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Schlanke Android-Steuerung für Mould King, PU & Circuit Cubes

Anna

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@graefemeister: Tolle Neuigkeiten. :D
Ich sitze noch bei der Arbeit. Sobald ich zu Hause bin, teste ich die neue Version mit allen unterschiedlichen Hub Modellen, die ich dafür bislang zu Hause habe.
Die Rückmeldung dazu erfolgt auf jeden Fall noch heute. Ich bin selbst schon unglaublich gespannt, was sich nachher bewegt...
 

Anna

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So, die Tests sind durch.

- Mould King Nachbau von QIQIAZI: verbindet sich und läuft (leider viel zu schnell)

- QIQIAZI Motor inkl. Hub und Akku: verbindet sich und läuft (leider auch viel zu schnell)

- Mould King 4.0 (Broadcast): läuft nur bedingt (und leider auch viel zu schnell)
Der Mould King Hub (Box in zwei unterschiedlichen Grautönen) wird zwar nach einem "Verbinden" angesteuert. Aber ab und zu verliert er dann die Verbindung oder nimmt Geschwindigkeitsänderungen nicht mehr an. Das passiert sporadisch, kommt aber hin und wieder vor.

Was mich generell bei den originalen Mould King Hubs und deren Nachbauten (z.B. von QIQIAZI9 stört: Die Motoren drehen grundsätzlich viel zu hoch - egal, ob mit NoppenExpress oder mit deren eigener Fernbedienung, Als ob die Geschwindigkeit schon auf unterster Stufe direkt auf 40 bis 50 % Motorleistung regelt. Kein sanftes Anfahren, wie ich es bei Lego Hubs oder Eigenbauten mit ESPs kenne. Ist das ein generelles Problem bei Mould King und deren Nachbauten? Das wäre ja wirklich enttäuschend. Auch über die minimalen Speed-Voreinstellungen im Noppenexpress lässt sich das nicht ausgleichen. Wenn der Motor bei einem der drei Hubs anfährt, dann immer direkt mit einer viel zu hohen Minimalgeschwindigkeit.

Der MK 4.0 Hub, den ich getestet habe, stammt aus dem 12012S Set. Ich kann es gerne noch mit einem weiteren versuchen, befürchte aber, dass Mould King die Motoren schon auf unterster Stufe sehr hoch ansteuert. Dann wäre MK keinesfalls eine Hub-Option für mich.
 

graefemeister

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Hallo Anna,
danke fürs Testen! Das Ergebnis ist zwar ernüchternd, deckt sich aber mit meinen Erfahrungen: Die grauen Boxen und die QIQIAZI-Teile sind leider ziemlich grob gestrickt. Da ist kein sanftes Anfahren möglich, weil die Hardware gefühlt erst bei „halber Kraft“ überhaupt reagiert – egal ob via Broadcast oder GATT. Das liegt vermutlich schlicht an den billigen PWM-Treibern auf den Platinen.
Lego-Hubs oder auch Circuit Cubes sind da natürlich um Welten besser, kosten aber eben auch ein Vielfaches. Falls du mal preiswerte, aber stabilere Hubs suchst: Ich habe mittlerweile sieben von den weißen Mould King H4.0 Hubs im Einsatz. Die lassen sich im Vergleich butterweich regeln und sind für mich aktuell der beste Kompromiss.
Wegen der sporadischen Aussetzer beim Broadcast: Ich werde im Code mal mit verschiedenen Delays experimentieren. Vielleicht finde ich ein Timing, mit dem die Hubs weniger Befehle „verschlucken“, ohne dass der Nutzer selbst basteln muss.

Beste Grüße,
graefemeister
 

Anna

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Vielleicht finde ich ein Timing, mit dem die Hubs weniger Befehle „verschlucken“, ohne dass der Nutzer selbst basteln muss.
Danke für die Mühe, ich freue mich natürlich über jede Verbesserung.

Ich habe mittlerweile sieben von den weißen Mould King H4.0 Hubs im Einsatz.
Guter Tipp. Ich habe von diesen Hubs gerade einen bestellt. Sobald das Paket ankommt, teste ich neu. Dann auch mit verschiedenen Loks und Waggons als Last. Rückmeldung kommt.

Mich wundert aktuell noch, dass der 88009 Lego Hub mit Pybricks FW nicht korrekt verbunden wird. Die Koppelung zwischen Pybricks Hub und der Lego Remote 88010 funktioniert ja ohne Probleme, obwohl die Lego Remote selbst ja die normale Firmware behält. Ich hätte daher vermutet, dass der Handshake bzw. die Kopplung mit Bluetooth ähnlich läuft wie mit der Original Hub FW.
Weiß darüber jemand etwas genaues?
Pybricks verwendet eine höhere Frequenz für das PWM zum Motor. Da ist das 1 kHz Pfeifen dann nicht vorhanden, was ja sonst wirklich sehr nervt. Deswegen wäre das eine schöne Alternative für die Lego Hubs.
 

Lok24

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Ich hätte daher vermutet, dass der Handshake bzw. die Kopplung mit Bluetooth ähnlich läuft wie mit der Original Hub FW.
Ohne es genau zu wissen:
Da findet kein BT-Pairing statt, die Remote ist für Pybricks nur ein IO-Device, kein Hub.
 

graefemeister

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Ohne es genau zu wissen:
Da findet kein BT-Pairing statt, die Remote ist für Pybricks nur ein IO-Device, kein Hub.
Das ist der Clou bei Pybricks: Die Fernbedienung verbindet sich nicht, weil der Hub "wie Lego" aussieht, sondern weil du auf dem Hub ein Python-Skript ausführst, das aktiv nach der Fernbedienung sucht. Pybricks emuliert hier quasi den Gegenpart für die Fernbedienung. Die Fernbedienung selbst "denkt" einfach, sie spricht mit einem kompatiblen Gerät.

Damit der NoppenExpress mit einem Pybricks-Hub funktioniert, müsste ich das Pybricks-Kommunikationsprotokoll implementieren, um Steuerbefehle an das laufende Skript auf dem Hub zu schicken.

Grundsätzlich ist das sicher möglich, aber mit viel Aufwand verbunden (v.a. weil ich keinen Hub mit Pybricks habe um es dann zu testen)
 

Anna

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Sicher? Ich dachte, im Grunde wäre die Remote auch eine Art Hub mit entsprechender Logik intern.
Ich dachte, dass hätte ich mal irgendwo aufgeschnappt, kann mich aber natürlich auch irren.
 

Anna

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Grundsätzlich ist das sicher möglich, aber mit viel Aufwand verbunden (v.a. weil ich keinen Hub mit Pybricks habe um es dann zu testen)
Mach Dir keinen Stress damit. Es gibt bestimmt wichtigeres im Leben, als Pybricks auch noch an Bord zu haben. Ist halt nur nervend mit dem ewigen Lego PWM Fiepen - ich habe nie verstanden, wie Menschen damit auskommen können. Mich macht das auf die dauern verrückt. ;)
 

graefemeister

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Sicher? Ich dachte, im Grunde wäre die Remote auch eine Art Hub mit entsprechender Logik intern.
Ich dachte, dass hätte ich mal irgendwo aufgeschnappt, kann mich aber natürlich auch irren.
Du hast völlig recht: Die Fernbedienung ist technisch gesehen auch ein Hub mit eigenem Gehirn und Bluetooth-Logik. Sie ist quasi der kleine Bruder des City-Hubs. Aber im Originalzustand ist sie darauf programmiert, nur ganz simple Signale zu senden: „Knopf A oben wurde gedrückt“.

Warum funktioniert die also mit PyBricks?
Weil man in Pybricks ein kleines Programm schreibt, das dem Hub sagt: „Hör zu, da draußen ist eine LEGO-Fernbedienung. Wenn die 'Knopf A' ruft, dann übersetz dir das und fahr den Motor los.“

Ein Pybricks-Hub funktioniert aber auch nicht mehr mit der offiziellen LEGO-App, weil durch PyBricks die Logik intern umgekrempelt wird.
 

Anna

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Eine Rückmeldung noch zu den Mould King 4.0 Hubs...

Ich habe mein hellgraues-dunkelgraues Hub aus dem 12012S Set geöffnet und testhalber einen 3,7V Akku angeschlossen.
Für eine Rangierlok wäre das fast das richtige Tempo. Auch die Beschleunigungskurve ist dabei recht gut. Eine testhalber umgebaute 7898 (war eh gerade auf dem Bautisch) bekommt damit allerdings etwas wenig Saft. Kein Wunder bei halber Leistung des Akkus.

Die Lösung für die Zukunft: Ich lege einen Poti entweder zwischen Hubausgang und Motor oder (im Hub selbst) zwischen Hub-Platine und Akku. Damit stelle ich für die Loks, die diesen Typ Hub (M-0006 müsste das sein) erhalten, die Spannung auf ein sinnvolles Maß ein. Das bedeutet zwar etwas Kapazitätsverlust über die Abwärme, ist aber zumindest eine Lösung mit der ich leben kann.

Wobei wahrscheinlich der Poti zwischen Hubausgang und Motor sinnvoller wäre, da ich dann nicht die Ladeelektronik der Platine durcheinander bringe. Die Mould King Akkus holen sich die Akkuleistung direkt aus dem dreipoligen Balancer-Kabel, über das ja auch geladen wird. Evtl. wäre es unklug, dort einen Widerstand einzubauen.

Außerdem ließe sich ein Poti zwischen Hubausgang und Motor bequem ins Motorkabel einschleifen und wäre damit auch bequem justierbar.
Da muss ich mal schauen, welcher Ohmbereich für den Poti bei ca. 7,4V Ausgangsleistung einen sinnvollen Einstellungsbereich liefern würden.
Wobei es wahrscheinlich auch einfach über ein paar Leistungsdioden gehen würde, vermute ich.
 

graefemeister

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Eine Rückmeldung noch zu den Mould King 4.0 Hubs...

Ich habe mein hellgraues-dunkelgraues Hub aus dem 12012S Set geöffnet und testhalber einen 3,7V Akku angeschlossen.
Für eine Rangierlok wäre das fast das richtige Tempo. Auch die Beschleunigungskurve ist dabei recht gut. Eine testhalber umgebaute 7898 (war eh gerade auf dem Bautisch) bekommt damit allerdings etwas wenig Saft. Kein Wunder bei halber Leistung des Akkus.

Die Lösung für die Zukunft: Ich lege einen Poti entweder zwischen Hubausgang und Motor oder (im Hub selbst) zwischen Hub-Platine und Akku. Damit stelle ich für die Loks, die diesen Typ Hub (M-0006 müsste das sein) erhalten, die Spannung auf ein sinnvolles Maß ein. Das bedeutet zwar etwas Kapazitätsverlust über die Abwärme, ist aber zumindest eine Lösung mit der ich leben kann.

Wobei wahrscheinlich der Poti zwischen Hubausgang und Motor sinnvoller wäre, da ich dann nicht die Ladeelektronik der Platine durcheinander bringe. Die Mould King Akkus holen sich die Akkuleistung direkt aus dem dreipoligen Balancer-Kabel, über das ja auch geladen wird. Evtl. wäre es unklug, dort einen Widerstand einzubauen.

Außerdem ließe sich ein Poti zwischen Hubausgang und Motor bequem ins Motorkabel einschleifen und wäre damit auch bequem justierbar.
Da muss ich mal schauen, welcher Ohmbereich für den Poti bei ca. 7,4V Ausgangsleistung einen sinnvollen Einstellungsbereich liefern würden.
Wobei es wahrscheinlich auch einfach über ein paar Leistungsdioden gehen würde, vermute ich.
Hast du bei einem Poti nicht die Sorge, dass er dir abraucht?
Ich würde es vielleicht eher mit einer Diodenkette versuchen....
Und ja, in der Elektronik der Box würde ich da nicht rumpfuschen, das bringt zu viele Nachteile, lieber erst im Kabel zum Motor...
 

Anna

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Ich nehme die Dioden. Ich vermute, 3A Versionen wie die N5408 sollten reichen. Die N5400 sollte eigentlich auch schon reichen, vermute ich.
 

Brickelectronic

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Wie schaut es mit einer PFx Brick Unterstützung aus?
Infos gibt es hier: https://shop.fxbricks.com/pages/developer
und hier: https://github.com/fx-bricks
Falls Du ein Exemplar für Tests benötigst, gerne melden. Da hier 8 Licht-Steuerausgänge zur Verfügung stehen kann man noch etwas mehr "Beleuchtung" in die Lok bringen. Es gibt auch eine spezielle Anschlussplatine für 2-Farb-LEDs (Weiß/Rot) um eine Umschaltung des Spitzensignals (vorne/hinten an der Lok) hinzubekommen. Die Platine und ein LED-Element für Loks kann ich auch bereitstellen.
Viele Grüße
Alexander
 

graefemeister

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Wie schaut es mit einer PFx Brick Unterstützung aus?
Infos gibt es hier: https://shop.fxbricks.com/pages/developer
und hier: https://github.com/fx-bricks
Falls Du ein Exemplar für Tests benötigst, gerne melden. Da hier 8 Licht-Steuerausgänge zur Verfügung stehen kann man noch etwas mehr "Beleuchtung" in die Lok bringen. Es gibt auch eine spezielle Anschlussplatine für 2-Farb-LEDs (Weiß/Rot) um eine Umschaltung des Spitzensignals (vorne/hinten an der Lok) hinzubekommen. Die Platine und ein LED-Element für Loks kann ich auch bereitstellen.
Viele Grüße
Alexander
Das klingt auf jeden Fall sehr spannend!
Ich habe mich jetzt nicht tief eingelesen, aber es sieht auf den ersten Blick so aus, als sollte das ganz hervorragend funktionieren.
Ist ja alles sehr gut dokumentiert...
 

Lok24

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ch nehme die Dioden. Ich vermute, 3A Versionen wie die N5408 sollten reichen. Die N5400 sollte eigentlich auch schon reichen, vermute ich.
Du kappst damit die Spannung der PWM, das ist nicht hilfreich, weil der Motor damit auch stark an Leistung verliert.
Wenn die PWM nix taugt brauchst Du eine komplett andere Ansteuerung.
 

graefemeister

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Du kappst damit die Spannung der PWM, das ist nicht hilfreich, weil der Motor damit auch stark an Leistung verliert.
Wenn die PWM nix taugt brauchst Du eine komplett andere Ansteuerung.
Naja, bevor sie die Hardware wegwirft, weil sie nicht taugt, kann sie es ja versuchen.
Für die Strecke ist es wohl eher keine Lösung, aber für's Rangieren auf dem Gleisvorfeld vielleicht schon?
 
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