinaus?

Für mich persönlich steht im Mittelpunkt, dass ich a) wissen will, wer wie viel an meinen Einkäufen mitverdient. Ob er b) dafür tatsächlich eine nennenswerte Leistung erbracht hat und ich c) von ihm vorab und transparent darauf hingewiesen wurde.

Versteh mich nicht falsch, aber Du hast bisher nichts zu dieser Diskussion beigetragen. Du wolltest Belege, ich habe sie geliefert. Wenn Deine Einwände mehr sind, als das Bellen eines getroffenen Hundes, dann lass uns gerne Deine Meinung wissen - vielleicht geben wir @Baumel83 aber noch die Chance, seine Quellenangabe auch nachzuliefern.

Meine eigene Recherche hat bzgl. Baumels Einwänden noch eine Kleinigkeit ergeben: Wenn ein Käufer von einem Affiliate-Link zum Beispiel zu Amazon geführt wird und dann dort auf eine "Produktempfehlung" klickt, geht der ursprüngliche Vermittler unter Umständen tatsächlich leer aus. Das liegt aber schlicht und einfach daran, dass es sich bei den (gesponsorten) Produktempfehlungen um nichts anderes handelt, als - Trommelwirbel - wiederum Affiliate-Links, die einen eigenen, neuen Provisionsanspruch generieren! Der Händler bezahlt natürlich (so wie von mir ganz oben bereits im Zusammenhang mit Cashback beschrieben) nur 1 x Provision. Technisch ist es offenbar so geregelt, dass der "letzte Klick" die Affiliate-Provision bekommt. Dass daraus große Konkurrenz und ein "Hauen und Stechen" resultiert, ist klar. Aber das spricht meiner Meinung nach eher dafür, dass sich das Ganze wirklich im großen Stil lohnt / lohnen kann. Und spätestens dann sind wir wieder beim Thema Transparenz - und mehr als Transparenz möchte ich gar nicht. Denn ich will keinesfalls, dass jemand an meinen Einkäufen mitverdient, der dafür keine Gegenleistung erbracht hat, sondern bloß die Provision abgreift, weil er es irgendwie schafft, sich zwischen mich und meine Einkäufe zu schalten, die ich auch ohne ihn getätigt hätte.
 

RR76

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Oder worauf willst Du hinaus?
Darauf dass Du wilde Behauptungen aufstellst und jemanden, der offensichtlich etwas fundierter antwortet als Lügner hinstellst

er b) dafür tatsächlich eine nennenswerte Leistung erbracht hat
Wenn er es geschafft hat dass Du den Link anklickst hat er das offensichtlich

Du wolltest Belege, ich habe sie geliefert.
Nein, nicht für die Vorwürfe, die Du erhebst

Wenn Deine Einwände mehr sind, als das Bellen eines getroffenen Hundes
Ja, unsachlich werden passt ins Schema...

keine Gegenleistung
Offensichtlich hat er Dir etwas präsentiert, das Dich so in den Bann gezogen hat dass Du den Link anklickst.
Früher war es Werbung in Zeitschriften, heute sind es Affiliate Links.
Alles muss immer besser werden, darf nichts kosten und Werbung ist auch böse... Schonmal darüber nachgedacht, was alles nicht da wäre wenn die Leute nicht dran verdienen würden?
 
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