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Frachtkarten, Fahrplan, Umlauf

MTM

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Ihr Eisenbahn-Interessierten:

Ich bin dieses Wochenende zu Gast beim Modultreffen des FKTT - Modellbahn in TT.

Wo? Natürlich in Schkeuditz.. ^^

Das Ganze ist eine nicht-öffentliche Veranstaltung und ich wurde eingeladen, als Gast dabei zu sein, weil ich mich für das Fahren mit Wagen- und Frachtkarten, Fahrplan und realistischem Zugverkehr im Modell interessiere.

Ich will vor allem wissen, wie es funktioniert und wie man es plant.
Vielleicht kann man dann in der Spur L auch mal so "spielen"..?!
Deshalb schau ich heute zum Aufbau schonmal hin...

Das Thema begleitet mich schon seit einigen Jahren, aber bisher fehlten sowohl Ideen als auch Mitstreiter für eine Umsetzung...

Ich will diesen Thread nutzen, euch vom Treffen zu berichtet, aber auch, um zu lauschen, ob ihr Interesse daran hättet, nach Fahrplan und / oder mit konkreten Zielen für Wagen zu fahren - was wiederum mehr rangieren in den Bahnhöfen bedeuten würde - und damit eine bessere Nutzung von Bahnhöfen auf Treffen.

2019 hab ich drüber schon mit Werner aka Lok24 diskutiert, aber damals war das Thema "Legoeisenbahntreffen" noch in den Kinderschuhen und entsprechend wenige Akteure aktiv.

Lasst mich mal wissen, was ihr davon haltet, gebt mir gern Fragen mit, die ich dieses WE erkunden und erfragen darf.

Liebe Grüße

MTM
 

5zu6

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Ich fürchte, dazu sind zu viele von uns ein leider viel zu chaotisch. "Ich habe um 15:23 eine Trasse von Wörrstadt nach Möckmühl mit Unterwegsbedienung von Lüstringen, Essendorf und Stammbach bestellt" wird eher nicht klappen. Vielleicht ein wenig, wenn man die Anreize im TCS verschiebt. Ich fürchte wir haben einfach zu viele Züge unterwegs. Was aber auch gut für Aussteller*innen und Zuschauer*innen ist.

Ist auch die Frage, wer von uns daran Freude hätte. Für mich wäre wichtig, was sich unsere jüngere Generation wünscht. Wenn das Fahrplanfahren eher 70+ anzieht würde ich das als kontraproduktiv ansehen.
 

Lok24

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Das Thema begleitet mich schon seit einigen Jahren, aber bisher fehlten sowohl Ideen als auch Mitstreiter für eine Umsetzung...
so isses...

2019 hab ich drüber schon mit Werner aka Lok24 diskutiert, aber damals war das Thema "Legoeisenbahntreffen" noch in den Kinderschuhen und entsprechend wenige Akteure aktiv.
Ich hatte beides auf meinem "Streckenast" gezeigt ;-)

Was aber auch gut für Aussteller*innen und Zuschauer*innen ist.
Ja, ich würde das schon als extrem bezeichnen.
Das sieht beim Fremo völlig anders aus.

Und deswegen sind das auch keine öffentlichen "Schauveranstaltungen"
Es ist nur reizvoll für die, die fahren. Da allerdings äußert fesselnd.
 

5zu6

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Und deswegen sind das auch keine öffentlichen "Schauveranstaltungen"
Es ist nur reizvoll für die, die fahren. Da allerdings äußert fesselnd.
Warum nicht einfach ausprobieren. Am Ausstellerfahrtag wird zwei Stunden nach Fahrplan gefahren und rangiert. Dann sieht man ja, wie das ankommt.
 

MTM

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Ich hab nicht gesagt, dass wir das an den üblichen Veranstaltungen tun.
Vielleicht könnte es da mal eine eigene Sache dazu geben...

Ich hatte beides auf meinem "Streckenast" gezeigt ;-)

Es ist nur reizvoll für die, die fahren. Da allerdings äußert fesselnd.

Schade, dass du nur einmal da sein könntest...
 

Lok24

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Warum nicht einfach ausprobieren. Am Ausstellerfahrtag wird zwei Stunden nach Fahrplan gefahren und rangiert. Dann sieht man ja, wie das ankommt.
Ja, das wäre natürlich eine Möglichkeit.
Dazu müsste man
- die Strecke und Bahnhöfe frei haben
- einen "Fahrplan" haben, der alle Zugfahrten umfasst.
- eine Kommunikation zwischen Bahnhöfen haben
- Pro Bahnhof ein Team (Fdl)
- Pro Zugfahrt einen Tf
- Pro Zugfahrt einen Bildfahrplan
- Uhren

(so kenne ich das beim Fremo, wo ich jahrelang gefahren bin)
Der Ablauf ist dann :
Alle Uhren stehen auf 6 Uhr morgens
Der Tf schaut auf seinen Bildfahrplan, wann es wo losgeht und meldet sich beim Fdl des Bahnhofs (ich bin Tf Ng465)
Der meldet dann Zug "Ng 465" im nächsten Bahnhof an, der nimmt an, der Fdl stellt das Ausfahrsignal auf HP1
Der Tf fährt los, beachtet die Signale (Einfahrtsignal z.B.) und meldet sich, wenn der Zug angekommen ist beim Fdl (ich bin Ng465)

Das müsste man dann anpassen, das sollte sich aber realisieren lassen.
Wagenkarten wären ein zweites Thema.
 

Brickursel

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Hi, das kling schonmal interessant...könnte man durchaus für 2h versuchen....wäre mal etwas anderes. :good:

....als Erschwerniszulage könnte man einen Gleisabschnitt sperren da dort der Oberleitungsbauzug neue Oberleitungen ziehen muss und dadurch alle verspätungen haben :biggrin::biggrin: und umgeleitet werden müssen....
 

Lok24

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...als Erschwerniszulage könnte man einen Gleisabschnitt sperren da dort der Oberleitungsbauzug neue Oberleitungen ziehen muss und dadurch alle verspätungen haben :biggrin::biggrin: und umgeleitet werden müssen....
Bei einem FREMO-Treffen:
Lok ausgefallen (Modell defekt)
Statt einfach unter den Tisch zu greifen und eine neue aufzustellen wurde durch das ganze Arrangement telefoniert (900m Gleis) und Ende der Halle eine Lok im BW aufgetan.
Ich war gerade frei und habe die durch das ganze Arrangement gefahren, teils auf eingleisigen Strecken, teils im Gleiswechselbetrieb.
Gut, der Fahrplan war dann etwas -hm - durcheinander.
 

Lok24

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So, hier mal ein paar Gedanken, wie das alles einfacher geht:

Und noch was aus 2017
(Hab's jetzt nicht nochmal gelesen...)

Vorschlag: wir bleiben erstmal beim Fahrbetrieb und stellen die Wagenkarten zurück.
 

Anhänge

  • Fahrbetrieb Erfahrungen St. Augustin 2017.pdf
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Ts__

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Ich finde das Thema spannend und würde mich freuen, wenn Micha / @MTM von seinen neuen Erkenntnissen berichtet. Ich selbst hab keinen Plan davon, bin aber für viel Blödsinn = Spass zu haben und finde die Idee, dass man das zb mal 2h ausprobiert, super.

Wer keinen Bock hat, macht halt mal 2h nicht mit und alle die Lust drauf haben, sind dabei.
Beim BSBT zb fand ich dieses Jahr schon die Nebenstrecke mit den Fahrdienstleitern sehr gut. Vor paar Jahren hatenn wir mit den AFOLLs Lausitz auch einen tollen Betrieb: es gab einen großen Bahnhof, wo ein Rangierer fest Dienst hatte und die Waggons auf Anfrage bereit gestellt hat (und auch wieder weg geräumt). Als Lokführer hat man seine Lok vom BW geholt und dann zu einen bereitgestellten Zug im Bahnhof gefahren. War toll und mal was anderes als im Kreis fahren^^

Thomas
 
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Lok24

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dass man das zb mal 2h ausprobiert, super.
Es ist aber zu bedenken, das FREMO oder auch FKTT einen enormen technischen Aufwand betreiben, der für 2 Stunden nicht lohnt.
Man muss also da eine einfachere Variante andenken, Vorschläge hatte ich oben schon gemacht.

Beim BSBT zb fand ich dieses Jahr schon die Nebenstrecke mit den Fahrdienstleitern sehr gut.
Wie haben die untereinander kommuniziert, wie lief das ab, magst Du das mal kurz beschreiben?
 

Ts__

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Wie haben die untereinander kommuniziert, wie lief das ab, magst Du das mal kurz beschreiben?

Die 3 Stationen waren stilecht per Bahn-Kurbeltelefon verbunden. Die Noppenbahner haben da entsprechendes Equipment und Erfahrung. Also per Kurbelrythmus die gewünschte Station anwählen und dann den Streckensstatus absprechen und dem jeweiligen Lokführer das "Abfahrt" Signal geben.

Es ist aber zu bedenken, das FREMO oder auch FKTT einen enormen technischen Aufwand betreiben, der für 2 Stunden nicht lohnt.
Man muss also da eine einfachere Variante andenken, Vorschläge hatte ich oben schon gemacht.

Klar, klein anfangen. Ich kann da aber eher nicht mitreden, ich bin nicht vom Fach und stehe dazu. Aber ich mach gerne Spass mit und probiere Dinge aus. Hinterher kann ich immer noch schimpfen^^. Aber ich kann vorher halt nicht sagen: so musst du das machen....

Thomas
 

ellermaniac

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Wie haben die untereinander kommuniziert, wie lief das ab, magst Du das mal kurz beschreiben?
IMG_8253.jpegIMG_5543.jpegIMG_5519.jpeg

Hier das mehr oder minder zufällig festgehaltene Equipment. Alte DB-Bestände, ein bisschen Verkabelung und in DB-Funkdisziplin geübte Noppenbahner. Das hat sowohl in Wörrstadt als auch Schkeuditz viel Spaß gemacht. Sicher nichts für die Hauptstrecke, aber auf der Nebenbahn ein echter Gewinn!
 

PhilZach

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Vor paar Jahren hatenn wir mit den AFOLLs Lausitz auch einen tollen Betrieb: es gab einen großen Bahnhof, wo ein Rangier fest Dienst hatte und die Waggons auf Anfrage bereit gestellt hat (und auch wieder weg geräumt). Als Lokführer hat man seine Lok vom BW geholt und dann zu einen bereitgestellten Zug im Bahnhof gefahren. War toll und mal was anderes als im Kreis fahren^^
Moin, das machen wir bei Ausstellungen grundsätzlich nach dem Muster. Zusätzlich haben wir noch einen Fahrdienstleiter. Der bestimmt dann welcher Zug ausfährt und in welches Gleis wieder in den Bahnhof kommt. Weichen und Signale werden dann von entsprechenden Posten gestellt. Für die Posten gibt es dann regelrechte Dienstpläne. Dann ist jeder mal dran und wer micht Dienst hat fährt Zug, oder auch 2 Züge .
Kommunikation per Pfeife und Ansage, was bei 50 oder 70m2 Ausstellungsfläche auch ganz gut funktioniert. Ist in Schkeuditz natürlich was anderes.
 

5zu6

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Moin, das machen wir bei Ausstellungen grundsätzlich nach dem Muster. Zusätzlich haben wir noch einen Fahrdienstleiter.
[...]
Ist in Schkeuditz natürlich was anderes.
In Schkeuditz hatten wir letztes mal mindestens zwei hauptberufliche Fahrdienstleiter mit dabei. Für die Kommunikation reichlich OB-Fernsprecher. Daran sollte es nicht scheitern.
 

Lok24

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In Schkeuditz hatten wir letztes mal mindestens zwei hauptberufliche Fahrdienstleiter mit dabei. Für die Kommunikation reichlich OB-Fernsprecher. Daran sollte es nicht scheitern.

Das ist schon mal toll.
Dann kann man also das Zugmeldeverfahren nutzen.
Woran fehlt es denn dann noch, am "Fahrplan"?
 

SvenK

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Hallo,

ich finde die Idee mit Fahrplan zu fahren sehr gut. So ein Spiel mit "Sinn" hat was, finde ich.
Auf den Ausstellungen die ich mit den Afols-Lausitz mitgemacht habe war eingentlich immer nur Sinnlos im Kreis fahren angesagt.

Aber ob das Fahren mit Fahrplan das richtige für Ausstellungen mit Publikum ist denke ich nicht.
Vielleicht sollte man erstmal klein und nicht öffentlich anfangen um das ganze zu üben.

Sven
 

DennisAkaTECHNO

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Hallöchen in die Runde,
2025 waren Nick und ich bei den Nederlandse Modelspoordagen in Rijswijk bei unsern befreundeten Niederländern zu Gast, welche dort ein Layout präsentiert haben. Enrico hat vorher abgefragt, wer Lust hat mit einem Zug an einem "Fahrplan-Spiel" teilzunehmen, für welches er dann Bildfahrpläne etc. erstellt hat. Ob es nun 1 oder 2 Stunden ging vermag ich nicht mehr zu erinnern.

Meine persönliche Meinung dazu: Auf einer Ausstellung mit Besuchern? Eher nicht, zu dem Schluss komme ich eben so wie ihr es schon erwähnt habt. Wenn man eine Veranstaltung für sich organisiert, wo entsprechend der Platz vielleicht auch effizienter genutzt werden kann und man weniger auf Fluchtwege etc. achten muss, lässt sich sowas sicherlich eher umsetzen.

Was mir noch in den Sinn kam: Bei Fremo gibt es m.W.n. bei den meisten Clubs Regeln in Richtung "Jeder bringt 3x so viel freie Strecke mit wie Bahnhöfe" sprich wer einen 3 m Bahnhof hat, bringt entsprechend 9 m freie Strecke als Module mit.

Auf den bekannten Ausstellungen ist das Verhältnis zwischen Bahnhöfen und freier Strecke für ein Fahrplanszenario - fürchte ich - nicht wirklich brauchbar. Aber klar - Bahnhöfe sind einerseits für die Besucher interessanter - andererseits, wer möchte schon meterweise freie Strecke bauen? Hier haben wir im Vergleich zu Fremo das Glück, dass wir nicht an die standardisierten Modultische gebunden sind und die freie Strecke zur Not mit losen Schienen - oder wie wir Noppenbahner mit etwas ansehnlicheren NOIS-Modulen - auffüllen können.

Wenn man das Verhältnis zwischen Bahnhöfen und freier Strecke auf ein einigermaßen realistisches Verhältnis bringt, dann sollte einem Fahren nach Fahrplan eigentlich prinzipiell nichts im Wege stehen. Es macht m.M.n. eben wenig Sinn einen Fahrplan zu erstellen, wenn ein Zug sowieso nur 5-10 Sekunden Fahrzeit von einem Bahnhof zum nächsten benötigt.

Einen einheitlichen Kupplungsstandard haben wir glücklicherweise ja schon, man müsste sich dann eben nur auf betriebliche Sachen einigen. Was passiert, wenn doch mal eine Lok schlapp macht? Darf der Zug dann von Hand in den nächsten Bahnhof geschoben werden oder wollen wir wirklich hardcore-realistisch abschleppen mit Sperrfahrt etc.

Zugmeldebetrieb haben wir - wie weiter oben bereits beschrieben - ja schon auf mehreren Ausstellungen so halbwegs realistisch durchgeführt. Wobei mich das durchgehende Gebimmel der Fernsprecher zugegebenermaßen irgendwann schon gestört hat. Hier könnte man evtl. eine vereinfachte Blockanlage mit Arduino o.Ä. realisieren (Fernsprecher sind schließlich auch nicht puristisch).

Hinzu kommt außerdem, dass - soweit ich weiß - bis jetzt nur wenige Bahnhöfe mit bedienbaren Signalen ausgerüstet sind. Da könnte man alternativ Zugleitbetrieb anwenden, was je nach Zugaufkommen aber auch schnell unübersichtlich werden kann.

EDIT: was ich noch vergessen hab: was die Frachtkarten angeht; dafür müsste ja jeder Wagen erst mal eine eindeutige Kennung (12-Stellige UIC NVR Nummer) haben, damit es nicht zu Verwechslung bei Wagen der selben Bauart kommt. Da haben aber bei weitem nicht alle (inkl. mir) ihre Fahrzeuge insoweit beschriftet.

Dennis
 

Lok24

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Hallo Dennis,

hier ein paar Gedanken zu Deinem ausführlichen Beitrag.
Wenn man eine Veranstaltung für sich organisiert, wo entsprechend der Platz vielleicht auch effizienter genutzt werden kann und man weniger auf Fluchtwege etc. achten muss, lässt sich sowas sicherlich eher umsetzen.

Ich sehe eher die Attraktivitiät, es ist nicht so viel „los“ wie beim „Freien Fahren“, wo ein Zug nach dem anderen kommt. Ich kann mich an Modellbahnausstellungen mit Schauanlagen erinnern, der einhellige Kommentar der Besucher zum FREMO-Arrangement: „Da fährt ja nichts“ (bei den anderen schon, halt immer im Kreis)

Es macht m.M.n. eben wenig Sinn einen Fahrplan zu erstellen, wenn ein Zug sowieso nur 5-10 Sekunden Fahrzeit von einem Bahnhof zum nächsten benötigt.

Der „Fahrplan“ (von dem es ja etliche Darstellungen gibt) gibt zwei Sachen vor:
  • Die zeitliche Abfolge was wann wie wohin fährt
  • Und dazu die tatsächliche Uhrzeit.
Auf meiner Anlage habe ich um 5:30 morgens angefangen mit dem P 123, dem Frühzug.
Der nächste um 6:30 morgens, P567.
Bei einer Zeit-Verkürzung um Faktor 6 wäre das 10 reale Minuten zwischen den zwei Zügen.

Also konnte die Uhr(!) um 5:37 (Ankunft P123) vorspringen auf 6:15, automatisch programmgesteuert, das Fahren aber komplett manuell.

Bedeutet: die tatsächliche ist viel weniger interessant als die „angezeigte Zeit“.

Und genau das leistet eigentlich der Fahrplan für Zugmeldestellen FfZ, früher auch Bahnhofsfahrordnung genannt.

So sieht die aus:

1789907875608.png

Der Betrieb würde also so aussehen:

2 Personen Zugpersonal (Tf,Zf)
2 Personen pro Betriebsstelle (Fdl, Stellwerker)
Evtl. keine Uhren, aber (viele) Signale

Der Ablauf:
Startschuss

Steinbronn
  • Fdl Steinbronn erwartet P201
  • Gleis 1 räumen
  • Weichen für Einfahrt Gleis 1 stellen
  • Eingangssignal aus Richtung Steinbonn auf HP1
Zugpersonal P201
  • Fährt los, wenn in Unterstetten HP1 angezeigt wird
  • Beachtet das Einfahrsignal in Steinbronn
  • Hält dort und warten auf das Ausfahrsignal nach Marklingen
Wie man sieht: man braucht vielleicht gar keine Uhrzeiten, keine Uhren.

Regel:
  • die Tf werden ausschließlich durch die Signale gesteuert
  • die FDL arbeiten jede Zeile der Bahnhofsfahrordnung komplett ab, erst dann die nächste

Zugmeldebetrieb haben wir - wie weiter oben bereits beschrieben - ja schon auf mehreren Ausstellungen so halbwegs realistisch durchgeführt. Wobei mich das durchgehende Gebimmel der Fernsprecher zugegebenermaßen irgendwann schon gestört hat. Hier könnte man evtl. eine vereinfachte Blockanlage mit Arduino o.Ä. realisieren (Fernsprecher sind schließlich auch nicht puristisch).

Was sicher geht: Ein ESP+Router, der im WLAN eine Webseite zugänglich macht.
(das habe ich hier schon mal gezeigt)
Dann kann jeder Mitspieler in seinem Browser am Smartphone verfolgen, wie spät es ist und was gerade wo geschieht.

Oder auch Kästchen:
p1.jpg

Hinzu kommt außerdem, dass - soweit ich weiß - bis jetzt nur wenige Bahnhöfe mit bedienbaren Signalen ausgerüstet sind.

Das hatte ich oben im PDF schon beschrieben: ein Rudel mobiler Signale, mit denen die Bahnhöfe ggf. aufgerüstet werden, damit alle Gleise die passenden und nötigen Asig und Esig haben.

Screenshot 2026-09-20 135237.png

Da könnte man alternativ Zugleitbetrieb anwenden,

Dazu braucht es eine ausführliche Einweisung aller(!) Beteiligten, wie das überhaupt funktioniert und eine Kommunikation zwischen den Zuglaufstellen und der Zugleitstelle. Habe ich jahrelang betrieben, es ist nicht trivial und nichts, was ich mal in 1-2 Stunden testen würde.
Gerade wenn Ng dazukommen (der ja dann von der Zugmannschaft rangiert werden muss), gerät der Plan schnell außer Kontrolle, und ich habe bei FREMO oft erlebt, dass selbst sehr gute Fdl als Zugleiter so ihre Probleme hatten.

Signale braucht man auch, Trapeztafel NE1, dazu NE 6 und vor allem Zp1 und Zp11 (das sind akustische Signale) bei Zug-Kreuzungen.

dafür müsste ja jeder Wagen erst mal eine eindeutige Kennung (12-Stellige UIC NVR Nummer) haben, damit es nicht zu Verwechslung bei Wagen der selben Bauart kommt.

Nein, die Wagen kommen ja aus dem Schattenbahnhof, und die Mannschaft dort braucht nur keine doppelten zu wählen. Ganzzüge sind ohnehin egal, und ein Ng mit mehr als fünf Güterwagen: wie lange sollte da das Rangieren/Zustellen dauern?

Das hatte ich beim BSBT 2019 so betrieben:
Screenshot 2026-09-20 142247.png
 
Zuletzt bearbeitet:

Lok24

Elektronikbahner
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Hallo Micha @MTM ,

was gibt es denn vom Treffen am WE zu berichten?
Wie machen wir hier weiter, fehlen noch Ideen?

Gerne kann ich auch das mit den Wagenkarten nochmal näher erklären, so wie ich es beim BSBT 2019 angewandt habe.
 
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