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Der Hater der Steine - es macht das Hobby kaputt

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Bensch

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9 Aug. 2022
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226
Das Erschreckende : Alle Antworten der KI verwiesen ganz klein auf einen einzigen Artikel bei "web.de", wo die Redakteurin mit genau einem Menschen gesprochen hatte: Johnny.
Wenn ich den Begriff google bekomme ich Artikel aus "Der Standard", "GMX", "Reddit", "ORF", "Stonewars" uvm. mit unterschiedlichsten Interviews und Thesen.

Ich verstehe immer noch nicht warum dieser Thread nun zu einer Nebendebatte für/gegen die Zulässigkeit von alternativen Herstellern wird. Ich wiederhole mich:
Diskussionen über Sets oder Lego selbst sind/waren in einem zivilen Rahmen schon immer erlaubt.
Was würde sich daran nun ändern wenn es einen Bereich für andere Hersteller geben würde?

Für mich stellt sich eher die Frage ob diese Art von Threads nicht eher das Problem darstellt. Genauso wie in dem "Puristen"-Thread damals geht es schon wieder um einen sehr subjektiven "Glaubenskrieg" der beide Seiten eigentlich nur weiter spaltet, da jeder seinen Standpunkt verteidigen möchte.
Aber ich säge lieber eine Kreuzachse auf die passende Länge, als mich belehren zu lassen, dass es sie von Hersteller xy schon seit Jahren so gibt.
Ist auch ein valider Standpunkt, würde sich aber sicherlich durch eine Kennzeichnungsmöglichkeit in den Beiträgen beheben lassen oder als Angabe im Benutzerprofil.
 

Kaalen

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11 Jan. 2016
Beiträge
278
Allerdings fände ich es besser wenn er „Die Welt ist nicht schwarz-weiß…“ heißen würde. Das „meist“ im Satz passt meiner Meinung nach nicht.

Kurze Anmerkungen meinerseits,
aus technischer Sicht hat LEGO den modernen Baustein mit seinen mehreren tausend unterschiedlichen Formen, den wir alle kennen, erfunden. Das die ursprüngliche Grundidee von jemand anderes kam spielt dabei keine Rolle.

Die Firma Kiddicraft, besser gesagt Harry Fisher Page, hat lediglich das Grundgerüst und die Idee mit dem Patent 529.580 „Verbesserungen an Spielzeug-Bausteinen“ im Vereinigten Königreich 1939 patentieren lassen und als „Bri-Plax Interlocking Building Cubes“ vermarktet. 1944, 45 und 49 folgten weitere Patente. 1947 hat Ole Kirk Christiansen die Idee aufgegriffen, weiter entwickelt und brachte 1949 die ersten LEGO Steine heraus. Weitere 9 Jahre später wurde dann der von Godtfred Kirk Christiansen weiterentwickelte moderne LEGO Stein in die Welt gebracht.

Wenn man die Patente von Page mit den Patenten von Christiansen vergleicht sieht man deutlich technische Unterschiede… als ob man Äpfel mit Birnen vergleicht. So wie Äpfel und Birnen als Gemeinsamkeit den Oberbegriff Obst haben, so haben Page’s „Interlocking Building Cubes“ und die weiterentwickelten „Self-Locking Building Bricks“ mit den Christiansen’s „Automatic Binding Bricks“ den Oberbegriff Klemmbaustein gemein, mehr aber auch nicht.

Das Kiddicraft keinen rechten Erfolg mit seinen Bausteinen hatte und vergaß seine revolutionäre Idee Weltweit zu schützen wird gerne mal von den Kritikern unterschlagen bzw. vergessen.

Eine Idee aufzugreifen und weiter zu entwickeln ist der Sinn des Fortschrittes. Ohne dies gäbe es keine Weiterentwicklung und wir würden immer noch mit Steinwerkzeugen arbeiten … das Vergessen viele.

Das eigentliche Problem in der „Klemmbausteinblase“ ist das einige es noch immer nicht verstanden haben was Erfindungsmeldungen, Patente, Urheber und Designschutzrechte eigentlich sind.


Zu den genannten Beispielen der Markennamen weiter oben,

Karl Benz erfand das erste Automobil mit Gas-Verbrennungsmotor 1886 (DRP Nr. 37435). 1890 wurden von DMG die ersten Fahrzeuge verkauft. Der Name „Mercedes“ kam erst ins Spiel als DMG 1900 ein Fahrzeuge als Daimler-Mercedes herausbrachte. Mercedes-Benz, was heutzutage nur als Mercedes betitelt wird, hat daher nicht das Auto erfunden da es die Marke damals noch gar nicht gab.

Taschentücher gibt es seit der Antike… Papiertaschentücher seit Jahrhunderten in Japan. Kleenex brachte 1924 das erste Papiertaschentuch in die westliche Welt. Tempo kam erst 1929 auf den Markt.

Der erste Klebestreifen wurde nicht von Tesa sondern von Oscar Troplowitz (Beiersdorf) erfunden. Erst 1936, mit der Einführung des transparenten Beiersdorfs Kautschuk-Klebefilms kommt der Name Tesa ins Spiel.

Aber an den Beispielen sieht man wie schnell ein Firmenname zum Synonym werden kann. Nur das keiner zu BYD gehen würde mit dem Gedanken einen Mercedes zu kaufen. Wenn ich ein Tesafilm haben will, dann kauf ich auch einen Tesafilm von Beiersdorf. Wenn ich ein technisches Klebeband brauche dann greife ich meist zu 3M. Auch das immer wieder gerne genommene Beispiel vom Fischer Dübel… bei Dübeln führt meist kein Weg an Fischer vorbei, wenns was gescheites sein soll. Noch so ein Beispiel sei Plexiglas und Acrylglas, das eine ein Markenname das andere das "plagiat" bzw. chemische pondon.

Wenn also jemand sagt nur „echtes“ LEGO ist LEGO hat er natürlich recht. Alles andere sind Klemmbausteine und nicht LEGO, wenn auch LEGO Klemmbausteine sind ;)
 

_legopapi_

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Nein, eigentlich waren es die Briten, nämlich Kiddicraft.
Das ist falsch. Schlicht und ergreifend. LEGO hat anfänglich die Kiddicraft Steine kopiert, aber die Erfindung und Einführung der Röhren in den Steinen machte sie besser spielbar und um Welten flexibler verbaubar.

Gruß Michael
 

Briqui

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In Sachen Flexibilität ist ein ”Brick 2 × 4” von Kiddicraft einem ”Brick 2 × 4” von Lego keineswegs unterlegen.

Ein ”Brick 2 × 4” von Lego kann nur innerhalb des Rasters der Noppenaufnahme in Form von unterseitigen Leerraum oder Röhren aufgesteckt werden. Ein ”Brick 2 × 4” von Kiddicraft läßt sich hingegen über seine gesamte Länge frei auf einer Plate, hier ”1 × 2”, positionieren und sogar schieben.

1786279046144.png
 

Stud McBrick

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In Sachen Flexibilität ist ein ”Brick 2 × 4” von Kiddicraft einem ”Brick 2 × 4” von Lego keineswegs unterlegen.

Wenn wir das auf die 2x4-Steine von Lego von vor 1958 beschränken, stimme ich dir zu.
Ab der Ergänzung der Röhren sind die 2x4er von Lego denen von Kiddicraft deutlich überlegen.

Ist ja vielleicht nicht ganz fair, einen 70 Jahre alten Stein aus Celluloseacetat in seiner Klemmkraft zu bewerten, aber bei den Sets aus der Prä-Röhren-Ära, die ich habe, dienen die Noppen nur noch dazu, dass die Steine nicht untereinander verrutschen können.
Die Klemmkraft ist - selbst im Vergleich zu den ersten Röhren-Steinen von 1958 (auch aus CA) - unterirdisch bis gar nicht vorhanden.

Aber damit sind wir auch schon beim eigentlich wichtigsten Punkt bei der Sache:
Lego hat nicht einfach nur kopiert und nachgemacht, sondern eigene Gedanken mit einfließen lassen, das Produkt verbessert und ausgebaut.
Einen Punkt, den man bei den meisten der heutigen Klemmbausteinhersteller leider nicht erkennen kann.

Lego hat im Grunde nicht nicht einmal auf diese "Kompatibilität mit anderen Herstellern" gebaut, denn das bei Lego bekannte 8mm-Raster hatten die aus dem damals nicht-metrischen England stammenden Kiddicraft-Steine nie.
 
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Briqui

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83 schnelle Beispiele von unzähligen, welche die vermeintliche Innovationslosigkeit der sogenannten alternativen Anbieter/Hersteller widerlegen.

AlternateParts.png
 

Briqui

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266
Nachstehendes Bild zeigt eine – zumindest äußerlich – formlich identische Slope Plate Curved.
Die zweiteilige Preisfrage lautet nun:

1.
Welches Bauteil stammt von Lego und welches von einem alternativen Anbieter/Hersteller?

2.
Welcher Hersteller hat das Bauteil zuerst entwickelt und in den Markt gebracht?

Slope Plate.png

Anschließend läßt sich die Frage beantworten, wer von wem kopiert und ob die Rollenverteilung zwischen Engelchen und Teufelchen so eindeutig ist, wie sie stets dargestellt wird.
 

Lok24

Elektronikbahner
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2.303
Anschließend läßt sich die Frage beantworten, wer von wem kopiert und ob die Rollenverteilung zwischen Engelchen und Teufelchen so eindeutig ist, wie sie stets dargestellt wird.
Wird sie das? Stets?
Du stellst eine Theorie auf um sie dann widerlegen zu können?
 
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