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Am Stein der Zeit: LEGO Apps und die Vergänglichkeit von Software

Gimmick

Stammuser
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Bei diesen Handhelds ist der Android-Teil in der Regel Nebensache.
Ne, ich meine schon so richtige Android-Handhelds. Aya Neo oder von Ayn (oder so ^^) haben auch Touchscreens.
Es war von meiner Seite aus eher so gedacht, dass eine Firmen-eigene Fernbedienung theoretisch so aussehen/Sinn ergeben könnte oder man sich als investment freudiger Käufer sowas als dediziertes Gerät kaufen könnte. Dann eben mit BrickController2, C+ und PU installiert und Pybricks läuft auch noch über den Browser. (rofl)
Und wenn nach 7 Jahren oder so die neuere Software nicht mehr läuft, entweder ersetzen, wenn die Software abwärtskompatibel ist, oder zu den alten Sets legen, als dedizierte Fernsteuerung.

Aber wie gesagt: Was die unterschiedlichen Modelle taugen weiß ich nicht.
 

Stud McBrick

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Also ich habe jetzt einfach mal "Ayaneo" bei Amazon eingegeben, und dort wird als Betriebssystem Windows 10 genannt. ;)
Keine Ahnung, ob es davon auch eine Android-Variante gibt, aber wenn ja, würde ich mich zuallererst fragen, wie nachhaltig da die Pflege des Betriebssystems ist.
Bei Windows-basierten Geräten erhält man seine Updates von Microsoft, hier hat man gute Chancen, dass das Gerät auch über Jahre hinweg aktuell gehalten werden kann, möglicherweise ist es sogar kompatibel mit Windows 11.
Bei Android werden die Updates jedoch über den Gerätehersteller ausgerollt, und nicht selten ist hier die Version des Betriebssystems im Auslieferungszustand auch die letzte, die das Gerät jemals zu sehen bekommt.

Das Problem dabei ist doch, dass du davon ausgehst, dass eine "firmen-eigene" Fernbedienung zwingend ein Bildschirm zur Konfiguration benötigt.
Dabei würde eine stinknormale Fernsteuerung im Stil der Zugfernbedienung, natürlich angepasst an die Notwendigkeiten des Technic-Hubs, bereits ausreichen.
Zwei analoge Sticks mit bi-direktionaler Einschränkung, drehbar gelagert wie bei der ZFB, um sie je nach Bedarf als Vor/Zurück oder Links/Rechs einzusetzen, die die Ausgänge 1 und 2 des Hubs analog ansprechen.
Sowie 8 Tasten bzw. 4 Tastenpaare, die alle vier Ausgänge des Hubs digital ansprechen können.
Für die meisten Modelle würde diese Konfiguration bereits ausreichen, und wenn zwei Hubs verbaut werden, packt man eine zweite FB dazu, die dann mit der ersten zu einer großen FB verbunden wird.

Wäre das so abwegig?
 

Stud McBrick

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Jein, es löst das Problem der Konfiguration nicht. m.M.n.

Es würde das Problem in sofern lösen, dass keine Konfiguration mehr nötig ist.
Man müsste lediglich die Motoren den richtigen Ausgängen zuordnen, das ist nur eine Frage des Kabelmanagements.
 

Lok24

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Es würde das Problem in sofern lösen, dass keine Konfiguration mehr nötig ist.
Für eine Lenkung? Kalibrierung? Ein Schaltgetriebe? Da waren wir doch schon mal.
Ansonsten täte es ja, wenn man endlich die FB mit dem technic-Hub verbinden könnte. Will keiner.o_O
 

Carrera124

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Offensichtlich versteht hier jeder unter "Konfiguration" etwas anderes?

Mehrkanal-Sender mit Display bekommt man im Modellbau-Bereich mittlerweile für einen zweistelligen Euro-Bereich.
Und die "GUI" dieses Displays ist ausreichend, um
- Kanäle zu Funktionen zuzuordnen
- Endanschläge zu kalibrieren bzw. festzulegen
- ggfs. unterschiedliche Ansprech-Kennlinien auszuwählen

Das wäre für praktisch alle Lego Technic PU Modelle ausreichend.
 

Gimmick

Stammuser
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Das Problem dabei ist doch, dass du davon ausgehst, dass eine "firmen-eigene" Fernbedienung zwingend ein Bildschirm zur Konfiguration benötigt.
Aber doch nur, um eine theoretische Rundum-Lösung zu kreieren, die wirklich alles abbildet, was Lego sich so vorstellt - als komplettes Eigenprodukt quasi. Oder eben, um eine Lösung zu finden, die abbildet, was ich ganz persönlich bräuchte. ;-)
 

Stud McBrick

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Eine theoretische Rundumlösung muss die Nutzung einer App nicht ausschließen.
Mir ging es primär um eine praktische Grundlösung, die auch ohne App funktionieren kann.

Wenn dann in 20 Jahren die App-basierte Fahrwegprogrammierung beim Liebherr-Bagger nicht mehr geht, könnte man den Bagger immerhin noch per FB manuell bedienen.

Für eine Lenkung? Kalibrierung? Ein Schaltgetriebe? Da waren wir doch schon mal.

Die Kalibrierung könnte in der Tat ein Problem darstellen, wenn man keine Motoren mit eigener Zentrierung hat.
Allerdings könnte man auch eine automatische Kalibrierung integrieren, indem der Hub ohne das Zutun externer Befehle die aktuelle Motorstellung als neues Null nimmt, wenn das System eingeschaltet wird.

Beim Schaltgetriebe bin ich mir jetzt nicht sicher, was genau dir da vorschwebt.
Aber ich könnte mir vorstellen, dass das Schaltgetriebe des 42056 Porsche (die Schalt-Paddel hinter dem Lenkrad) auch mit einer digitalen Ansteuerung motorisch betätigt werden könnte.
Auf der FB wäre dafür dann ein Tastenpaar zuständig, für Hoch- bzw. Runterschalten.
Fände ich jetzt ehrlich gesagt auch ansprechender und technisch anspruchsvoller, als wenn man einfach nur einen Servo programmtechnisch an den fünf Gang-Positionen stoppen lässt.
 

Lok24

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Allerdings könnte man auch eine automatische Kalibrierung integrieren, indem der Hub ohne das Zutun externer Befehle die aktuelle Motorstellung als neues Null nimmt, wenn das System eingeschaltet wird.
Das tut er. Und um welchen Winkel soll drehen, bei welchem Modelll?
Die Diskussion dreht sich im Kreis, und das wird von LEGO eher nie alles kommen, weil man auf ein anders Pferd gesetzt hat (richtigerweise).
Daher hier für mich: EOD
 

RR76

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Und um welchen Winkel soll drehen, bei welchem Modelll?
In beide Richtungen bis zum Anschlag und dazwischen ist die Mitte.

Das hat Lego schon beim 42099 bei der Einrichtung gezeigt, das mache ich bei meinen PU Trucks jedes Mal beim Einschalten und auch die PU App kann das mittlerweile schon recht lange.

So schwer wie das hier dargestellt wird ist eine unverselle Fernbedienung nun wirklich nicht.

Und genau so wie Cada (bzw Brunojj1) das Schaltgetriebe mit einem Servo baut kann man das auch mit einem PU Motor bauen. Die schlecht funktionierende Automatik kann man ja trotzdem noch per App nachreichen.
 

Lok24

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Das hat Lego schon beim 42099 bei der Einrichtung gezeigt, das mache ich bei meinen PU Trucks jedes Mal beim Einschalten und auch die PU App kann das mittlerweile schon recht lange.
*seufz* Ja. Natürlich, das ist alles klar.
Aber woher weiß das Hub, auf welche der 4 Motoren es das anwenden soll, beim Starten?
In PU z.B ist das in Deinem Programm fest verankert, d.h. dieses Modell macht das in jedem Modell so in das es eingebaut wird, mit dem immer selben Motor.

Es fehlt die Konfigurierbarkeit.
Eine Möglichkeit : die normale FB, ergänzt um ein Schalterchen pro Kanal (wie früher bei PF die kleinen zur Richrungsumkehr)
 

RR76

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Es fehlt die Konfigurierbarkeit.
Eine Möglichkeit : die normale FB, ergänzt um ein Schalterchen pro Kanal (wie früher bei PF die kleinen zur Richrungsumkehr)
Oder ein Tastendruck beim Einschalten oder eine Tastenkombination wie bei Mouldking. Da kann man sogar zwei Kanäle auf eine Taste legen.
Schwierig ist das nicht, man muss nur wollen.
 

Lok24

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Genau. Oder Dongles oder oder .....
Es bleibt aber: man muss es pro Modell konfigurieren.
Und da bin ich banz bei Dir: man muss es wollen. Lego will es nicht (respektive hat sich für den Weg via App entschieden, mit allen Vor- und Nachteilen)
 

Stud McBrick

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Oder aber man schraubt die Ansprüche an die Set-Funktionen im FB-Betrieb etwas zurück.
Soll heißen, bei gekoppelter Fernbedienung haben die Ausgänge des Hubs nur vordefinierte Funktionen, ähnlich wie bei der Eisenbahn-FB.
Für alles, was dann mehr ins Detail gehen soll, dann eben die Steuerung per App (oder von mir aus auch die einmalige Umkonfiguration der FB via App).

Versteh mich bitte nicht falsch, das Letzte was ich will, ist die App oder die Programmierbarkeit an sich zu verteufeln.
Ich würde mir lediglich eine unabhängige Alternative zur App-Steuerung wünschen, für den Fall dass die App (oder irgendwelche Dritt-Programme) aus welchen Gründen auch immer nicht ausgeführt werden können.
 

Lok24

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Soll heißen, bei gekoppelter Fernbedienung haben die Ausgänge des Hubs nur vordefinierte Funktionen, ähnlich wie bei der Eisenbahn-FB.
Welche genau? Für welches Modell? Die sind doch verschieden.
Ein Zug ist ein Zug ;-), aber ein Crawler etwas anders als ein Modell mit Lenkung oder gar Schaltgetriebe.
Da kann es keine generelle Lösung geben, Du musst es irgendwo konfigurieren. Das kann wie von @RR76 beschrieben geschehen, oder auch anders.

Ich würde mir lediglich eine unabhängige Alternative zur App-Steuerung wünschen, für den Fall dass die App (oder irgendwelche Dritt-Programme) aus welchen Gründen auch immer nicht ausgeführt werden können.

Warum sollten sie denn nicht ausgeführt werden können? Das gibt es doch auch alles längst.
Es heißt Pybricks, die Programme sind Set-bezogen, man lädt sie einmal, und das geht dann auch in 30 Jahren noch.
 

Stud McBrick

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Welche genau? Für welches Modell? Die sind doch verschieden.
Ein Zug ist ein Zug ;-), aber ein Crawler etwas anders als ein Modell mit Lenkung oder gar Schaltgetriebe.

Ein Ausgang für Lenkung, ein Ausgang fürs Fahren, die restlichen beiden Ausgänge mit digitaler Ansteuerung für sonstwas, damit hättest du doch zumindest mal die normalen Fahrmodelle zu 99% abgedeckt.
Für ein Schaltgetriebe bräuchte man auch keinen programmierten Servo, wenn man die Schaltung ähnlich baut wie beim 42056 Technic Porsche: Ein motorischer Antrieb am Schaltgetriebe mit mechanischen Rasten für die Gänge, dann bräuchts lediglich einen Motor, der rein digital vorwärts und rückwärts läuft (und vielleicht noch ein paar Rutschkupplungen).

Warum sollten sie denn nicht ausgeführt werden können? Das gibt es doch auch alles längst.
Es heißt Pybricks, die Programme sind Set-bezogen, man lädt sie einmal, und das geht dann auch in 30 Jahren noch.

Es kann beispielsweise nicht ausgeführt werden, wenn der Anwender erst gar nicht weiß, dass es sowas gibt, oder wo man es findet, oder wie man das auf den Hub bekommt.
Es gibt genügend Anwender, deren PC-Kenntnisse sich auf das Ein- und Ausschalten des PCs beschränken, auch hier im Forum.

Es kann auch nicht ausgeführt werden, wenn die Programme in ein paar Jahren nicht mehr verfügbar sein sollten.
Ich weiß ja nun nicht, wer da hinter Pybricks steckt, aber wenn das nur ein privater Hobbyprogrammierer ist, der nach Beendigung des aktuellen Studiums keine Zeit mehr dafür hat, oder der morgen vielleicht vom mobilen Hähnchengrill überfahren wird (nicht, dass ich das irgendjemandem wünschen würde!!!), wird sich in dieser Richtung auch nichts mehr bewegen.

Du gehst davon aus, dass du das heute programmierst, und in 30 Jahren noch benutzen kannst.
Wenn dir aber schon in 25 Jahren der Hub abraucht, kann dir niemand mehr garantieren, was in 30 Jahren sein wird.
Oder wenn dir erst in 30 Jahren einfällt, dass du gerne ein 30 Jahre altes Set aus Nostalgiegründen bauen würdest, woher bekommst du dann den programmierten Hub?

Mal im Ernst, es mag ja wirklich sein, dass Pybricks langlebiger und damit unvergänglicher ist als eine App, aber damit ist das vielleicht JETZT eine Lösung für HEUTIGE Anwendungen, aber bei Weitem keine Funktionsgarantie für die Zunkunft.
 

Lok24

Elektronikbahner
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Es kann auch nicht ausgeführt werden, wenn die Programme in ein paar Jahren nicht mehr verfügbar sein sollten.
Das Programm wird heute einmal fest in das Hub geladen und bleibt da, es ändert sich genau nie mehr.

Du gehst davon aus, dass du das heute programmierst, und in 30 Jahren noch benutzen kannst.
Nein, keineswegs. Es ist bereits programmiert. Natürlich, wenn die Hardware den Geist aufgibt....
Ich weiß ja nun nicht, wer da hinter Pybricks steckt,
Pybricks is free and open source. It’s released under the MIT license. You can read, try, and even change our code via our GitHub page.
 

Stud McBrick

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Das Programm wird heute einmal fest in das Hub geladen und bleibt da, es ändert sich genau nie mehr.

Ja, wenn du es HEUTE aufspielst vielleicht.
Wenn die Pybricks-Seite MORGEN vom Netz geht, kannst du es ÜBERMORGEN nicht mehr aufspielen.

Nein, keineswegs. Es ist bereits programmiert. Natürlich, wenn die Hardware den Geist aufgibt....

Es ist nicht programmiert, wenn ich einen Hub vor mir liegen habe, der sich im Auslieferungszustand von Lego befindet.
Fortsetzung siehe vier Zeilen drüber...

Und "Open Source" heißt leider auch nicht, dass etwas ewig Bestand hat.
Auch Open Source lebt nur solange, wie jemand dazu bereit und dazu in der Lage ist, daran rumzuprogrammieren.
 

grawuli

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Ort
Minga
Eine RC-Fernsteuerung läuft völlig autark. Da kann bei normalem Gebrauch nichts kaputt gehen. Die laufen auch noch nach 30 Jahren.

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Es heißt Pybricks, die Programme sind Set-bezogen, man lädt sie einmal, und das geht dann auch in 30 Jahren noch.

@Lok24 > Sehe ich ja auch so.

Wenn da nicht der Einwand von @Carrera124 wäre.
Das würde ich so nicht unterschreiben. Kondensatoren können auslaufen bzw. austrocknen, Displays können fehlerhaft werden etc...

Ich konnte es mir nicht verkneifen :wsntme:
 
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