Sven
Oberlehrer
Nun, die Entstehungsgeschichte der DB-Neubaudampfloks ist komplex und füllt ganze Bücher. Grundsätzlich war der Ansatz, noch einmal Dampfloks nach neuesten technischen Gesichtspunkten zu bauen, Ende der 1940er jedenfalls durchaus rational und wurde ja auch bei anderen Bahnverwaltungen mit sogar besseren (moderneren) Infrastrukturvoraussetzungen noch verfolgt. Zuverlässige Großdieselloks gab es noch nicht, auch die (heutzutage) hochgerühmte V200 brachte die Einsatzdienststellen in den ersten Jahren mit der chronischen Anfälligkeit ihres Strömungsgetriebes zur Weißglut.Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Das führt jetzt hier aber alles zu weit...
Die Idee, eine BR 66 - technisch und wärmewirtschaftlich der krönende Abschluss deutscher Dampflokentwicklung, auch wenn die BR10 noch etwas später nach jahrelanger Verzögerung auf die Gleise kam - im Modell zu verewigen, finde ich super.
Und ein funktionstüchtiges KH-Gestell ist auch eine tolle Sache!

Mit den Proportionen bin ich allerdings nicht so ganz glücklich...
Das bullige Erscheinungsbild passt in meinen Augen eher zu einer BR 65. Die reale 66er wirkt vor allem von vorne und schräg vorne ziemlich zierlich (obwohl sie tasächlich eine recht große Maschine ist), bedingt durch den schmalen Kessel und das voluminöse Einheitsführerhaus.
Beim Modell ist der Kesseldurchmesser erheblich zu groß, er müsste wohl 2-3 Plattenstärken geringer ausfallen. Dann wären die Proportionen insgesamt ausgewogener.
Bitte nimm mir die überlange harsche Kritik nicht übel - die Neubauloks sind ziemliche Lieblinge von mir, da geht schon mal die Leidenschaft mit mir durch...

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, schöne Farbwahl. Wie ist es dir mit dem Bauen gegangen, außer der Farbe alles laut Plan übernommen? Ich frage, weil meine Bauten teilweise komplizierte Details haben die viele wieder anders gelöst hätten.