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Meine HSB in 1:41 - Update #1

Hallo zusammen,
heute möchte ich euch mein neustes Projekt vorstellen.
Nach einigen Loks im Maßstab 1:22,5 hab ich mich auch mal an Schmalspurfahrzeugen für 4-wide Schmalspurschienen (Spurweite 21,5mm) versucht. Natürlich musste es auch dieses Mal die HSB sein ;-). Perspektivisch soll auch eine kleine (Modul-)Anlage entstehen, mal schauen.
Den Anfang macht meine Lieblingsbaureihe, die 99.23. Die Wahl für die Vorbildlok fiel diesmal auf die 99 7239-9.

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Umgerechnet auf den unter Spur-L-Eisenbahnern weit verbreiteten Maßstab 1:45 ergibt sich für die Baureihe 99.23 mit ihrer Breite von original 2645mm eine Breite von 7,4 studs (Die Breite finde ich immer entscheidend für die Optik einer Lok, da falls manche Bauteile im Vergleich zur Breite zu groß sind die Lok sehr schnell zu schmal wirken kann. Daher soll bei mir die Breite der 99.23 den Maßstab vorgeben.).
Ich habe mich dafür entschieden, nicht auf 7W-, sondern auf 8W-Breite zu gehen, da der Maßstab der 99 7239 mit 7W-Breite bei 1:47 / 1:48 liegen würde. Dies hätte die Folge, dass Minifiguren größenmäßig nicht mehr richtig zur Lok passen würden (mit einer durchschnittlichen Körpergröße von 1,73m für Erwachsene ergibt sich für Minifiguren ein Maßstab von 1:41).
Zudem kann ich mit 8 studs Breite die meisten Details überhaupt erst umsetzen (Lichter mit „Tile Round 1x1 with Bar (20482)“, Schneeräumer mit Tiles oder die Fenster als Formteile (60592 bzw. 60032)), das wäre bei 7w nicht möglich gewesen, da die Steine dann zu groß gewesen wären und es nicht mehr maßstäblich und viel weniger detailliert gewesen wäre.
Auch ein vorbildgerecht breites Gestänge mit allen Stangen hätte ich in 7w nicht ohne seitlichen Überstand unter die Lok bekommen.
Durch 8W-Breite ergibt sich ein Maßstab von ca. 1:41 (um genau zu sein 1:41,32 ;-) ) für die Lok, Länge und Höhe wurden entsprechend auf die Breite von 8W bzw. den Maßstab 1:41 angepasst, damit alles zueinander passt.
Das Gleissystem, das am ehesten für 1:41 passt, ist 4w (Spurweite 21,5mm), damit ist die Lok lauffähig auf den bekannten 4w-Schmalspurgleisen.

2.JPG

3.JPG

Ein bisschen stolz bin ich auf die Lampen, die ich sehr nah am Vorbild nachbauen konnte. In die Lampen lassen sich theoretisch LED’s integrieren.
Auch bei diesem Modell sind sowohl die Fenster als auch die Tenderseitenwand vorbildgerecht schräg eingezogen. Und die Ausschnitte für die Vor- und Nachlaufräder konnten mit Brackets und Slopes bestmöglich an das Vorbild angenähert werden.
Auch die Luftbehälter unter dem Kessel sind vorhanden.

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Die Lok ist für den Radius R84 konzipiert, dies entspricht im Original einem Radius von ca. 35 Metern und liegt somit noch weit unter den 60 Metern, die die HSB als kleinsten Radius befährt. Um dies zu schaffen, besitzen nur die äußeren beiden Kuppelachsen Spurkränze. Die ersten Fahrtests hierzu waren sehr positiv. Auch der Spalt zwischen dem Schneeräumer und den Gleisen ist vorbildgerecht klein und reicht trotzdem für einen sicheren Betrieb aus.

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Aufgrund des 2 studs breiten Rahmens habe ich mich dagegen entschieden, einen Motor in die Lok einzubauen, da dann der Rahmen sehr instabil geworen wäre (er ist auch jetzt schon durch den freien Durchblick zwischen Lok und Tender recht filigran aber noch ausreichend stabil). Zudem möchte ich gerne PU-Motoren zum Antrieb nutzen, um in der Welt der Dänen zu bleiben.
Geplant ist deshalb, als Nächstes einen Packwagen zu bauen, der mit einem Antrieb ausgestattet ist.
Das Umsetzen der Lok am Endbahnhof erfolgt dann per Hand, was mir ehrlich gesagt sogar richtig Spielspaß bringt und dadurch für mich vollkommen in Ordnung geht.

7.JPG

Als Kupplungen nutze ich die bekannten Magnetkupplungen mit offenem Magnet (73092 bzw. 2920). Falls erforderlich können auch dünne Liftarme als Starrkupplung mit Pins verbaut werden. Zudem habe ich die Möglichkeit, an der jeweiligen Stirnseite der Lok (oder wenn sie in der Vitrine steht) aus optischen Gründen eine Brick-Build Kupplung mit Jumper-Plate (15573) und Minifiguren-Händen als Kuppelhaken zu installieren für eine bessere Optik.

8.JPG

Zylinder und Gestänge sind soweit es ging originalgetreu nachgebildet, ein Teil des Gestänges ließ sich jedoch nur starr umsetzen. Aber dafür ist es vollständig nachgebaut und original breit.

Ganz ohne Custom-Parts ging es aus optischen sowie technischen Gründen nicht. Ich nutze für die Lok eigens konstruierte Räder sowie einen selbst entwickelten Kreuzkopf und eigene Treib- und Kuppelstangen. Alles wurde auf einem FDM-Drucker gedruckt. Alle übrigen Steine sind original aus Billund.

Alle anderen Details habe ich versucht bestmöglich abzubilden, zu kleine Leitungen wurden aber weggelassen, da meiner Meinung nach lieber etwas fehlt, als dass es zu groß nachgebildet ist.

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Bei der Lok kommen zur Reduktion der Steineanzahl (wo es geht) Bricks zum Einsatz, nur wo es nicht anders ging habe ich auf Plates zurückgegriffen (anders als bei meinen Spur-II-Modellen ;-) ).

Im Führerstand konnte ich zudem einen Lokführer und einen Heizer platzieren, die auch von außen gut zu sehen sind.

10.JPG

Ich hoffe, euch hat der Ausflug in die Welt der Harzer Schmalspurbahnen gefallen.
Vielleicht schafft es meine 99er ja mal zum BSBT ;-).

VG Niklas
 
Zuletzt bearbeitet:

HauntedHouse

Hausgeist
Registriert
12 Aug. 2015
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239
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Wülfrath
Hallo Niklas,

sehr beeindruckend deine HSB Lok 99 7239-9 !

Eine Frage zur Kesseltür: Ist die beim Vorbild nicht gewölbt?
Je nach gewünschter Ausprägung könntest du mit Inverted Dishes 3960 (4x4), 43898 (3x3) oder 4740 (2x2) die Wölbung andeuten.
Warum hast du dich für eine flache Tür entschieden?
 
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Beiträge
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Hallo zusammen,
danke für eure Rückmeldungen.
Das Problem mit den Dishes ist, dass sie in der Mitte immer eine Noppe haben.
Ich bräuchte eine 3x3 Dish ohne Noppe.
Da aber genau in der Mitte das Nummernschild verläuft, habe ich mich für die Tiles entschieden, da sonst das Nummernschild nicht vorbildgerecht mittig gewesen wäre.
Und die Wölbung ist bei den Dishes eigentlich zu stark, die Kesseltür ist nur leicht gewölbt.

VG Niklas
 
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