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[Eisenbahn] Dem Thomas seine Bahnen

Sven

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Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Nun, die Entstehungsgeschichte der DB-Neubaudampfloks ist komplex und füllt ganze Bücher. Grundsätzlich war der Ansatz, noch einmal Dampfloks nach neuesten technischen Gesichtspunkten zu bauen, Ende der 1940er jedenfalls durchaus rational und wurde ja auch bei anderen Bahnverwaltungen mit sogar besseren (moderneren) Infrastrukturvoraussetzungen noch verfolgt. Zuverlässige Großdieselloks gab es noch nicht, auch die (heutzutage) hochgerühmte V200 brachte die Einsatzdienststellen in den ersten Jahren mit der chronischen Anfälligkeit ihres Strömungsgetriebes zur Weißglut.
Das führt jetzt hier aber alles zu weit... ;)

Die Idee, eine BR 66 - technisch und wärmewirtschaftlich der krönende Abschluss deutscher Dampflokentwicklung, auch wenn die BR10 noch etwas später nach jahrelanger Verzögerung auf die Gleise kam - im Modell zu verewigen, finde ich super.
Und ein funktionstüchtiges KH-Gestell ist auch eine tolle Sache! :good:
Mit den Proportionen bin ich allerdings nicht so ganz glücklich...
Das bullige Erscheinungsbild passt in meinen Augen eher zu einer BR 65. Die reale 66er wirkt vor allem von vorne und schräg vorne ziemlich zierlich (obwohl sie tasächlich eine recht große Maschine ist), bedingt durch den schmalen Kessel und das voluminöse Einheitsführerhaus.
Beim Modell ist der Kesseldurchmesser erheblich zu groß, er müsste wohl 2-3 Plattenstärken geringer ausfallen. Dann wären die Proportionen insgesamt ausgewogener.

Bitte nimm mir die überlange harsche Kritik nicht übel - die Neubauloks sind ziemliche Lieblinge von mir, da geht schon mal die Leidenschaft mit mir durch... :wsntme:
 
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Dave07

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Schneidige Dampflok Thomas! Sieht toll aus, mir gefallen die filigranen Puffer und die saubere schräge Fensterlinie. Von wem sind die Kuppelstangen?
 

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Bitte nimm mir die überlange harsche Kritik nicht übel - die Neubauloks sind ziemliche Lieblinge von mir, da geht schon mal die Leidenschaft mit mir durch... :wsntme:
Ganz im Gegenteil. Ich bin Dir sehr dankbar für diesen konstruktiven Einwurf. Wenn wesentliche Proportionen nicht stimmen, dann passt das ganze Modell nicht. Wenigstens habe ich keine Probleme, den Antrieb unterzubringen. Der Motor geht ungefähr bis Kesselmitte und der Hub sitzt im Führerhaus.

Ich habe mal auf die Schnelle einen passenden Kessel zusammen geklickt. Ohne Rücksicht auf die Befestigung und das ganze "Geraffel" daran. Auch der Dampfdom schaut noch gruselig aus. Unter dem Kessel ist jetzt genügend "Freiraum". So gefällt es mir sehr viel besser.

DB_BR_66_5.jpg


Von wem sind die Kuppelstangen?
Danke. Räder (übrigens noch nicht mit den passenden Gegengewichten), die ganzen Stangen und die Zylinder sind selbstkonstruiert. Ach ja, die glatten "Käserreiben" gibt es auch noch nicht in rot. Nirgends.
 

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Ohne Druckteile wie Räder, Stangen und Zylinder schaut sie noch etwas nackig aus, Auch ein paar Steine fehlen noch bzw. sind in den falschen Farben. Die verwendeten Räder haben immerhin den richtigen Durchmesser. Die vor- und Nachlaufachsen sind mit M5-Muttern beschwert. Zur Fertigstellung werden sie noch in roten Schrumpfschläuche verpackt.



Auch dem Thema Krauss-Helmholtz-Lenkgestell habe ich mich angenommen. Die Pins habe ich in der Breite etwas abgenommen und mittels Benzing-Ring (DIN 6799) auf der ersten Koppelachse fixiert. Mit den kurzen, roten Friction-Habpins bleiben die HA-Kupplungen prima in Position. Ggf. werde ich noch mit einem kurzen Stück Schlauch die Fixierung in gerader Position verbessern.
 

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Auf Basis des UIC-X-Wagen von Erwin entstand erst mal digital ein Mitteleinstiegswagen. Auch wenn dieser Wagentyp den Silberlingen ähnelt, sollten beide nicht verwechselt werden. Bei den yl-Wagen habedelt es sich um Ganzstahlwagen. Anders als die Silberlinge (zwei Doppeltüren in der Mitte) verfügen die yl-Wagen über Einstiege an den Enden sowie bei fast allen Typen einen - leicht asymmetrisch angeordneten - Mitteleinstieg, Es sind feste Drehtüren und keine Drehfalttüren verbaut. Neben dem 2. Klasse-Fahrzeug gibt es kombinierte Wagen der ersten und zweiten Wagenklasse (vor 1964 2./3. Klasse) und verschiedenen Kombinationen zwischen 2. Klasse, Gepäckabteil und Hasenkasten-Steuerstand gab es auch, ohne Mitteleinstieg, blau lackierte reine 1. Klasse-Wagen sowie einen grün/rot Lackieren "Kakadu"-Halbspeisewagen.

Die letzten Wagen wurden 1994 ausgemustert.



Viele Hintergundinformationen gibt es im Video des "Silberlings", der die Eisenbahnfreunde Hamm beim Aufbau eines funktionsfähigen yl-Steuerwagen unterstützt.
 

Lego_guy

U18 Mitglied
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Sieht super aus. :good2:
Gibt es die Vorlage von ervvin denn irgendwo zu kriegen? Ich habe die schon oft gesehen und mich schon seit einer Weile gefragt ob es die als Datei gibt.
LG
 

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Mein erstes Eisenbahn-MOC aus 2019 habe ich mir zur Überarbeitung vorgenommen. Es handelt sich um die Stangendiesellok R42C der Lokomotivfabrik Arnold Jung in Kirchen (Sieg).


Da es inzwischen zahlreiche neue Teile gibt und ich fünf weitere Jahre Baupraxis gesammelt habe, war es an der Zeit dieses Modell zu überarbeiten. Vor allem die Höhe der Aufbauten war nicht vorbildgerecht. Der Antrieb erfolgt jetzt mittels Technic-L-Motor, wie beim Vorbild über die Blindwelle.

Die Arnold Jung Lokomotivfabrik hat vor allem für Klein- und Feldbahnloks hergestellt, aber auch Standardlokomotiven wie V60, V90 und V100 gebaut. Bekannt ist sie vor allem für die 23 105, die letzte für die Bundesbahn in Betrieb gestellte Dampflok, die quasi zeitgleich (Dezember 1959) mit der R42C entstanden ist.

Die R42C wurde zwischen 1955 und 1962 in 32 Exemplaren gebaut. Sie basiert auf der Wehrmachtslok R360C, der späteren V36. Neben den Vorläuferbetrieben der Siegener Kreisbahn (KWD, FGE) wurde diese bei weiteren Privat- und Werksbahnen im Einsatz. Auch die Bundeswehr beschafft mehrere, olivgrün lackierte, Exemplare.

Räder, Standen und Blindwellenantrieb sowie der Zahnradkäfig am Motor sind selbstkonstruiert und gedruckt. Die Kupplungen sind von HABricks, da sich diese mittels Halbpin befestigen lassen. Lediglich beim 1er Liftarm muss in dunkelrot leider auf einen Fremdanbieter zurückgegriffen werden. Teuer und selten sind die gelben 8er Doorrails sowie das dunkelrote Neckbracket.
 

Glattnoppe

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Der kleine Stangendiesel gefällt mir. Ich bastel ja weiterhin an seinem Vorfahren (siehe Profilbild).

Wieso ist die mittlere Achse nicht gekuppelt? Hast Du die seitlich verschiebbar gemacht?

Mich stören die Noppen auf dem Umlauf ein Bißchen.
 
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Natürlich ist die mittlerer Achse gekuppelt... An der Kuppelstange befindet sich ein (ganz leicht kegelförmiger) Mitnehmer. Für R104 muss das mittlere Rad +/- 1 mm seitlich verschoben werden. Dementsprechend schmaler sind Räder und der Rahmen an der Mittelachse.
Ich hab noch schnell ein Bild von unten gerendert. Bei der alten Version hatte ich einen gedruckten 3x5-Rahmen verwendet. Den brauche ich jetzt nicht mehr zwingend. Die Konstruktion kann mittels 1x10 Technic-Platten versteift werden. Mal schauen, wie ich es baue.

Die V36 ist freilich noch mal eine Nummer schärfer. Der Sound ist auf Grund der ~100 Liter Hubraum fantastisch.
 

Ts__

Eisenbahner
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Knuffig. Schöne wäre noch ein Bild vom alten Stand für den direkten Vergleich gewesen.

Mich stören die Noppen auf dem Umlauf ein Bißchen.

Hier stimme ich Philipp zu: bin da auch eher der Fliesenfan ;-)

Hässlich ist nur die Treibstange.

Das ist hart.... Ich bin zwar kein Fan von "alles drucken", aber bei der Treibstange wäre das wohl auch mein Weg gewesen....
Aber wie du schon sagst: mag jeder anders sehen und das ist gut so.

Thomas
 

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Mich stören die Noppen auf dem Umlauf ein Bißchen.
Leider ist nach unten nicht viel Platz. Deshalb habe ich auch nach der Überarbeitung keine Idee, wie die Brackets puristisch ersetzt werden könnten. Mit meinen fiesen chinesischen Platten mit Frontnoppe geht es allerdings (fast). Hab die mal in rot dargestellt. Über den Rädern ist nicht mal Platz für die Befestigung des Umlaufs. An der Außenseite geht auch nur maximal eine Platte unter dem Umlauf, sonst gibt es in höchster Stellung der Treib-/Koppelstange Probleme.

Screenshot 2025-02-02 172857.png

Dein Modell sieht sehr gut aus. Hässlich ist nur die Treibstange. Aber das sieht die überwiegende Mehrheit sicherlich anders ;-) Und 3-D-Druck entlastet das Gehirn.
Bei den Stangen gibt es nur die Alternativen Technic-Verbinder (extrem klobig), Flextubes (extrem teuer und selten) oder gedruckt. Oder hast Du eine bessere Idee? Daher sind Druckteile davon in Eisenbahnerkreisen weitgehend akzeptiert.
Knuffig. Schöne wäre noch ein Bild vom alten Stand für den direkten Vergleich gewesen.


Und hier das Vorbild. Ist für das Foto etwas zu schnell über eine ausgelutsche Doppelkreuzungsweiche gefahren.
 

mick29

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kannst du das ganze Trittbrett snotten? Also mit Bricks seitwärst bauen? Im Bereich der Räder könnte man ggf. mit Panels den notwendigen Freiraum schaffen
 

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kannst du das ganze Trittbrett snotten? Also mit Bricks seitwärst bauen?
Wir sind unterwegs zu einer Lösung. Zwischen den Rädern ist über den Stangen zwei Platten Platz. Deshalb geht nur der 3386. Brackets gingen an den Rädern, aber nur mit Nurnoppen. Den Spalt von einer halben Platte bzw. dem leichten Versatz mal außen vor.

Statt der Steine könne ich auch Platten nehmen, dann wäre der Längsträger bündig mit dem Führerstand. Hätte auch was!

Screenshot 2025-02-02 174718.png
 

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Ein wenig "Back to the roots" habe ich mit dem Wagen 210 der Mainzer Straßenbahn begeben. Diesen Typ hatte ich in der Aachener Ausführung bereits vor 7 Jahren gebaut. Nach Einstellung der vorletzten Tram-Linie in Aachen 1973 (die letzte folgte 1974) wurde der Wagentyp (6 Stück) nach Mainz verkauft und war dort bis 1993 im Einsatz.
Für das NLGM in Wörrstadt hatte ich die Idee, etwas "heimisches" zu präsentieren und habe mich der Tram besonnen. Jetzt freilich in den Mainzer Farben, in Details überarbeitet. Und mit Circuit Cube für den Antrieb.


Ebenso habe ich den dieses Jahr wohl unvermeidlichen Sgnnss gebaut. Als Beladung sind zwei 40ft-Container mit Werbeschriftzug für die Noppenbahner entstanden. Die Duplo-Buchstaben entstammen den Sets 6051 und 10915. Für den Übergang von 8w der zwei Reihen Duplo auf die 7w der Containeraufnahmen oben und unten wurden reichlich Jumper verbaut.
 

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Leider ist sie erst heute fertig geworden. Gestern wäre es ein schöner Aprilscherz gewesen.

Ich habe die DB Baureihe 245, Bombarider Traxx P160 DE ME von @BigDaedy nachgebaut. Die zugehörige Datei hat er dankenswerter Weise bei Open-L-Gauge hochgeladen.

Da ich mit dem aktuellen Verkehrsrot nie wirklich warm geworden bin, ist mir die Phantasie ein wenig durchgegangen. Ich immer mal wieder gerne im Stummiforum in den Strang "BR103 Türkis und andere" rein. Und inzwischen gibt es durchaus einige Loks in historischen Farbgebungen, die sie nie getragen haben. DB Gebrauchtzug ist einer der Akteure, die so etwas schon häufiger getan haben. Daher ist die Idee, diese Lok im klassischen Purpurrot der Dieselloks bis 1974 zu lackieren, vielleicht gar nicht abgefahren genug.

Vielleicht war das noch nicht die letzte Lok von mir aus der Traxx-Reihe?
 

Dave07

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Das Dunkelrot hat es dir angetan :biggrin:, schöne Farbwahl. Wie ist es dir mit dem Bauen gegangen, außer der Farbe alles laut Plan übernommen? Ich frage, weil meine Bauten teilweise komplizierte Details haben die viele wieder anders gelöst hätten.
 
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