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Frage zu Norm für Module für Ausstellungen

Brockenlok

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Hallo zusammen,
ich brauche jetzt mal euer Schwarmwissen.
Wo findet man die Vorgaben, wie Eisenbahn-Module für Ausstellungen wie das BSBt gebaut werden müssen bzgl. Gleisen, Gleishöhe, Modulübergängen etc. Man findet viel im Internet aber 100%ig sicher dass es noch aktuell ist bin ich mir nie.
Hat hier vielleicht jemand eine Übersicht?

Und zweite Frage: was sind die gängigen Maße: 16x16 Baseplates oder 32x32?

Danke euch!
VG Niklas
 

Brockenlok

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Das hatte ich auch gefunden, ist aber auch schon älter oder?
Gibt es für BSBT und co denn eine Art Leitfaden?
VG
 

Lok24

Elektronikbahner
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Das hatte ich auch gefunden, ist aber auch schon älter oder?
Gibt es für BSBT und co denn eine Art Leitfaden?
Jein, ich war 2019 da.

Da hieß es:

Wir bauen unsere Module im "LEN" (ausführliche Ausführung zu dieser Norm findet ihr bei www.1000Steine.de )

Ihr seid nicht an unsere Norm gebunden, ihr baut, wie ihr baut. Wir passen die unterschiedlichen Höhen und Abstände der Gleise mit Hilfestellung der Planungsbögen und Anfertigung von Ausgleichsmodulen an. Deswegen sind uns die Planungsbögen so wichtig!
 

rolfk

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Bei der letzte Ausstellung hat mir ein Eisenbahner da einiges aufgeschrieben.
*Milzbauweise
*LEN
*Mindestradius R104 Noppen
*Open L-Gauge
*L-Gauge
Gut sind 32er Grundplatten. Die Schienen 4 Noppen vom Rand und 8 Noppen zwischen den Gleisen. Ansonsten sind immer Anpassungen nötig.
 

Tad64

Urgestein
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hej Niklas

da gibt es einige verschiedene "Standards"

Allen gemeinsam ist, dass maximal 8w-Züge (mit Anbauten je 1w Überstand) problemlos fahren können. Als Mindestradius hat sich auf den großen Veranstaltungen R104 durchgesetzt. Es gibt eine ganze Menge Rollmaterial, das bei kleineren Radien Probleme hat.

MILS = Modular Integrated Landscape System wurde bereits genannt. Durch die Sandwich-Bauweise recht stabil, aber Materialintensiv. Man braucht Baseplates und eine komplette Bedeckung mit Plates.

Der LEN-Standard ist eine eigene Version der Leipziger. Unterscheidet sich in der Höhe der Schiene, die nur eine Plate niedriger angeordnet ist. Ist günstiger zu bauen,im wesentlichen bleibt das Landschaftsniveau auf der Baseplate.

In Skandinavien ist Moduverse verbreitet. Ebenfalls sehr stabil verzichtet man hier komplett auf Baseplates. Ist aber kompatibel zu MILS
Interessant ist hier die Bauweise der Kurven, die in der Krümmung gebaut werden. Um die Stabilität zu erhöhen werden unter den normalen Schienen eine weitere Lage Schienen eingebaut.

Das Grundraster liegt bei 32x32 Noppen, die Mittellinien der Gleise sind 16 Noppen auseinander. Bei Kurven wird das äußere Gleis im nächsthöheren Radius verbaut, also R120.

Als @Ts__ aka Thomas seine FTMS-Kurvenmodule vorgestellt hat, hat er die Breite auf 48 Noppen geändert, damit noch etwas Vegetation Platz finden kann.

Ich selbst baue bei meiner Winterlandschaft in einem modifizierten MILS, bei dem durch die Schneedecke die Landschaft aufs Schienenniveau kommt. In den Kurven baue ich ebenfalls FMTS, aber mit den Verstärkungen des Moduverse.

Bei Veranstaltungen wie beim BSBT gehört ein Planungsblatt zu den Ausschreibungsunterlagen, bei denen man seinen Standard und die wichtigsten Kenndaten angeben kann. Screenshot 2026-06-15 120429.png

Ich hoffe, das hilft erstmal weiter und verwirrt nicht noch mehr. :)

Nachtrag: Wie @Lok24 aka Werner schon schrieb sind es eigentlich Segmentanlagen. Es is völlig ausreichend, wenn Deine Enden halbwegs in ein Raster passen :)
 
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Brockenlok

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Hallo zusammen,
danke euch für den ganzen Input, ich schaue mal wie ich am besten starte aber wenn sowieso die Details vorher abgefragt werden und die Module aufeinander abgestimmt werden bin ich beruhigt
 

5zu6

Urgestein
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Ergänzend noch. Viele Fahrzeuge sind zwar 8w, aber durch "Geraffel" wie Griffstangen o.Ä. insgesamt 10w. Ein maßstäblicher, im Vorbild 26,4m langer Wagen wie z.B dieser Intercity-Wagen sollte überall durchkommen. Bei Masten in der Nähe von Kurven oder Weichen sollte das berücksichtigt werden. Manche Dampfloks sind im Bereich der Zylinder ebenfalls recht breit.

Ansonsten ist es sehr hilfreich, wenn Du Dein Modul als Bluebrick-Datei (keine Angst hat nichts mit dem ähnlich klingenden Händler zu tun) bereitstellen kannst. Wenn Dein Modul an den Enden verschiedene Höhen aufweist, solltest Du dem Veranstalter genaue Maße durchgeben. Auch bei Brücken erinnere ich mich an Überraschungen vor Ort.
 

Ts__

Eisenbahner
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2020 auf dem BSBT war die Höhe vom Gleis und der seitliche Abstand zum Modulrand eher unwichtig. Zwischen den Modulen wurden die Gleise nackisch auf Holz verlegt oder mit paar Platten unterbaut. Da konnte alles passend gemacht werden:

BSBT2020 Thomas R. HP Wattenweiler by Thomas / Ts__, auf Flickr

Im Laufe der Jahre ging aber der Trend immer mehr dazu, dass auch die Verbindungsgleise zwischen den Modulen ordentlich unterbaut/geschottert/dekoriert sind. Die Module selbst stehen eher selten direkt Modul an Modul (das wäre dann zu oft eine langweilig gerade Strecke). Damit wird die Höhe vom Gleis aber wichtiger:

NLGM Wörrstadt 2026 by Thomas / Ts__, auf Flickr

Wie meine Vorposter schon schrieben: es gibt nicht den einen Standard. Aber MILS ist recht weit verbereitet und auch meine aktuellen Module seit 2024 nutzen MILS für die Höhe vom Gleis (Baseplate + 4 Platten Landschaft + 2 Platten Gleisschotter unterm Gleis):

MILS.png

Den seitlichen Abstand zum Rand finde ich weniger wichtig und gestalte diesen nach meinen Bedarf. Normal sind aber :

Die Schienen 4 Noppen vom Rand und 8 Noppen zwischen den Gleisen. Ansonsten sind immer Anpassungen nötig.

Aber da wie oben geschrieben, selten Modul direkt auf Modul folgt, ist meiner Meinung nach der seitliche Abstand nicht so wichtig und die Lücke wird ja durch die Verbindungsgleise passend gefüllt.

Der Abstand von Gleismitte zu Gleismitte sind normal 16 Noppen. Das bietet sich auch schon bei 32er Platten und den normalen Weichen an und sollte beibehalten werden.

Gut sind 32er Grundplatten.

Jain. Ich hab extrem viel auf 32er Grundplatten gebaut. Gehe aber teils davon weg. Ich fasse zb nun gerne 2 32er Grundplatten zusammen. Die passen dann immer noch in eine Eurobox und man spart sich Aufwand beim Auf/Abbau. Je nach Bedarf gehe ich aber auch auf 48er Platten, wenn zb viel Technik verbaut ist wie bei meinen Terminals. Damit die Technik möglichst auf einer Platte ist. Zum Transport brauche ich dann aber die hohen Euroboxen mit einer weitern flachen Eurobox als Deckel. Unpraktischer^^
Jedenfalls sollte man sich definitiv auch paar Gedanken über den Transport machen (wenn man ausstellen will....).

Unter der Wasserflasche sieht man so eine Transportbox für 48er Platten (die Platten stehen darin senkrecht):

BSBT 2025 Schkeuditz by Thomas / Ts__, auf Flickr

Bei der maximalen Durchfahrtsbreite bin ich vorsichtiger geworden. Es gibt immer jemand, der noch breiter als erwartet baut.....
Bei meinen Modulen achte ich darauf, dass man möglichst 12 Noppen freie Durchfahrtsbreite hat. Und doch kommt immer wieder jemand zu breites vorbei:

hier im Bogen waren es zwar 14 Noppen lichte Breite, aber halt im Bogen.....

BSBT2020 Du kommst hier nicht vorbei! by Thomas / Ts__, auf Flickr

Wichtig finde ich noch folgende eher unbekannte Regel: KEINE Noppen über der Schienenoberkante, auch nicht direkt neben dem Gleis....

das wäre zb gut und richtig:

BSBT2020 Hogwarts Express in dunklen Wäldern by Thomas / Ts__, auf Flickr

Ich hatte aber auch schon einen Bahnübergang erlebt, wo statt Fliesen Platten verbaut wurden....
... und es gibt verrückte Moccer, die der Meinung sind, eine halbe Platte Abstand zwischen Schienenoberkante und Lokunterboden sind genug.....

Thomas
 

Brockenlok

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Hallo Thomas,
vielen Dank auch dir. Dann werde ich mich denke ich mal an MILS orientieren.
Ich plane aktuell ein kleines Diorama, ob dieses Mal auf das BSBT geht ist noch nicht klar, aber ich baue es auf jeden Fall so, dass ich es gut transportieren kann.
Dass es zwischen den Modulen Zufahrtsmodule als Trennung gibt hilft auf jeden Fall sehr.
Dann werde ich mich mal an eine erste Version wagen in den nächsten Wochen
VG Niklas
 

Brockenlok

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Hallo zusammen,
anbei nochmal eine Frage in die Runde: hat jemand Wagen mit langen Drehzapfenabstand im Einsatz und kann mir sagen, ob es damit auf Ausstellungen Probleme gab?
Ich bin mir aktuell unsicher, was das Maximum ist hinsichtlich Lichtraumprofil, das in Kurven auf Ausstellungen fahren kann (ich liebäugle mit Doppelstockwagen als zukünftiges Projekt).
Danke euch,
VG Niklas
 

DennisAkaTECHNO

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Ich selbst bau zwar keine Module, aber erfahrungsgemäß ist die Höhe der Schienen das Einzige, was wirklich wichtig ist.
Hier hat sich über die letzten Jahre unausgesprochen die MILS-Höhe für die Gleise in einem Modul etabliert. Macht es übrigens auch den Layoutplanern für Veranstaltungen etwas leichter, da man dann keine Rampen bauen oder die Tischhöhe anpassen muss.

Die Module selbst stehen eher selten direkt Modul an Modul (das wäre dann zu oft eine langweilig gerade Strecke).
Hier sind mir eigentlich auch nur unsere niederländischen Freunde bekannt, die das auf ihren eigenen Ausstellungen durchziehen. Hier werden für einzelne Ausstellungen Übergangsmodule etc. gebaut, damit sich auf der Besucherseite ein durchgehendes Layout ergibt.

LegoWorld Utrecht 2025 by Enrico Lussi, on Flickr

NLGM Wörrstadt 2026 by Thomas / Ts__, auf Flickr

Wie meine Vorposter schon schrieben: es gibt nicht den einen Standard. Aber MILS ist recht weit verbereitet und auch meine aktuellen Module seit 2024 nutzen MILS für die Höhe vom Gleis (Baseplate + 4 Platten Landschaft + 2 Platten Gleisschotter unterm Gleis):
Bei den meisten anderen Ausstellungen hat sich, wie Thomas schon schrieb, mittlerweile durchgesetzt, dass die Strecke zwischen den Modulen etwas hübsch gemacht wird. Hier nutzen wir den NOIS-Standard. Im Endeffekt auf MILS-Höhe unterbaute Schienen, welche möglichst günstig mit einer Art Bahndamm ausgestattet sind. Der Übergang an den Modulen wird dann mit ein paar grünen Plates noch "hingepfuscht", damit es einigermaßen ansehnlich ist. Nutzt man dann noch Molton als Unterlage auf den Tischen, ergibt sich ein sehr aufgeräumtes und ansehnliches Bild, auch wenn es im Endeffekt nur blanke Strecke ist. Den Platz neben den Gleisen kann man dann z.B. zum Ausstellen von MOCs oder auslegen von Info-Flyern etc. verwenden.

Ich bin mir aktuell unsicher, was das Maximum ist hinsichtlich Lichtraumprofil, das in Kurven auf Ausstellungen fahren kann (ich liebäugle mit Doppelstockwagen als zukünftiges Projekt).
Zum Testen für Kurvenmodule oder einfach zum Ausprobieren könntest du dir eine einfache Lichtraumprofil-Lehre basteln, sprich zwei Drehgestelle auf den maßstäblichen Drehzapfenabstand deines Vorbilds setzen und in der Mitte eine 8-Noppen breite Platte etc. als Lehre. Das Maximum ist im Endeffekt was sich auf einem Kurvenmodul mit R104 und R120 Bögen begegnen kann ohne mit dem Nachbargleis zu kollidieren. Das ist aber - so weit meine Erfahrung - auch mit maßstabsgerecht langen 26,4m Wagen kein Problem.
 
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Dave07

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Hallo Niklas!
hat jemand Wagen mit langen Drehzapfenabstand
Der Personenwagen hat bei mir 62Noppen Drehzapfenabstand. Mit den hatte ich fast nie Probleme, bisher nur bei S-Kurven hat es den Weichensteller runtergerissen.
Hier bei R104 Kurven braucht er 8,5 Noppen Mindestabstand von der Mitte aus gerechnet.
photo_2026-10-03_16-51-38.jpg

Viele Fahrzeuge sind zwar 8w
Es gibt immer jemand, der noch breiter als erwartet baut
es gibt verrückte Moccer, die der Meinung sind, eine halbe Platte Abstand zwischen Schienenoberkante und Lokunterboden sind genug
Danke dass ihr mich heraufbeschwört habt xD
Mit der Schneefräse bin ich allerdings an den Grenzen gestoßen, die sind aber vernachlässigbar, da bin ich selbst schuld.

vlcsnap-2026-10-03-16h56m36s738.png
auf Geraden 10,5 Noppen Mindestbreite bist du safe, Dampfloks haben durchaus gern 10 Noppen Breite.

20250412_221440.jpg
Wie schon oben erwähnt sollte nichts über Schienenoberkante hinausragen.
Bei Geraden: 10,5 Noppen Breite
Kurven: von der Mitte aus gerechnet 9 Noppen!


Lg David
 

Brockenlok

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Hallo zusammen,
vielen Dank für euer Feedback, das stimmt mich doch sehr positiv.
Das mit dem Testwagen werde ich ggf beim nächsten BSBT mal testen sofern möglich. Aber wenn ihr mir bis zu 62 Noppen Drehzapfenabstand keine Probleme hattet sollten meine Wagen auch gehen ;-)
Danke euch!
VG Niklas
 
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