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Dem Thomas seine 3D-Druckteile

5zu6

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Im 3D-Druck bin ich schon seit ein paar Jahren unterwegs. Immer dann, wenn ich eine Lösung benötige, es diese aber weder im Original noch von Herstellern kompatibler Elemente gibt, greife ich zu diesem Mittel. Bei der Konstruktion verwende ich OpenSCAD. Ein 3D-CAD, mit dem sich viele eher nicht anfreunden werden können. Die Objekte werden eher programmiert als konstruiert. Was mir besonders gefällt: Durch Ändern von Parmetern und nachgeschalteter Bedingungen kann ein Element recht frei verändert werden. Egal, ob es um die Anpassung von Noppen oder Bohrungen an das verwendete Druckverfahren, um die Dimensionen des Steins oder komplexere Modifikationen geht.

Als Drucker habe ich einen Flashforge Creator Pro im Einsatz. Dieser macht mir ob seiner eigenwilligen und leidlich gepflegten Sailfish-Firmware aktuell nur leidlich Freude. Dazu gesellte sich inzwischen ein Resindrucker Anycubic Photon Mono SE. Dieser lässt sich auf Grund der Geruchsproblematik bei mir nur in der wärmeren Jahreszeit außerhalb der Wohnung betreiben. Wenn man sich auf das winzige Druckformat, die lange Druckzeit und die weiteren Besonderheiten des Harzdrucks einlässt, liefert dieser ganz tolle Ergebnisse.

Nach und nach werde ich meine Konstruktionen hier vorstellen und zur Verfügung stellen. Fragen, Vorschläge und Wünsche einfach in diesen Strang schreiben.

Mein einfachstes Teil hat keine besondere Schöpfungshöhe, erscheint mir aber sehr nützlich. Bei Eisenbahnpuffern hat man nur die Wahl zwischen zu klein, zu groß oder zu massiv. Eine Fliese von etwa 1,5 Noppen wäre hier das Richtige.

Lego hat, zumindest theoretisch, etwas Passendes im Angebot. Die Untertasse 38799. Bisher gab es diese nur im Rahmen von Sammelfiguren. Zunächst bedruckt, jetzt auch in uni-weiß. Ich habe dieses Teil nachgebaut und mir in schwarz gedruckt. Zur Ressource.

Für das angedeutete Hallendach meines Straßenbahndepots wurde ich mit den Unzulänglickeiten der Kreuzachsenverbinder im Programm der Dänen konfrontiert. Dafür habe ich Abhilfe geschaffen, die auf den ersten Blick original sein könnte.

Im Prinzip wird um das Zentrum herum eine beliebige Anzahl Achsaufnahmen im Raum angeordnet. Eigentlich könnte man das auch noch um andere Verbinderarten (Pinloch, Achse, etc.) erweitern. Zur Ressource.
 
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Briqui

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Manchmal geht eben nichts übers Selbermachen. In dieser Hinsicht verfahre ich ganz ähnlich. Wenn ein Bauteil von keinem der inzwischen zahlreich vertretenen Hersteller erhältlich ist, ich aber der Meinung bin, genau ein solches unbedingt zu benötigen, während sich keine alternative Baulösung finden will, erstelle ich Bauteile auch schon einmal in Eigenregie, selbst wenn es sich dabei nur um rein digitale handelt.

Es lebe die Anarchie.
 

5zu6

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Meine Eisenbahnräder haben es bis zu einem Bericht in Stonewars geschafft. Leider in weniger schönem Zusammenhang.

Räder für eine 01.10, die bislang nicht weiter in Angriff genommen wurde.

Immer dann, wenn es eine Idee zur Umsetzung eines neuen Fahrzeugs gibt, wird die Datei um die entsprechenden Parameter angepasst und manchmal auch ergänzt. Spät hinzugekommen sind beispielsweise die Radaufnahmen für die 2mm-Stahlachsen oder in der Länderbahnzeit übliche Doppelspeichenräder.

Die Form der Lauffläche und weitere Details sind stark an den Lego-Eisenbahnräder orientiert, da gab es in der Vergangenheit keine Überraschungen. Auch der Spurkranz hat die unschönen 3mm des Vorbilds. Die Pin-Bohrungen werden vorsichtig mit Reibahlen (4,76mm für die Bohrung sowie 6,35 mm für die Fase, beides zöiige Maße) nachgerieben.

Die besten Ergebnisse hatte ich in Filament nicht platt auf die Druckplatte gedruckt,sondern mit knapp einem cm leichtem Stützmaterial unter dem Rad. War auch brauchbar, aber Harz ist natürlich noch mal eine Stufe besser im Aussehen.

Harz drucke in in alle Richtungen meist um jeweils 45° geneigt, mit der Sichtseite weg von der Druckplatte. Damit hatte ich die besten Ergebnisse.

Aktuell wird das Fahrwerk meiner V60 gerade "getunt". Eine erste Proberunde hat das Fahrwerk ohne Aufbau über R56 bestanden. Geht gerade so. Die mittleren Achse ist seitenverschieblich. Deren Räder sind nur 3/4 Steine breit. Dadurch muss nicht auf den Spurkranz verzichtet werden.


Einige Erklärungen zu den Parametern gibt es in meinem Blog.

erstelle ich Bauteile auch schon einmal in Eigenregie, selbst wenn es sich dabei nur um rein digitale handelt.
Der von mir verwendete stud.io-Part Designer akzeptiert leider keine stl-Dateien. DerWeg von STL nach OBJ geht mit wenigen Klicks mit dem in Windows 10 enthaltenen "3D Builder".
 

Briqui

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stud.io? STL? OBJ? Da bin ich völlig raus. Ich bewege mich allein im LDR-Kosmos ('LDraw'-Bauteilbibliotheksformat).

Aber wie auch immer. Solange wir nur kreativ sind.

Die Datei ”38799.part” aus dem Archiv ”38799_Tea_Saucher.zip” stellt schon das Custom-Part für den/aus dem 3D-Druck dar?

Hätte man bei der Gelegenheit nicht gleich auch noch die Hohlnoppe entfernen können, um die Ähnlichkeit mit einem Eisenbahnpuffer zu erhöhen?
 

5zu6

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stud.io? STL? OBJ? Da bin ich völlig raus. Ich bewege mich allein im LDR-Kosmos ('LDraw'-Bauteilbibliotheksformat).
Studio ist ein auf die LDraw-Bibiliothek aufbauendes Programm zum virtuellen bauen. Wurde vom letzten Eigener von Bricklink entwickelt und hat inzwischen den LDD auch offiziell ersetzt.

STL ist ein Dateiformat, dass Körper beschreibt. Auf den einschlägigen Plattformen sind ganz viele Objelte in diesemFormat erhältlich. Wenn Du dort etwas findest (einen Kanarienvogel, einen Schlupf, einen Stutzen für die Waschmaschine oder ein Element für Lego) kannst Du das mit wenig Aufwand und ohne großes eigenes Hirnschmalz für die Entwicklung eines Objekts in virtuellen (oder mittels Drucker) auch in realen Bauten verwenden.

Die Datei ”38799.part” aus dem Archiv ”38799_Tea_Saucher.zip” stellt schon das Custom-Part für den/aus dem 3D-Druck dar?

Hätte man bei der Gelegenheit nicht gleich auch noch die Hohlnoppe entfernen können, um die Ähnlichkeit mit einem Eisenbahnpuffer zu erhöhen?
Für mich ist es immer die Frage, wie speziell oder wie universell ein selbst entwickeltes Teil sein soll. Da die Untertasse ein zu diesem Zweck aus meiner Sicht absolut ausreichendes Teil ist und ich, vorausgesetzt es wäre in schwarz lieferbar, auch als Original verbauen würde sehe ich erst mal keinen Grund, hier vom dänischen Vorbild abzuweichen. Für mich hat die Hohlnoppe sogar einen gewaltigen Vorteil in der Anwendung. man kann den Pufferteller je nach Vorbild entweder auf einen Rundeiner auf die Tassenunterseite oder mit dem Hohlpin auf einen 3mm Schlauch stecken. Oder mit der Noppe in einen1x1er Liftarm stecken. Dann ist die Noppenform freilich egal.

Da nicht nur die fertige STL bereitsteht, sondern auch die CAD-Datei lässt sich das bei entsprechendem Wunsch vom Anwender ganz einfach ändern.
 

Legoben4559

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Hallo Thomas @5zu6,

Danke für den Thread und die Erklärungen. Ich verwende seit einigerzeit auch 3D-Druck Teile. Allerdings sind das alles gekaufte gewesen, da habe ich mir über das wie nie Gedanken gemacht.
Jetzt bin ich wieder etwas schlauer. :)

Ich finde auch, dass die Oberfläche eines Resindrucker besser ist.
 

5zu6

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Ich finde auch, dass die Oberfläche eines Resindrucker besser ist.
Hallo Ben,
die Teile aus dem Resindrucker sehen fantastisch aus. Allerdings sind diese, zumindest mit Standardharzen, recht spröde. Für Funktionsteile daher nur sehr bedingt geeignet. Viele berichten, dass die Beimengung elastischer Harze diese Materialeigenschaften verbessert. Daran habe ich mich jedoch noch nicht heran getraut.
 

HDGamer2424

Endlich 18
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Hallo Ben,
die Teile aus dem Resindrucker sehen fantastisch aus. Allerdings sind diese, zumindest mit Standardharzen, recht spröde. Für Funktionsteile daher nur sehr bedingt geeignet. Viele berichten, dass die Beimengung elastischer Harze diese Materialeigenschaften verbessert. Daran habe ich mich jedoch noch nicht heran getraut.
Also ich habe auch seit geraumer Zeit einen Resin Drucker, und habe damit kleinere Teile für Technik gedruckt, und die halten recht gut. Nutze das Resin "Sirayatech blu clear v2".
 
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