Joa ist schon wieder ein ganz paar Tage her, aber mich gibts auch noch.
Ich hab tatsächlich genau rechtzeitig zum Bricktrainaward 2026 auch mal wieder ein MOC fertiggestellt, da ichs auch schon auf Instagram und Flickr gezeigt hab, dachte ich, ich stells hier dann auch gleich vor.
Ich habe eine Elektrolok aus der E40 Familie der DB gebaut, genauer gesagt eine BR 139. Das Vorbild 139 309-9 war bis 2016 bei der DB im Einsatz und somit eine der letzten Vertreterinnen ihrer Baureihe im Dienste für den Staatskonzern und pflegt seitdem ihr Dasein bei der privaten Bayernbahn GmbH.
Genug der Worte, lassen wir die Bilder sprechen:
DB BR 139 309-9 by
Dennis aka TECHNO, on Flickr
DB BR 139 309-9 by
Dennis aka TECHNO, on Flickr
Eigentlich wäre dark bluish gray für den Dachaufbau passender, aber leider gibt es die Käseecken-Ecken bis jetzt nur in light bluish gray. Für eine frisch lackierte Lok passt das aber denke ich trotzdem.
DB BR 139 309-9 by
Dennis aka TECHNO, on Flickr
Die Beschriftung habe ich mit einem Etikettiergerät von Brother selbst erstellt und auch Beleuchtung inklusive Maschinenraumlicht darf natürlich nicht fehlen. Als Stromquelle dient ein BuWizz 3.0 und motorisiert ist die Lok mit zwei chinesischen L-Motoren, welche etwas schneller drehen als originale L-Motoren.
DB BR 139 309-9 by
Dennis aka TECHNO, on Flickr
Das wahrscheinlich interessanteste Detail des Modells bleibt (leider?) vollkommen unsichtbar. Die Drehgestellaufhängung ist nicht wie bei vielen MOCs klassisch mit Antrieb durch den Drehzapfen und Kegelzahnrädern realisiert, stattdessen ist der Motor im Drehgestell befestigt. Bis jetzt habe ich das noch nicht so oft gesehen, aber scheint ja gerade im Kommen zu sein...^^ Der Grund dafür war hier jedoch eigentlich sehr simpel, bei einem klassischen Setup wären die Motoren viel weiter innen und ich hätte in der Mitte kaum Platz den BuWizz unterzubringen. So passt dieser noch relativ entspannt mit einer halben Noppe Platz zum Motor auf jeder Seite hinein und über jedem Motor sorgt ein Gewichtsstein für etwas mehr Traktion.
Prinzipdarstellung:
Die beiden 1x2 Technic Bricks sind fest mit dem Lokkasten verbunden, hierauf stützt sich das komplette Gewicht der Lok ab. Der Pinke Teil kann sich in den Technic Bricks drehen und gibt dem Drehgestell hierdurch die Möglichkeit sich etwaigen Unebenheiten im Gleis anzupassen, ohne das hierbei eine eventuelle Antriebsachse verbogen werden würde. Der gelbe Teil ist der eigentliche Drehzapfen (unterhalb des Motors) und nimmt die Befestigung im Drehgestellrahmen auf.
Das Modell ist etwa 2 Kilometer auf dem Fußboden im Kreis testgefahren, soweit ohne Probleme, aber das spiegelt natürlich keinen Ausstellungsbetrieb wider. Die Drehgestellkonstruktion (das Drehgestell an sich, nicht die Aufhängung) ist noch etwas wackelig und wird vermutlich irgendwann mal überarbeitet. Jetzt warte ich jedoch erst mal auf die nächste Möglichkeit die Lok auf einer größeren Anlage testen zu können.