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Lego Steinesammlung optimal verkaufen

Monorail_Joe

Mitglied
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Hallo Gruppe,

nachdem ich mir über einige Zeit viele Sets aus Spaß gekauft habe, sind auch gleichzeitig viele Einzelteile angefallen.
Zum einen aus den ganzen Zusatzteilen und zum anderen aus geräuberten Sets, welche man z.B. nur für bestimmte Figuren gekauft hat weil ich hier
auf die Marvel-Figuren stehe.

Irgendwann hat man mal die Idee gehabt selbst zu bauen, aber hat sich nie durchringen können.
Das heißt alles wurde fein säuberlich in Sortierkästen nach Bauteilart, aber nicht nach Farbe, einsortiert.

Jetzt, speziell nachdem Lego die Mutter allen Preiswahnsinns geworden ist, habe ich keine Interesse mehr mein Geld in die Bausteine zu investieren weil
ich hier keinen wirklichen Gegenwert mehr sehe obwohl es weiterhin Sets wie die Modulars gibt die ich sehr gerne bauen oder haben würde. Aber nicht zu diesen Preisen.

Komplette Sets wie die Modulars etc. kann ich natürlich einzeln in den Kleinanzeigen anbieten, aber wie macht es am meisten Sinn die Einzelteile los zu werden?
Ich möchte nun ungerne die nächsten Jahre damit verbringen das Zeug einzeln bei Bricklink einzupflegen, nach Farbe zu sortieren und dann gegebebenfalls wieder einzeln zu verkaufen.

Würdet "ihr" einen kompletten Ständer mit Sortierboxen und Einzelteilen kaufen (Das allermeiste davon ist neu und direkt nach dem austtüten einsortiert) oder macht es für den
gemeinen Lego-Sammler / Bauer tatsächlich Sinn die Teile weiterhin einzeln bei Bricklink zu kaufen?
Wie könnte ich eine Einzelteilsammlung am besten Wertemässig einordnen ohne nun jeden Artikel einzeln im Durchschnittspreis rauszusuchen? Weiterhin Kilopreise?

Mir ist klar dass ich beim Einzelteilverkauf in Summe vielleicht mehr Erlös erhalten kann als bei einem Gesamtverkauf. Allerdings darf man ja auch nicht den Aufwand ausser acht lassen.
Ich würde es einfach nur gerne mit einem Mal los werden. Es muss natürlich nicht direkt heute zum Superschnäppchen sein da dort schon eine ganze Mühe und Geldwert hineingeflossen sind
aber ich möchte es auch aus Gründen eines persönlichen Scherbenhaufens nun nicht erstmal noch hier ein Jahr stehen haben um vielleicht auf 10 oder 20 Euro mehr zu hoffen.

Gibt es hier im Ruhrgebiet vielleicht Teilehändler welche an solch einem Angebot interessiert sein könnten oder macht es eher Sinn auf die wirklichen Legobauer zuzugehen?
Könnten vielleicht Teilepakete, z.B. Technik (Zahnrädersätze, Pinsätze) oder ähnliches mehr Sinn ergeben? Das würde ich wohl im Zweifel noch tun wenn es denn dem Verkauf förderlich ist.

Vielleicht habt ihr noch den einen oder anderen Gedanken an den ich noch nicht bedacht habe.

Viele Grüße
Benni
 

tsi

ThomaS, Tech-Admin
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Moin Benni,

Mir ist klar dass ich beim Einzelteilverkauf in Summe vielleicht mehr Erlös erhalten kann als bei einem Gesamtverkauf.

Nicht 'vielleicht', sondern ganz sicher.

Ich würde mehrere Teilesorten thematisch zu Paketen (je vielleicht 0,5 bis 1kg) bündeln und mit einem etwas höheren Startpreis (also nicht 1€) bei Ebay einstellen. Der Marktpreis wird sich dann finden.

Als Gesamtpaket würde ICH solch eine Sammlung komplett nur nach Gewicht kaufen.

Gruß
ThomaS
 

5zu6

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Ich denke, je sortierter umso höher der Erlös.

Ich würde als Kompromiß thematisch zusammenpassende Lose bilden. Z.B: "einer Platten in Gelb", "zweiter Steine in Blau", "normale Platten 6 und breiter", "Platten mit Clip", "Brackets". Je größer die Menge, umso weniger unterschiedliche Steine.
 

Maari

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Hallo Benni,
Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist vieles schon nach Teile Art sortiert.
Würde ich verkaufen wollen, würde ich jedes dieser sortierten Kästchen in einen Beutel füllen. Bei großer Menge vielleicht auch in mehrere.
Und diese dann verkaufen. Dazu vermutlich Ebay nutzen.
Nachteil, es muss verpackt und versendet werden.
Oder auf einen größeren Trödelmarkt gehen und selbst verkaufen. Familien würden allerdings eher gemischte Beutel kaufen, am liebsten Sets.
Auf vielen Trödelmärkten sind aber auch Legobauer und Sammler zu finden.

Alles an einen Teilehändler verkaufen ist sicher auch möglich, dürfte allerdings den niedrigsten Betrag geben.
 

Brixe

Gräfin von Nottebohm
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Hallo Benni,

das ist eine schwierige Frage. Je mehr Zeit du investierst, desto höher ist der Erlös. Wenn du an Teilehändler verkaufst, hast du den geringsten Arbeitsaufwand, aber du würdest natürlich nicht so viel Geld für die Teile bekommen, wie im Einzelverkauf.

Wenn du bei Ebay, oder in Kleinanzeigen (z.B. auch bei 1000Steine) einzelne Posten verkaufst, würde ich nicht unbedingt nach Teileart, sondern nach Farbe verkaufen:
Mir persönlich bringt z.B. eine Box voller Brackets oder Wedgeplates in 25 verschiedenen Farben nichts. Hingegen würde ich bei einer gemischten Teilebox (Platten, Slopes, Steine) in nur einer Farbe vermutlich zuschlagen.

Wenn du bei Ebay sehr viele Einzelposten verkaufst, kann es schnell passieren, daß du für einen gewerblichen Händler gehalten wirst.

LG, Marion
 

Same-1974

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Alles auf einmal inklusive der Boxen usw.
Aber nur mit sehr guten Bildern und Kg angaben.
Wenn es geht auch mit Versand, Die Leute sind im ganzen Land verteilt.
Und kaum einer reist für Lego 300km und mehr durchs Land.
Es gibt auch Foren wo verkaufen erlaubt ist. (Hier nicht)
FB ist z.B. eine alternative aber auch da viele Schwätzer...
 

Carrera124

Urgestein
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Ganz allgemein:

Ebay ist für mich mittlerweile die allerletzte Alternative, wenn ich etwas verkaufen will/muss. Nicht zuletzt wegen der saftigen 10% Gebühren, die dort sogar auch noch aufs Porto erhaben werden...
Wenn man einen vernünftigen Startpreis ansetzt, wird man die Ware dort aber auf jeden Fall los. Wenngleich nicht immer unbedingt zu dem Preis, den man sich erhofft hat.

Ebay Kleinanzeigen und diverse Facebook Gruppen sind gebührenfrei.
Ein reell eingepreistes Angebot wird man dort i.d.R. gut los, auch wenn es manchmal etwas dauern kann, bis man vom Käufer gefunden wird.

Spezialisierte Foren mit Kauf/Verkaufsbereich können auch eine gute Option sein, allerdings sind die dann auch manchmal kostenpflichtig. Allerdings meist sehr viel günstiger, als die Gebühren bei Ebay.

Ansonsten ist es so, wie @Brixe es bereits gesagt hat.
Normalerweise steigt der Erlös mit dem Arbeitsaufwand, den man vor dem Verkauf reinsteckt:
Unsortiert/defekt/schmutzig erbringt weniger als (aus)sortiert und gereinigt.
Eine aussagekräftige Beschreibung (z.B. zu Alter, Teilevarianten, etc.) macht einen besseren Eindruck als ein nur sparsam hingeklatsches "x kg Legosteine Kiloware".
 

Monorail_Joe

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Hallo ihr,

danke für eure mehr oder minder Bestätigung meiner ohnehin schon vorher vorhandenen Gedanken.
Wobei es natürlich auch hier wieder der Punkt ist dass der eine sagt "Farbsortiert" und der nächste "Teilesortiert".
Ich denke wie auf den Bildern zu sehen macht es keinen weiteren Sinn weiter zu sortieren. Farbenrein hätte nur noch dann Sinn gemacht,
wenn ich wirklich von vielen Teilen eine große Menge habe, z.B. für Hausbau, Fliesen etc.

MIr ist auch klar, dass der Erlös proportional zum eigenen Aufwand steigt. Allerdings das kann ich momentan aus Gründen psychisch noch physisch leisten.
Momentan steht der "Turm" den ich mir mal aus den üblichen Aldi/Lidl-Sortierkästen gebaut habe hier rum und frisst erstmal kein weiteres Brot weil die Teile
ja alle bezahlt sind.

Ich denke dass es für mich am Besten sein wird die Teile Sortenrein, wenn auch nicht Farbrein zu verkaufen da ich letzten Endes hier drin das beste
aus Aufwand und Erlös sehe. Hier brauche ich dann letzten Endes nur die Dinge eintüten. Die beste Möglichkeit wird sogar sein, dass ich es in Bilder- und Listenform
als Tabelle auf meine Webseite packe und diese dann bekannt mache. Ebay/Facebook scheidet aus allseits bekannten Gründen aus. Kleinanzeigen ist jedenfalls noch die beste Option für komplette Sets, wobei ich dort glaube auch in der Anzahl der gleichzeitigen Angebote limitiert bist. Eher Kontraproduktiv bei einer so großen Menge an Sorten.

Allerdings werde ich wohl auch nicht jetzt sofort damit anfangen. Hier muss erstmal noch ein wenig Gras über andere Dinge wachsen bevor ich mit der Aktion starten kann.
Wenn ich soweit bin werdet ihr es allerdings hier dann zuerst erfahren (höchstwahrscheinlich dann als Link) damit ihr dann davon profitieren könnt,
speziell die Modulars etc möchte ich schon dass diese in wirklich gute Hände kommen.
Mir fällt vor allem ein dass ich einige Techniksets komplett "einsortiert" habe. Das wäre natürlich blöd die so zu veräussern (z.B. Lego Bucket Wheel Excavator 42055, 6399 Monorail)

Viele Grüße
Benni
 

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Baumel

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Wie könnte ich eine Einzelteilsammlung am besten Wertemässig einordnen ohne nun jeden Artikel einzeln im Durchschnittspreis rauszusuchen?
Ich würde mir stichprobenartig bei Bricklink den günstigsten Teilepreis von Händlern aus Deutschland anschauen, die mindestens 10 Stück davon anbieten. Für die 1x2 und 1x4 Fliesen in Hellgrau sind das z.B. jeweils 0,05 €, die 1x6 kosten ab 0,09 €, ein gelber Sitz 0,02 €, wären beispielsweise bei durchschnittlich 25 Stück pro Fach jeweils 1,30 € oder etwas über 40 € für den ganzen Kasten.

Das Gewicht für die genannten Teile liegt im Mittel übrigens bei 0,69 g, entsprechend macht es Sinn z.B. zehn Lose zu kaufen, weil man dafür auch nicht oder nicht viel mehr Porto bezahlt. Allerdings erwartet man dann als Käufer auch einen Rabatt und bietet z.B. nur 10 statt 13 €. Und je mehr Teile man kauft, desto eher wird man auch nicht für alle Verwendung haben, und wenn man nur die Hälfte gebrauchen kann, wird man auch nicht mehr als 5 oder 6 € bezahlen.

Das ändert sich auch nicht, wenn du größere Lose z.B. nur mit Fliesen machst, das geht dann ebenso eher Richtung Kiloware. Ich würde daher gleich die Sortierkästen mit Inhalt stückweise z.B. für 40 € anbieten, dann hast du weniger Arbeit, bist die auch los, und bekommst vielleicht noch 50 oder 60 € für die 500 g oder wieviel auch immer.

Dafür ist meine ich eBay die beste Idee, denn interessant scheint die Sammlung doch eher für Neueinsteiger oder Familien zu sein, die noch kein Sortiersystem mit +10.000 Teilen haben, und bei an die 20 Millionen Nutzern in Deutschland sind da garantiert ein paar dabei. Und ja, die Gebühren sind dort hoch, die Preise aber auch, die Fliesen 1x4 in hellgrau z.B. werden da ab etwa 0,20 € pro Stück gehandelt, und das geht hoch bis etwa 1,00 €.

Man sollte auch nicht vergessen, dass ab 410 € Nebeneinkünften im Jahr Steuern fällig werden, und das Finanzamt Unterlagen dazu noch in 5 Jahren einfordern kann. Das Problem hat man immer, die Dokumentation ist aber wesentlich leichter mit Berichten von Ebay oder anderen Plattformen, insbesondere, wenn man eben nicht nur ein Stück Sammlung komplett verkauft.
 

Venom84

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Mach doch nicht so eine Panik:x

Sofern sich der private Verkauf auf Gegenstände des täglichen Gebrauchs bezieht, besteht keine Steuerpflicht. Da wäre ja jeder 2. in D ein Steuerhinterzieher weil er z.B. Spielzeug der Kinder verkauft
 

Schwarzer Falke

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Da wäre ich vorsichtig. Würde er alles komplett verkaufen wollen und als Kiloware anbieten ist das sicher kein Problem.
Wenn er jetzt aber zum Beispiel viele Angebote schaltet, die abgepackte Teile, noch dazu als Neuware anbietet, könnte das Finanzamt da schnell auch mal anderer Auffassung sein.

Ich bin da sicherlich kein Experte und will hier auch keine Panik schüren oder so ;). Aber man sollte da vielleicht dann doch nicht zu blauäugig rangehen - am besten man informiert sich da nochmal genauer drüber.
 

cookiedent

Meister
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20 Sep. 2015
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2.685
Das Finanzamt ist das kleinere Problem. Mittlerweile sind die Plattformen da schon selbst hinterher und unterstellen dir beim häufigen Verkauf, im schlimmsten Fall noch Neuware (versiegelte Sets), dass du gewerblich handelst. Habe ich selbst gerade erst durch mit ebay Kleinanzeigen. Es kann also durchaus auch ohne die Behörden schwierig werden, Einzelteile als Privatperson in vielen kleinen Portionen zu verkaufen. Dann lieber als komplette Sammlung abgeben oder schlimmstenfalls alles zusammenschütten und Kiloware draus machen.
 

Baumel

Stammuser
Registriert
10 Jan. 2021
Beiträge
370
Eigentlich ist es ganz einfach, da ohne Gewinn bzw. Gewinnerzielungsabsicht in keinem Fall Steuern fällig werden. Bei Gegenständen des täglichen Gebrauchs wie z.B. Spielzeug geht man allgemein auch davon aus, weil man diese in der Regel neu im Laden kauft, und gebraucht nur noch die Hälfte dafür bekommt.

Umgekehrt liegen bei größeren Gewinnen normalerweise immer auch Verkäufe in erheblichem Umfang vor, weil man bei einer üblichen Marge von 10 % mehr als 4.000 € Umsatz bräuchte, um über den Freibetrag zu kommen. Das wären z.B. 100 Artikel für 40 €.

Schwierig wird es entsprechend genau dann, wenn man wenig oder gar keinen Gewinn erzielt, weil man meistens keinen genauen Überblick hat, und auch keine Rechnungen aufhebt. Also verkauft man vielleicht 50 Artikel, ohne Belege werden aber 20 % Gewinn unterstellt, und schon wird es ebenfalls eng mit dem Freibetrag.
 
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