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[Scale] Marion 5760 The Mountaineer

Dieses Thema im Forum "Lego Technic und NXT" wurde erstellt von Engineering with ABS, 12. Juni 2019 um 19:02 Uhr.

  1. Engineering with ABS

    Engineering with ABS Neumitglied

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    Mein erstes Thema hier in der Rubrik...

    ...gleichzeitig uralt und doch wieder aktuell.

    Vor über 15 Jahren hatte ich - damals noch als Student in der elterlichen Bleibe ein etwas "grösseres" Projekt in Angriff genommen. Eine Stripping Shovel sollte es werden. Und nicht irgend eine, nein, eine der bekanntesten:

    Marion 5760 The Mountaineer

    Einige mögen sich jetzt fragen, was eine Stripping Shovel ist, und was der kryptische Name bedeutet. Daher hier ein kleiner Exkurs in die Welt des Vorbilds. Am besten an Hand eines Bildes:

    [​IMG]

    Stripping Shovels waren gigantische Tagebau-Bagger, welche vorwiegend in den USA zum Einsatz kamen. Ihre Aufgabe war das Wegräumen des Abraumes über Kohlelagerstätten, so dass die Kohle von kleinerem Gerät abgebaut werden konnte. Zu diesem Zweck wurde ein Einschnitt bis hinab aufs Kohleflöz gegraben, wo dann die Stripping Shovel meist direkt vor Ort montiert wurde, fortan das Erdreich wegbaggern und damit Bereiche wieder auffüllen konnte, in der die Kohle bereits abgebaut wurde.

    Zwei grosse Hersteller konkurrierten um den Bau der gigantischen Bagger - Bucyrus Erie und Marion Power Shovel Company. Letzterer war der Hersteller des Vorbilds meines Modells. Detail am Rande: später wurde Marion von Bucyrus aufgekauft. Inzwischen sind die verbliebenen Reste von Bucyrus von Caterpillar einverleibt worden.

    In den 50er Jahren fand eine massive Grössensteigerung bei den Stripping Shovels statt, da immer tiefer liegende Kohleflöze abgebaut werden sollten und entsprechend Bagger mit grösserer Reichweite und Grabtiefe erforderlich wurden. Der erste Vertreter von Seiten Marion Power Shovel Company, der das Rennen um immer grössere Bagger einläutete war der Typ 5760. Und hiervon der erste - fünf wurden insgesamt gebaut - wurde auf den Namen "The Mountaineer" getauft. Im Einsatz stand er ab 1955 für die Hanna Coal Company, in der Nähe von Cadiz, Ohio, USA.

    Zurück zu meinem LEGO Modell. Die Marion 5760 The Mountaineer sollte es also werden.

    Als Schlüsselelement betrachtete ich die Drehverbindung zwischen Unter- und Oberwagen. In Anbetracht des zu erwartenden Gewichts des Oberwagens sollte dieser unbedingt auf einem Rollendrehkranz gelagert werden. Dieser wies dann 64 Rollen auf und hatte einen Durchmesser von etwa 46 Noppen. So war der Massstab von ungefähr 1:28 gegeben. Das Ergebnis der damaligen Bemühungen ist nach wie vor in meinem Flickr Photostream zu sehen. Stellvertretend hier ein Bild:

    [​IMG]

    Wie ihr euch vorstellen könnt, hatte ich damals die Dimensionen völlig unterschätzt. Für die armen 9V-Motoren - jede Funktion einzeln über Kabel und Batteriekasten oder Eisenbahntrafo angesteuert - war die schiere Masse des Modells einfach ein wenig zu viel. Während das Drehwerk (vier Getriebemotoren) und die Hubwinde (vier Motoren) noch einigermassen funktionierten, gaben die Raupenfahrwerke unter dem Gewicht nach. So war an ein Bewegen des Modells nicht mehr zu denken. Ganz abgesehen von der wenig komfortablen Steuerung.

    Doch das Thema Stripping Shovel hat mich seither nicht mehr losgelassen...
     
  2. AdamL

    AdamL Baugeräte Moccer

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    Gigantisch. Sieht verdammt gut aus. Evtl schon mit den Pf Motoren versucht? Die sollten deutlich stärker sein.
     
  3. Engineering with ABS

    Engineering with ABS Neumitglied

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    ...wie in meinem ersten Post geschrieben, es sollte nicht dabei bleiben.

    Über die Festtage 2017 hatte ich beschlossen, das Thema von neuem aufzunehmen. Gleiches Modell, gleicher Massstab nur diesmal in modern. Konkret bedeutete dies:

    • Power Functions für die Antriebe
    • Interne Stromversorgung über Akkubox, Batterien oder auch BuWizz. Die Flexibilität sollte im Hinblick auf Ausstellungen gegeben sein
    • Steuerung über SBrick
    • Modell zerlegbar in Unter- und Oberwagen (minus Ausleger und Löffelstiel) um den Transport zu vereinfachen
    • Äussere Oberflächen soweit möglich gefliest
    • Filigranere Geländer und Handläufe
    • Beleuchtung
    Die "Grundsteinlegung" stellte der Bau der vier Raupenfahrwerke dar:

    01.jpg

    Der Antrieb erfolgt - wie im Original - über Motoren, welche fest im Unterwagen verbaut sind. Das Antriebsmoment wird über Gelenkwellen auf die lenkbaren Raupenfahrwerke übertragen.
     
    Enesco, mick29, AdamL und 2 anderen gefällt das.
  4. Engineering with ABS

    Engineering with ABS Neumitglied

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    Weiter ging es mit dem Unterwagen.

    Verbaut sind vier PF M-Motoren für den Fahrantrieb, zwei PF M-Motoren für die Lenkung (4 x Doppel-Linearzylinder) und acht Paar PF-LEDs. Des Weiteren ein SBrick und für die Stromversorgung eine Batteriebox.

    Der Rollenkranz für das Drehwerk besteht wiederum aus 64 Rollen Durchmesser zwei Noppen:

    02.jpg
    Der Drehantrieb sitzt im Oberwagen und nutzt die grossen gelben Zahnkranzsegmente, welche fest mit dem Unterwagen verbunden sind:

    03.jpg
     
  5. efferman

    efferman Technisches Labor Mitarbeiter

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    Da wo die Katzenaugen leuchten.
    Geil, bei dieser Fortsetzungsgeschichte akzeptiere ich mal die serienposts.
     
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  6. Functional Technic

    Functional Technic Mitglied

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    Wow das ist eine eigene liga. gefällt mir sehr gut
     
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  7. jrx

    jrx Urgestein

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    1.007
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    Berlin
    Nennen wir es doch „GigaLeague“ :) Irres Teil!
     
  8. HDGamer2424

    HDGamer2424 U18 User

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    Krasses Teil!

    Ich denke allerdings nicht, das die 4 M Motoren die Last bezwingen werden.. Ich würde da schon fast auf die XL setzen.. :unknown:
     
  9. Professor Baustein

    Professor Baustein Mitglied

    Registriert seit:
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    Krass! Wie viele Teile sind da ca. verbaut?!
     
  1. [Scale] - Marion 5760 The Mountaineer
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